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Zwölf Wasser

Bild von Nazena

Vor hundert Jahren verloren die Welsen einen Krieg gegen die Allianz. Der größte Teil ihres Landes wurde verbrannt. Nur in der Stadt Goradt leben einige tausend Welsen, die mit ihrem berühmten Welsenstahl handeln und vollkommen von Pram und seinen Lebensmitteln abhängig sind.
In Goradt leben in einer Grotte auch die Undae, hohe Frauen, die mit dem Wasser kommunizieren. Eines Tages verkünden sie, dass "etwas vorgeht": da Wasser schweigt, die Quellen versiegen und mit jeder Quelle geht eine Eigenschaft der Menschlichkeit verloren. Drei Undae mit drei Begleitern machen sich auf den Weg, die Quellen zu retten und zu erkunden, warum sie versiegen. Ihnen schließen sich die unterschiedlichsten Gefährten an, wie der Hirte und Falkner Babu mit seinem riesigen Falken und der Dichter Wigo samt Dienern. Doch es müssen schmerzliche Verluste und große Opfer gebracht werden, bis die Quellen wieder fließen...
"Zwölf Wasser" ist ein klassisch-phantastisches Werk, für das man besonders zu Beginn einige Geduld mitbringen sollte. Der erste Teil behandelt Babus Leben bei seinem Hirtenstamm und macht den Einstieg aufgrund der Vielzahl von Namen und Gegebenheiten schwer. Der ganze Roman ist eher tiefsinnig. Es gibt wenige Actionszenen, aber die Charaktere werden immer wieder vor in jeder Hinsicht schwierige Fragen gestellt, sowohl körperlicher als auch moralischer Natur. Besonders zum Schluss hin bekommt das Buch einen philosophischen Einschlag.
Zwölf Wasser unterschieden sich sehr von der gängigen Fantasyliteratur. Besonders auffallend ist die Komplexität der Welt. Jedes einzelne Detail ist gut durchdacht, man hat die Vorstellung eines sehr fein gewebten Teppichs, bei dem man erst ganz zum Schluss, wenn alles an seinem Platz ist, den Wert des einzelnen Knotens und das gesamte Muster erkennen kann.
Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn es einige Längen gab. Man muss sich auf dieses Werk einlassen. Ich gebe 4 von 5 Sternen.


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