Ausgabe 9 (20.09.08): Isabella Indiskretiona bekämpft Obdachlosigkeit

WILD-REDAKTION AUS DER SOMMERPAUSE ZURÜCK
WILD-Zeitung, 20.09.08
JUGEND VON ZUNEHMENDER OBDACHLOSIGKEIT BEDROHT
ii Immer wieder gelingt es gerissenen Geschäftsleuten und Firmen mit geschickter Werbung unschuldige und unerfahrene Jugendliche in ihre Gewalt zu bringen. Einen besonders Besorgniserregenden Fall deckte eine unserer Reporterinnen für die Leser der WILD-Zeitung auf.
Jetzt kostenlos obdachlos werden!
Wie schon durch zahlreiche Studien belegt wurde, ist die Lesekompetenz deutscher Schüler kontinuierlich zurückgegangen. Aus diesem Grund ist es auch nicht mehr verwunderlich, dass ein Großteil der Jugendlichen, die mit diesem Slogan konfrontiert werden, die wahre Bedeutung diese Worte nicht erkennen können. Fasziniert von „kostenlos“ dringt der Rest des Satzes nicht mehr zu ihnen durch.
Auf dieser Weise gelang es den gerissenen Betreibern des „Pennergames“ schon zahlreiche Minderjährige in ihren Bann zu ziehen. Die Schulen Deutschlands verkommen zur Obdachlosenzone!
Einmal registriert, zwingen die Macher der Seite ihre „Penner“ auf sämtlichen Internetseiten und öffentlichen Plätzen zu betteln und illegalen Unternehmungen nachzugehen: Glücksspiele, Waffen für Straßenkämpfe, Ausrauben von Automaten und andere Straftaten werden den begeisterten Jugendlichen versprochen.
Aus Statistiken geht hervor, dass sich die meisten der „Penner“ bald zu Alkoholikern entwickeln, die ihr hart „erschnorrtes“ Geld überwiegend für Bier und Wodka ausgeben, Lebensmittel (überwiegend Fastfood, das zusätzlich zum Leben auf der Straße weitere Gesundheitsrisiken birgt) rangieren deutlich weiter hinten.
In einem Interview mit unserer Mitarbeiterin betonten die Betreiber zur Bildung der „Penner“ beizutragen. Es bestände die Möglichkeit Lesen, Schreiben oder Instrumente zu lernen um das Einkommen durch betteln zu erhöhen. Allerdings bleibt der pädagogische Effekt von Übungssätzen wie „Bier leer“ oder „bin verschuldet“ unserer Redaktion verborgen.
Sollten Sie also einen Penner auf der Straße sitzen sehen, schauen Sie nicht weg! Warnen Sie ihn vor den vielfältigen Gefahren von Waffen, Trickbetrug, Alkohol und Fastfood! Wenn wir unsere Kinder heute nicht vor der Obdachlosigkeit schützen, werden viele Häuser in zehn Jahren leer stehen!
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