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Dark Love

Bild von Nazena

Nach einer Eiszeit und den aufgrund der Wanderungen ausgelösten Kriegen haben sich die Menschen in der Äquatornähe angesiedelt. Das neu entstandene Reich heißt Neuviktoria, die Menschen haben sich auf alte Werte wie Etikette und vornehmer Umgangsforen besonnen. Der Beitrag der Frauen beschränkt sich im große und ganzen darauf, hübsch auszusehen und viel männlichen Nachwuchs zu gebären.
Eine andere Gruppe, die Punks, sind gegen dieses formelle Leben und führen Krieg gegen Neuviktoria.
Nora Dearly, Tochter eines angesehenen Militärarztes, hat den Tod ihres Vaters immer noch nicht verwunden. Sie ist von der Kriegsführung fasziniert und ein Freigeist, sie will sich den strengen Bräuchen nicht komplett unterordnen. Ihre beste Freundin Pam erhält hingegen starken Druck von ihrer Familie.
Eines Tages spricht sie ein seltsam aussehender junger Mann auf der Straße an und fordert sie auf mitzugehen. Als Nora sich weigert, wird der Fremde handgreiflich, doch dann können ihn zwei Polizisten vertreiben. In der darauffolgenden Nacht wird Nora zuhause überfallen und verschleppt. Sie muss erkennen, dass viele Wahrheiten, die sie geglaubt hat, nicht wahr sind und dass die Welt vor einer schrecklichen Gefahr steht, die vollbringen könnte, was die Eiszeit nicht geschafft hat: der Untergang der Menschheit...

Seit einiger Zeit sind Zombies für einen Steampunk-Roman anscheinend obligatorisch. Auch hier wird einiges zusammengewürfelt: eine starre viktorianische Zeit, aber sehr viele Zukunftselemente wie Hologramme, Identitätschips und Supercomputer. Einige Zombies sind recht menschlich und haben ihre Denkfähigkeit behalten. Trotzdem werden sie nach kurzer Zeit verfallen.
Eine Liebesgeschichte zwischen einem jungen Mädchen und einem verwesenden Zombie? Schwer vorstellbar. Nora mag Bram und er ist von ihr fasziniert, aber Bram ist tot und wird bald "richtig" sterben. Trotzdem bauen die beiden eine Beziehung auf und das scheinen sogar alle gut zu finden. Das Frauenbild im Roman hat mich auch sehr gestört. Die allermeisten sind dumme Püppchen- und finden das sogar gut. Intelligent dürfen Frauen und Mädchen nur im Geheimen sein, wie in der dortigen Internetversion.
Die Handlung ist nicht sehr gradlinig. Man beleuchtet extrem viele unterschiedliche Perspektiven- Bram, Nora, Pam, ihr Vater und noch einige mehr, alle aus der Ich-Perspektive in kurzen Kapiteln geschildert. Durch den ständigen sprunghaften Wechsel ist es manchmal schwer der Handlung zu folgen. Die Geschichte ist ein wenig überfrachtet: die Autorin scheint unbedingt Elemente aus allen zur Zeit angesagten Genres einbauen zu wollen.
Die Geschichte an sich ist zwar interessant, aber man hätte sie anders angehen können. Ich gebe 3/ 5 Sternen.


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