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Das verbotene Eden - David und Juna

Bild von Stephie89

Inhalt
Es ist nur etwas mehr als ein halbes Jahrhundert vergangen, aber dennoch hat sich die Welt vollkommen verändert. Durch einen Virus sind Männer und Frauen zu Feinden geworden und gehen völlig getrennte Wege. Die Frauen haben sich auf das Land zurückgezogen, während die Männer in den Städten geblieben sind - ein friedliches Zusammenleben gibt es nicht mehr.

Als die Kriegerin Juna ausgesandt wird, um einen der Männer gefangen zu nehmen, trifft sie auf David. Beide erkennen, dass der jeweils andere nicht ‚böse' ist, wie es ihnen über das andere Geschlecht immer weiß gemacht wurde, und kommen sich langsam näher. Schließlich verlieben sie sich sogar ineinander. Doch hat die Liebe zwischen Mann und Frau in einer solchen Welt überhaupt eine Zukunft?

Meine Meinung
Das verbotene Eden ist ein wirklich tolles Jugendbuch, das den Leser von Anfang an zu fesseln vermag. Die Welt, die Thomas Thiemeyer erschaffen hat, ist erschreckend und aufregend zugleich. Die Geschichte, insbesondere die strikte Trennung der Geschlechter, ist wirklich einzigartig und interessant, sodass man stets mehr darüber erfahren möchte und zum Weiterlesen animiert wird. Langeweile kommt also nie auf.

Der Schreibstil des Autors lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Die wechselnde Perspektive zwischen Männern, hauptsächlich David, und Frauen, meistens Juna, ist abwechslungsreich und ermöglicht einen Einblick in beide Geschlechter und ihre Gedanken. Es gelingt dem Autor kontinuierlich Spannung aufzubauen, wodurch man das Buch zum Ende hin kaum noch aus der Hand legen mag.

Besonders gelungen sind auch die einzelnen Charaktere, allen voran natürlich David und Juna. Dadurch, dass jeder von ihnen Teile der Geschichte erzählt, kann man sie besser kennen lernen und verstehen.
Aber nicht nur die Protagonisten sind gut ausgearbeitet, sondern auch die Nebenfiguren, wie z.B. der manipulative Inquisitor, der es manchmal sogar schafft, durch sein Verhalten richtige Aggressionen beim Leser hervorzurufen.

Interessant ist an der Geschichte natürlich auch die Rollenverteilung. Da Männer und Frauen sich hassen und eigentlich nichts miteinander zu tun haben wollen, gibt es zwischen ihnen auch keine (Liebes-)Beziehungen mehr. Der Mensch ist und bleibt aber immer noch ein Wesen, dass sich nach Zweisamkeit sehnt, daher ist die gleichgeschlechtliche Liebe in der Welt von Thomas Thiemeyer etwas völlig Normales und das Gegenteil, also eine Beziehung zwischen Mann und Frau, sogar verboten.
Dementsprechend überraschend ist es auch für die beiden Protagonisten David und Juna, dass sie Gefühle füreinander entwickeln, obwohl sie selbst gleichgeschlechtliche Partner haben. Die Beziehung zwischen ihnen entwickelt sich aber leider etwas zu schnell und plötzlich, wenn man bedenkt, dass beide das andere Geschlecht hassen sollten und sich ja gerade erst kennen gelernt haben.

Fazit
Insgesamt ist "Das verbotene Eden" ein gelungener und außergewöhnlicher Trilogieauftakt, der mit neuen Ideen und einer spannenden Handlung überzeugen kann. Die Geschichte unterscheidet sich stark von anderen Jugendbüchern und bietet damit eine willkommene Abwechslung. Mal sehen, was der Autor sich für den nächsten Band noch alles so einfallen lässt.


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