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Moonwalk

Bild von Möp

In "Moonwalk" spricht Michael Jackson ganz offen und ehrlich über sein Leben: Er beginnt damit, sein familiäres Leben zu beschreiben, wie ihm seine Mutter immer Halt gegeben hat und wie sein Vater aus ihm und seinen Brüdern Stars machen wollte. Er probte täglich mehrere Stunden mit ihnen und trimmte sie auf Talentwettbewerbe. Mit gerade mal fünf Jahren trat Michael zum ersten Mal mit den "Jackson five" auf. Er beschreibt wie glücklich er über seinen Erfolg war, betont immer wieder wie sehr er die Musik liebte, doch er lässt auch die Schattenseiten nicht aus: Während andere Kinder draußen spielten, waren er und seine Brüder im Proberaum und übten für den nächsten Auftritt oder ein paar Jahre später nahmen sie zusätzlich auch noch Songs im Tonstudio auf. Seine Kindheit hat er nicht gehabt, doch er hat die Musik geliebt. Das betont er immer wieder. In seinem Buch beschreibt Michael Jackson ganz ausführlich die Arbeit an dem erfolgreichsten Album aller Zeiten "Thriller". Er beschreibt wie das Album noch ein zweites Mal aufgenommen werden musste, da er ein unverbesserlicher Perfektionist war und unter Zeitdruck nicht arbeiten konnte. Man kann miterleben, wie ihm die Tanzschritte zu "Billie Jea" eingefallen sind, wie der Moonwalk enstanden ist: nämlich einfach so abends in der Garage, weil er für den nächsten Auftritt dazu noch keine Performence hatte; Er wurde mit dem Moonwalk so berühmt, dass jetzt seine Autobiographie diesen Titel trägt. Er nimmt in diesem Buch ganz klar Stellung zu Pressevorwürfen und Drogen, die viele ihm bekannte Kinderstars zerstört haben. Michael Jackson schreibt offen und ehrlich über das Leben eines Stars, darüber dass man immer denkt "Der ist ein Star, der hat alles und ist glücklich". Er schreibt, dass Erfolg zwangsläufig zu Einsamkeit führt, dass er sich damit abfinden musste und dass es für ihn unerträglich war.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, da es einem den Menschen hinter dem Star offenbart. Ich konnte mich danach viel mehr in ihn hineinversetzen und sehr gut verstehen, dass erfolgreiche Stars eigentlich alles sind - nur nicht glücklich. Nachdem ich diese Buch gelesen habe, habe ich Michael Jacksons Musik ganz anders wahrgenommen, ich hatte auf einmal das Gefühl sie zu verstehen. Aber dieses Buch bringt es auch mit sich, dass man anfängt nachzudenken. "Da ist ein Mensch, der hat sich für die Musik aufgeopfert". "Wäre er nicht glücklicher gewesen hätte man sein Talent nie entdeckt?" "Moonwalk" wirkt diese Gedanken auf und ist daher ein sehr lesenswertes Buch, da es einen nicht mehr loslässt, ob man nun Fan ist oder nicht. Ich kann es allen weiterempfehlen, die davon träumen berühmt zu werden und nicht wissen, wie traurig das enden kann.Aber eigentlich können es alle lesen, weil es einem die Augen öffnet für das, was sich hinter einer Pop-Legende verbirgt.


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