style="display:block"
data-ad-client="ca-pub-7783397286425302"
data-ad-slot="3580846517"
data-ad-format="autorelaxed">

Johnson: Jägerin des Mondlichts

Bild von Nazena

Claire wird 16 und auf ihrer Party lernt sie endlich ihren Schwarm Matthew etwas besser kennen. Alles könnte perfekt sein, wenn sie nicht immer wieder diesen scheußlichen Juckreiz und Ausschlag bekommen würde. Dann weiht ihre Mutter sie in ein Familiengeheimnis ein: beide sind Werwölfinnen. Claire kann es nicht fassen, doch in der nächsten Vollmondnacht wird sie dem Rudel vorgestellt.
Claire hadert mit dem "Fluch", besonders als ihre Beziehung zu ihrer besten Freundin Emily und ihrem Schwarm Matthew dadurch gefährdet wird. Sein Vater ist ein berühmter Werwolfjäger und will sie "heilen", bringt sie aber eher damit um. Als eine Reihe von Menschen durch Werwölfe getötet werden, wird die Stadt spürbar nervös. Emily wird von ihren Eltern weggeschickt, niemand traut sich mehr nachts nach draußen und das Rudel gerät in immer größere Gefahr. Wer steckt hinter den Morden? Eine Abtrünnige- oder eine des Rudels? Wie kann Claire trotzdem mit Matthew zusammenbleiben- sie muss ihn doch von vorne bis hinten belügen...

Jägerin des Mondlichts spielt in einem typisch amerikanischen Vorstadtmilieu. Bei ihrer Sweet-Sixteen-Party wird Claire eingeweiht. Erst ist sie panisch, dann nimmt sie ihre Verwandlung schnell an. Wenn man bedenkt, dass die Werwölfe für sie lange "Monster" waren, fand ich den Wandel etwas unglaubhaft.
Matthew ist der perfekte Schwarm, aber sein Charakter ist so glatt, dass er fast nichtssagend war. Man konnte sein Verhalten in jedem Falle genau vorhersehen. Bei Claire sah es ähnlich aus. Alle Charaktere sind im Grunde sehr schablonenhaft und sind entweder gut oder böse, Zwischentöne gibt es nicht. Auch der Mörder hat kein wirkliches Motiv, sondern handelt eher aus Bosheit.
Der Spannungsbogen folgte ebenfalls den Erwartungen. Es gab an keiner Stelle Überraschungen, irgendwie hat man alles so erwartet und auch schon einige Male gelesen. Die Welt weiß über Werwölfe Bescheid, hat aber kein wirkliches Wissen. So sind zB alle Wölfe weiblich, die Menschen tippen aber eher auf Männer. Auch die Wölfinnen selbst haben keine Ahnung von ihrer Geschichte oder ihren Hintergründen, so wissen sie noch nicht einmal genau, warum männliche Föten abgetrieben werden. Das Buch schaffte es nicht mich zu überzeugen, da kein Funke übersprang. Claire ist nett, aber ihr Schicksal lässt den Leser ziemlich kalt. Ein freundliches Mädchen von nebenan, aber keine wirklich herausragende Person.
Der Roman war angenehm zu lesen, mehr aber auch nicht. Man konnte den Verlauf gut nachvollziehen und der Geschichte ohne Anstrengung folgen. Deshalb vergebe ich die goldene Mitte: 3 Sterne.


0