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Der Mann, der den Regen träumt

Bild von Janama

Der Mann, der den Regen träumt von Ali Shaw ist ein sprachlich poetisches wunderschönes Werk, das den Leser selbst zum Träumen bringt. Mit seinem leicht melancholischen Klang, berührt es das Herz auf eine ganz besondere Art und hinterlässt bei mir ein nachdenkliches und trauriges Gefühl. Eine kleine Schwermut hatte mich auch im Laufe der Geschichte befallen, die jedoch nicht unangenehm war, im Gegenteil, ich fand sie unterstrich die Geschichte, da sie mir wirklich unter die Haut ging.
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Elsa, die aufgrund des Verlustes eines geliebten Menschen sich von ihrem gewohnten Umfeld zurückziehen will , sucht sich dazu den kleinen beschaulichen Ort: Thunderstown aus. Dort hofft sie wieder etwas zu sich selbst zurück zu finden und einen Neuanfang starten zu können. Dass sie sich mit Thunderstown einen ganz besonderen Ort ausgesucht hat, muss sie bald erkennen, nachdem sie dem merkwürdig verschlossenen und imponierenden Bergjäger des Dorfes kennenlernt, als dieser gerade einen Hund umbringt. Doch nicht nur die Bewohner des Dorfes sind eigentümlich und leicht verschroben, auch in einen von den angrenzenden Bergen lebt ein seltsamer Zeitgenosse: ein Mensch, der das Wetter ist. Schon bald fühlt sich Elsa nach der anfänglichen Faszination zu diesem ungewöhnlichen Mann hingezogen. Und bald schon stellt sie fest, dass sie sich in eine „Gewitterwolke“ verliebt hat. Während die Bewohner in ihrem Freund Finn eine Gefahr für sich sehen, und in ihm den sogenannten verhassten „Old Man Thunder“ sehen (eine von vielen Legenden) , versucht Elsa alles damit sie ihm helfen kann….
Hier wird sehr schön deutlich, dass harmlose Bürger zu einer unberechenbaren Meute werden können, wenn sie aus Angst einen „Schuldigen“ gefunden haben. Besonders in diesem Ort , indem der Griff der Vergangenheit und der Legenden immer noch tief in jedem Menschen verwurzelt ist. Dennoch gibt es Hoffnung, besonders nachdem der Bergjäger sein Tun hinterfragt und endlich zu sich selbst und seinen Überzeugungen steht, anstatt sich immer noch nach den widersprüchlichen Wünschen seines verstorbenen Vaters und Großvater zu beugen! Sehr schön hat mir hierbei eine Szene gefallen, indem er alle Fallen die er für die Ziegen (Tiere die in Thunderstown überaus verhasst sind, und hier sogar mit Ungeziefer verglichen werden) gelegt hat wieder entschärft.

Aber auch ein Zitat gefiel mir besonders gut: „Er sagte, Menschen seien wie der Wind. Manchmal laut, sagte er, und manchmal ein Flüstern, manchmal warm und manchmal erschreckend kalt. Aber trotzdem würden wir weiterwehen immer weiter vorwärts, und keine Spuren zurücklassen.“

Mich hatte die märchenhaft gleiche Erzählart des Autors sehr überzeugt. Es verzaubert und zieht den Leser in eine ganz spezielle, ungewöhnliche Handlung, die zwar auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig und abseits der Norm ist, jedoch wirklich herrlich tiefsinnig und herzergreifend ist, sollte man sich auf dieses Buch richtig einlassen :-)


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