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Serafina

Bild von Nazena

Serafinas größter Wunsch ist in Erfüllung gegangen: sie wurde als Assistentin des Hofkomponisten eingestellt. Sie ist fasziniert und begeistert von Musik, auch gegen den Wunsch ihres Vaters, der sie am liebsten von der Welt fernhalten würde. Denn Serafina hat ein dunkles Geheimnis, das niemand erfahren darf.
In ihrer Welt haben die Menschen vor Jahren einen Friedensvertrag mit den Drachen geschlossen. Einige leben in menschlicher Gestalt und mit Glocken gekennzeichnet als Botschafter im Königreich, doch die Menschen fürchten und hassen sie. Serafina ist von ihnen fasziniert: Ihr Lehrer Orma ist selbst ein Drache und hat ihr von deren Idealen erzählt. Absolute Leere, keine Gefühle. Ihre Faszination für die Kunst bringt sie aber dazu, von den für sie untergeordneten Menschen lernen zu wollen.
Doch ohne Gefühle kann es keine Musik geben, die von Herzen kommt- denn Drachen haben im Gegensatz zu Menschen keine Seele. Doch Serafina trägt die Musik in ihrem Herzen, genau wie ihre Mutter. Als der Kronprinz ermordet wird und eine Verschwörung den Frieden bedroht, muss sich Serafina entscheiden- für ein weiteres Leben im Geheimen oder für ihre Freunde und ihr Königreich...

Serafina ist ein Young-Adult-Drachenroman. Es gibt eine kleine Liebesgeschichte, die zwar wichtig für Serafinas Entwicklung ist, aber keine allzu dominierende Rolle spielt. Trotzdem ist das Buch eindeutig an jugendliche Mädchen gerichtet. Serafina wird erwachsen und plagt sich mit allen damit einhergehenden Problemen herum, da sie sich aber aus bestimmten Gründen nicht komplett offenbaren darf, gerät sie immer wieder in Erklärungsnöte.
Sie ist sehr bemüht das Richtige zu tun, verplappert sich aber häufig und erzählt schon aus Reflex heraus Lügen. Als Charakter ist sie sehr liebenswert und lebensecht und man kann sich gut mit ihr identifizieren.
Mir persönlich haben die Drachen am besten gefallen. Die "Tiere" mit Krallen und Reißzähnen lehren die "dummen Menschen" höhere Mathematik, Medizin und Physik... ihre Lebensart und Philosophie wurde zwar nicht erschöpfend behandelt, aber was gezeigt wurde passte stimmig zusammen und bot ein interessantes Gesamtbild. Die Menschen sehen sich trotzdem als höhere Spezies und sind überzeugt die riesigen Drachen vernichtend schlagen zu können- obwohl ihre Ritter, die in erster Linie Drachenkämpfer waren, verbannt wurden und mittlerweile alle altersschwach sind. Tja.
Serafinas Entwicklung ist in sich abgeschlossen, schreit aber noch einer Fortsetzung, da es praktisch nur die Ouvertüre zu der eigentlichen Katastrophe ist. Ein großer Krieg steht an, Fronten müssen gezogen werden- und das Buch hört auf. Ziemlich gemein.
Der Roman ist sehr fesselnd. Ich habe ihn schnell durchgelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Es gibt zwar keine besonders neuen, aufregenden oder andersartigen Ideen, der Roman zieht einen aber trotzdem sofort in den Bann. Es gibt übrigens noch eine ebook-Vorgeschichte, für alle, die mehr wissen oder ihn den Stil hineinschnuppern wollen. Ich gebe 4 Sterne.


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