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Buch des Monats 12/12: Akif Pirinçci - Felidae

Bild von Shivari

Klappentext:
Francis, der samtpfotige Klugscheißer, ist neu im Revier. Als er bei seinem ersten Erkundungsspaziergang auf einen grausam zugerichteten toten Artgenossen stößt, ist ihm klar, dass hier sein Intelligenzquotient gefordert ist. So rollt sich vor dem Leser mit katzenartiger Geschwindigkeit eine Geschichte von atemberaubender Spannung auf: eine Geschichte von serienmäßigen Morden und religiösen Sekten, von Computern und rolligen Katzen, von Wahnideen und Omnipotenzphantasien…

Der Autor:
Akif Pirinçci, Jahrgang 1959, legte bereits mit zwanzig seinen ersten Roman vor: „Tränen sind immer das Ende“. Mit dem Bestseller „Felidae“ gelang ihm der große Durchbruch. Das Buch wurde als bester deutscher Kriminalroman ausgezeichnet, wurde sogar bereits verfilmt. Er lebt heute als freier Autor in Bonn.

Stil:
Was sich zuerst wie ein harmloses Kinderbuch anhört, entwickelt sich mit zunehmender Seitenzahl zu einem spannenden Krimi, der teilweise nichts für schwache Nerven ist.
Francis ist ein kluger Kater, das merkt man vor allen Dingen an seiner Denkweise, die Logik, Theorie und Realismus voraussetzt. Aus der ersten Person geschrieben, eröffnet sich einem also die Welt, wie sie eine Katze sieht, gepaart mit schrecklichen Ereignissen, die den Gräueltaten von Menschen in keinster Weise nachstehen.
Es handelt sich hierbei um eine echte Kriminalgeschichte, mit einem hartnäckigen Detektiv und viel Gewalt, Brutalität, Sex (jaah: Sex!!) und Fanatismus.

Meine Meinung:

Das Buch ist … interessant. Und das sage ich nicht nur so. Normalerweise sind Krimis ja nicht mein Ding, aber ein Katzenkrimi? Das weckte meine Neugier.
Und bereits nach wenigen Seiten hatte mich der Roman vollkommen in seinen Bann gezogen. Es gibt zwar teilweise etwas langatmige Passagen, die sich aber am Ende des Buches wie kleine Puzzle-Stückchen zusammenfügen und für Erleuchtung sorgen.
Der Krimi ist gut. Das merkt man vor allen Dingen daran, dass man während der Lektüre mit Francis mitdenkt: Verdammt, wer ist denn jetzt der Mörder? Was hat das alles zu bedeuten? Und was ist das Motiv?
Man will unbedingt wissen, wer’s gewesen ist, und man kommt sich an keiner Stelle zu doof (angesichts Francis‘ Klugheit) oder zu überfordert mit den neu gewonnenen Informationen vor. Man rätselt mit, denkt nach, lässt die Spürnase raushängen. Dass alles aus Sicht einer Katze geschrieben ist, ist kein Nachteil, eher weniger: Es macht die Sache speziell. Damit sticht das Buch aus der Masse heraus.
Erst als das Buch zuende war, habe ich gemerkt, wie sehr ich mich da rein gesteigert hatte. Ich fühlte mich wirklich wie ein Detektiv auf Spurensuche, und jetzt sehe ich die kleinen Stubentiger mit einem anderen Blick.
Vielleicht werdet ihr das auch, wenn ihr Felidae gelesen habt, denn das Buch ist einsame spitze. Es regt zum Nachdenken an (in vielerlei Hinsicht) und zeigt, dass auch ohne die typischen Klischees ein Krimi ganz vorne auf der Bestsellerliste stehen kann.
Und obwohl (oder gerade weil) das Buch schon etwas älter ist, gehört es nach wie vor zu den Klassikern der deutschen Kriminalgeschichten.

Sonstige Angaben zum Buch:
Name: Felidae
Autor: Akif Pirinçci
Seitenzahl: 287
ISBN: 3-442-44464-0

Ach ja, wie ich bereits oben erwähnt habe, wurde das Buch verfilmt. Zwar als Zeichentrick, was die Illusion einer Kindergeschichte aufrecht erhält, aber wir, liebe Freunde, wissen es besser. Der Film sollte eigentlich FSK 16 sein, aber ich glaube, er bekam FSK 12.


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