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Ein tolle Geschichte, mit der der Autor sich selber übertroffen hat

Bild von BeBubbly

Die ganze Rezension findet ihr hier: http://bubbly-books.blogspot.de/2012/12/rezension-asche-und-phonix-kai-m...

Meinung:
Wie von Herr Meyer nicht anders erwartet, war ich vom ersten Moment wortwörtlich im Geschehen. Denn der unglaublich tolle und an Ideen reiche Schreibstil konnte mich sofort fesseln und überzeugen.
Obwohl dies mein erstes Buch von Kai Meyer war oder gerade deshalb, hatte ich sehr hohe Ansprüche was den Schreibstil angeht, und dem wurde der Autor auf jeden Fall gerecht, denn in seinen Schreibstil fließen ziemlich viele tolle Ideen, Wortspiele, Metaphern und sonstige sprachliche Mittel und trotzdem ist und bleibt das Buch ein Jugendbuch.
Und auch seine Charakter, zumindest die meisten haben mir von Anhieb gefallen.
Ash war eine dieser Personen, denn sie hat etwas, von dem sich viele was abschneiden könnten. Denn ich fand, dass Ash eine ziemlich starke, selbstbewusste, intelligente Person war, die nur durch ihre Verschlossenheit so unscheinbar wurde. Eine bemerkenswerte Eigenschaft an ihr war auch die Leute zu durchschauen und so oft das Richtige zu sagen oder sich vor anderen Personen genau richtig zu verhalten, was heißt, sie weiß wann sie lieber die Klappe hält.
Eines der interessantesten Dinge, die man an ihr beobachten konnte, war wohl ihr Faible für ihre Polaroid-Kamera, die sich ständig bei sich trägt und dann macht sie die Fotos nicht einmal für sich selbst, sondern um sie an öffentlichen Plätzen aufzuhängen. Das ist ihre Art mit fremden zu kommunizieren und ich denke, dass hat perfekt zu der Ash gepasst, die Kai Meyer darstellen wollte.
Das komplette Gegenstück bildete Parker, der wohl schon immer das bekam was er sich wünschte, aber dessen Leben wohl kaum als perfekt bezeichnet werden könnte.
Denn schon sein "Bedürfnis" im Rampenlicht zu stehen, wirft die Frage auf, was mit dem Jungen nicht stimmt. Denn trotz seiner Begierde nach Aufmerksamkeit will er sich vor der Öffentlichkeit verdrücken und den Medien aus dem Weg gehen. Und auch wenn er nicht der arrogante unnahbare Star zu sein scheint, konnte ich ihn während des ganzen Buches nicht ganz ins Herz schließen, da mir eine Priese Charaktertiefe gefehlt hat, weder der perfekt Parker noch der echte Parker konnten mich vollends von sich überzeugen.
Aber auch viele Nebencharaktere waren genau herausgearbeitet, so wie Lucien, den ich sofort ins Herz geschlossen habe (Und nein, es liegt nicht am Namen), zunächst wirkt er tatsächlich wie ein verzogener und etwas eingebildeter Junge, der dann aber schnell sein wahres Gesicht zeigt und es so schwer macht ihn nicht zu mögen.
Aber man erhält auch einen Einblick in die grausameren Charakter, die oft eine tragende Rolle spielen, so dass man eine willkommen Abwechslung hat.
Abwechslung hat man auch im Handlungsverlauf, denn der Wechsel zwischen romantischen, ruhigen Szenen und aufbrausenden und actionreichen Szenen macht viel her.
Aber auch die ausführlichen und doch konkreten Beschreibungen verleihen dem Lesevergnügen das gewisse Etwas, dass einen an das Buch bindet, wobei die Kulisse, die Herr Meyer gewählt hat wohl nicht ganz unbeteiligt ist.
Das heißt, das Gesamtpaket stimt von vorne rein und ergibt ein komplettes Puzzle, wenn man sich auf die Geschichte einlässt. Nur das Ende hat mich ein wenig verwirrt, denn was ein endgültiges Ende auf den letzten Seiten scheint, wirft zum krönenden Abschluss doch die Frage auf, ob es nun ein konkretes Ende ist oder doch noch etwas auf Ash und Parker wartet.

Fazit:
Was mich zu Anfang wirklich neugierig gemacht hat, war der Titel des Buches und ich hätte nicht gedacht, dass er so viel Bedeutung hat. Denn der Titel bezieht sich indirekt auf die zwei Protagonisten, Ash und Parker alias Phoenix Hawnthorne. Ich hätte wirklich nicht erwartet, dass der Titel des Buches eine Anspielung auf die Protagonisten ist und so tief mit ihnen verbunden ist, aber diese Idee gefällt mir richtig gut.
Aber gerade diese Differenzen machen das Buch ziemlich interessant und verleiht ihm die besondere Abwechslung.
Außerdem ist auch die Anspielung darauf, dass Ruhm nicht immer das ist was es zu sein scheint ein wirklich willkommenes Thema für mich. Denn nur wenige Jugendbuchautoren verarbeiten dieses Thema und trotzdem kann ich sagen, dass ich keinen einzigen Prominenten um seinen Platz beneide, was Kai Meyer noch bestärkt hat.
Überraschenderweise muss ich aber sagen, dass ich etwas ganz anderes von dem Buch erwartet habe. Nachdem ich das Buch gesehen und gleich auf meine WuLi gepackt habe und sogar nachdem ich die Leseprobe gelesen habe, wusste ich nicht wirklich was auf mich zu kommt. Doch trotz anderer Vorstellungen kann man im Großen und Ganzen nicht enttäuscht werden. Nur dürft ihr trotz des dunklen Covers keine allzu düstere Geschichte erwarten. Denn für mich war das Buch statt düster eher geheimnisvoll und belebend, was vielleicht an den tollen Schauplätzen und der Liebesgeschichte lag.
Neben diesen Eindrücken und dem flüssigen und außergewöhnlich gutem Schreibstil, hat mich aber auch die Handlung überzeugen können und dadurch konnte ich über Parkers Charakter hinwegsehen und weiterhin das Buch genießen.
Und ich denke viele andere junge Leser, vor allem Kai Meyer-Fans, können ein paar tolle Lesestunden mit "Asche und Phönix" erleben. Auch Lesern, die nicht auf aktuelle Themen verzichten können oder gar gerne in die Realität ein Stück weit Fantasie einfließen lassen, könnte das Buch wirklich gefallen.


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