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Starters

Bild von Nazena

Nach den Sporenkriegen ist Nordamerika verwüstet. Nur 2 Bevölkerungsgruppen haben dank Impfungen überlebt: die Starters (Teenager und Kinder) und die Enders (Senioren). Dank der Medizin ist auch ein Alter von 200 erreichbar, doch das ist für viele schwerreiche Enders nicht genug: in der Bodybank mieten sie sich Körper von Starters, um noch einmal jung sein zu können.
Callie ist eine minderjährige Waise und lebt mit ihrem jüngeren Bruder auf der Straße, ständig auf der Flucht vor den Marschalls, die sie in Arbeitsheime stecken. Obwohl sie der Body Bank zutiefst misstraut, willigt sie ein, da ihr Bruder krank ist und sie das Geld brauchen. Doch etwas geht schief: Callie erwacht in einer Disco, obwohl die Mieterin noch drei Wochen in ihr hätte bleiben sollen. Callie beginnt Nachforschungen anzustellen und entdeckt eine ungeheuerliche Verschwörung...

"Starters" ist ein sehr spannendes Buch, das ich in einem Rutsch durchgelesen habe. Es hat mich sofort eingesogen und lange nicht aus seinem Bann gelassen. Genau wie Callie war der Leser ahnungslos und obwohl man ein bisschen vorausahnen konnte (Callie war trotz allem recht naiv), fühlte man sich ihr nah, als sie die Wahrheit aufdeckte. Klar, die Zielgruppe des Romans entspricht Callies Alter.
In Starters wird eine Zukunftsvision geschildert, die im Generationenkrieg liegt. Auch wir haben schon ähnliche Probleme. Genug Leute beschweren sich über "die Jugend von heute", während die Jüngeren nicht das geringste Verständnis für ältere haben, die nun einmal nicht mehr so schnell können und verstehen. Aber auch der älteren Generation mangelt es an Toleranz: Kinder müssen Kinder bleiben können und können nicht wie Maschinen an- und abgestellt werden.
In Callies Welt haben die Enders das Zepter fest in der Hand und sind nicht gewillt, es je wieder loszulassen. Zwar sind nicht alle Enders steinreich und menschenverachtend, aber der Grundtenor ist trotzdem derselbe. Die Kinder könnten nicht auf sich selbst aufpassen und müssten zu ihrem eigenen besten in Heime, bzw. zum Arbeiten gezwungen werden.
An dieser Stelle wird die Zukunftsvision allerdings stark unrealistisch: es gibt mehr Enders als Starters, und seit den Kriegen wurden keine Kinder mehr geboren. Es weiß auch niemand, ob das so bleibt. Trotzdem werden die Kinder, die es noch gibt, misshandelt und teilweise umgebracht- obwohl sie das wertvollste Kapital sind, dass die Enders haben. Einsperren etc. kann ich noch nachvollziehen, aber nicht eine solche Vorgehensweise.
Ich hätte mir auch ein paar mehr Hintergründe über die Kriege und den Vorgang des Mietens gewünscht. Soweit ich das verstehe, wurde Callies Geist mithilfe eines Chips "abgeschaltet" und die Mieterin hat ihren Körper besetzt. Aber wo ist der "Geist" der Mieterin lokalisiert? Im Chip? Oder kann man sich das eher als so eine Art Funkverbindung vorstellen? Die Welt ist technisch extrem weit fortgeschritten (man denke nur an 200 bis sogar 250 Jahre alte Menschen). Trotzdem wird so umständlich gehandelt. Warum nicht einen Ender klonen? Dann haben sie den richtigen Körper, sogar ohne Wirtsgeist, und müssen auch keine Inkompabilitäten, Menschenrechtsverletzungen oder was weiß ich befürchten.
Insgesamt mochte ich den Roman allerdings. Callie war bis zu einem gewissen Grad eingesperrt, in ihrem Vertrag, im Leben der Mieterin, und später in ihren Geheimnissen. Man konnte ihre Klaustrophobie, ihre Angst und das Gefühl des Verlassen seins gut nachvollziehen. Für einen Jugendroman ist die Geschichte gut ausgearbeitet und es allemal wert, sich einige Stunden darin zu versenken. Auch wenn die mittlerweile standardmäßige Liebesgeschichte alles verkomplizieren muss, nimmt sie nicht das ganze Buch ein und passt in die Rahmenhandlung. Von mir also eine Leseempfehlung und 4,5/ 5 Sterne.

"Starters" ist ein sehr spannendes Buch, das ich in einem Rutsch durchgelesen habe. Es hat mich sofort eingesogen und lange nicht aus seinem Bann gelassen. Genau wie Callie war der Leser ahnungslos und obwohl man ein bisschen vorausahnen konnte (Callie war trotz allem recht naiv), fühlte man sich ihr nah, als sie die Wahrheit aufdeckte.
In Starters wird eine Zukunftsvision geschildert, die im Generationenkrieg liegt. In Callies Welt haben die Enders das Zepter fest in der Hand und sind nicht gewillt, es je wieder loszulassen.
Ich hätte mir ein paar mehr Hintergründe über die Kriege und den Vorgang des Mietens gewünscht. Insgesamt mochte ich den Roman allerdings. Für einen Jugendroman ist die Geschichte gut ausgearbeitet und es allemal wert, sich einige Stunden darin zu versenken.


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