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Untot - Lauf, solange Du noch kannst

Bild von Möp

Nachdem ich die Leseprobe gelesen hatte, fiel es mir ehrlich gesagt sehr schwer, nicht mehr über Bobby und ihre Verbündeten nachzudenken, weil ich unbedingt wissen wollte, ob es ihnen gelingen wird, nach Hause zu kommen und wie sie mit der ganzen Situation fertig werden. Doch zuerst zur Handlung:

Als Hauptprotagonistin gilt die Schülerin Bobby zu bezeichnen, die nach eingien Jahren aus den USA nach England zurückgekehrt ist und sich dementsprechend als die "Neue" in ihrer Klasse voller Zicken, Losern und Angebern überhaupt nicht wohlfühlt. Die Klassenfahrt macht es da auch nicht gerade besser, sie ist wirklich froh als sie endlich auf der Rückfahrt im Bus sitzt und sich bald sicher zu Hause glaubt. Doch als plötzlich an einer Raststätte alle ihre Lehrer und Mitschüler unter mysteriösen Umständen ums Leben kommen und Bobby, der notorische Unruhestifter Smitty sowie "Möchtegern-Miss-World" Alice ganz auf sich allein gestellt sind, beginnt die Situation zu eskalieren und unkalkulierbare Ausmaße anzunehmen: Beginnend damit, dass es den Anschein hat, als sei ihr Lehrer Mr. Taylor wieder auferstanden, quasi zum "Zombie" mutiert, und versuche nun, die Schüler zu bedrohen. Die Situation wird noch weiter dadurch verschärft, dass draußen ein Blizzard der ganz besonders üblen Art vor sich hin tobt und der Busfahrer ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wird.

Es folgt eine wirklich sehr spannende Verfolgungsjagd, die nach und nach des Rätsels "Lösung" bringt.

Meine Erwartungen an dieses Buch, wurden nur noch übertroffen, zumal ich bei meiner Bewerbung schon sehr zuversichtlich war. Der Schreibstil ist flüssig und die Autorin Kirsty McKay weiß es, den Leser durch detaillierte Gestaltung der Charaktere an sich zu binden. Trotz all der aufgegriffenen Klischees (Zicke/Angeber/Looser) gelingt es ihr, jede Figur dennoch in einem guten Licht da stehen zu lassen, da jeder seine eigenen Stärken und besonderen Fähigkeiten hat. Einen großen Teil trägt die von der Autorin verwendete Ich-Perspektive dazu bei, denn so kann sich der Leser authentisch mit Bobbys Gefühlen und Ängsten identifizieren.

Allerdings gibt es auch eine Kleinigkeit, die mich persönlich ein wenig gestört hat. Und zwar hätte ich den Protagonisten gern ein bisschen mehr Ruhe gegönnt, da sie sich die meiste Zeit in einer sehr abgehetzten Verfolgungsjagd befinden, bei der es immer nur um Leben oder Tod geht. Dadurch wird natürlich ungemein viel Spannung aufgebaut, doch die Ereignisse überschlagen sich und gerade bei so interessanten Charakteren hätte ich mir das ein oder andere Gespräch oder den ein oder anderen Dialog noch gewünscht.

Mein Fazit:

Ich kann dieses Buch durch und durch weiterempfehlen, denn es ist bei Weitem nicht so grausig und brutal, wie man es vielleicht erwarten könnte, denn die Autorin findet immer das richtige Maß. Ein wirklich genialer Roman, nach dessen Beendigung ich ihn am liebsten gleich nochmal lesen würde und der deshalb für mich schon mehr ist als einfach nur Unterhaltung


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