style="display:block"
data-ad-client="ca-pub-7783397286425302"
data-ad-slot="3580846517"
data-ad-format="autorelaxed">

Schattenherren- FEIND

Bild von Nazena

Die Schattenherren haben einen Pakt mit der Finsternis geschlossen, Unsterblichkeit erlangt und fast die ganze Welt unterjocht. Nur Silber kann sie verletzen, doch die letzte freie Silbermine wird belagert und der Orden der Mondschwerter, den Kriegern der Guten, schwindet immer mehr. Paladin Helion wagt sich zusammen mit Modranel, dem mächtigsten Zauberer der Menschheit, und dessen Tochter Ajina an die Front. Modranel will einen alten Verrat sühnen und dafür alles opfern. Ajina hat ihrem Vater vergeben, doch Helion kann die Geschichten über Modranels Gräueltaten nicht überwinden.
Auf der anderen Seite hat Liola, Modranels ältere Tochter, ihren Platz bei den Schattenherren gefunden und dient ihnen gerne. Als sich der Krieg zuspitzt, erhält sie ihre Chance sich zu beweisen.

Die deutsche Fantasy wird düster. Robert Corvus hat einen Roman geschrieben, der in Grundzügen an bestimmte Genre- und Hollywoodklassiker erinnert, aber auch eigene Ideen einbringt. Gute Ritterorden gibt es wie Sand am Meer, aber die Schattenherren und ihr Herrschaftssystem sind interessant dargestellt.
Man folgt episodenhaft bestimmten Charakteren, wobei sich der Fokus zunehmend von den Guten auf die Bösen verschiebt. Generell sollte man keinen zu sehr ins Herz schließen: Buch zuende, alle tot- jedenfalls fast. Damit ist auch eine direkte Fortsetzung nicht möglich.
Die Guten sind fast besiegt und wagen einen letzten Vorstoß. Wer jetzt eine ausgewählte Heldengruppe erwartet, die sich bis ins Herz des Feindes vorkämpft, wird enttäuscht. Die Haupthandlung ist recht schnell vorüber und der Roman in sich abgeschlossen. Es gibt zwar einige offene Fragen und eine Fortsetzung mit anderen Figuren, die aber weit in der Zukunft liegt. Ich persönlich bin eher ein Freund der klassischen High Fantasy und mag es, wenn die Guten gewinnen.
Der Roman war spannend, wirkte teilweise aber etwas konstruiert. Die Figuren sind alle sehr in ihren Rollenfächern verankert, größere Veränderungen und Überraschungen gibt es nicht. Dadurch ließ sich aber kein nahes Verhältnis zu den Figuren aufbauen: sie wirkten teilweise sehr schablonenhaft und "folgtem dem Drehbuch" ziemlich vorhersehbar.
Stilistisch und von der Handlung her erinnerte mich der Roman an Perplies Bannkrieger, wer diesen mochte wird Schattenherren wahrscheinlich auch gut finden. Ich gebe 3,5 von 5 Sternen.


0