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Hinter deiner Tür

Bild von Solifera

Lena, bald 33 Jahre, arbeitet nach abgebrochenem Studium in einer Fabrik. Kein Traumjob, aber sie ist dankbar, dass sie Arbeit hat. Ihre Mutter hat den Vater verlassen, der seitdem nur noch vor sich hinvegetiert und scheinbar ein Alkoholproblem hat. Lena hält zu ihrem Vater und versucht ihn immer wieder aufzubauen, doch verliert langsam die Geduld.
Doch auch Lena hat es nicht leicht. Sie leidet seit Kindheit/Schule unter ihrer zu geringen Oberweite und hält Zwiegespräche mit ihrem Alter Ego, das sie als "Bohnenstange" heruntermacht. Von ihrem Freund, dem Modefotografen Jan, wird sie im Parisurlaub abgesägt, um wenig später durch ein Modelpüppchen ersetzt zu werden. Und von Freundin Tina wird sie auch mehr oder weniger nur als Babysitter für deren Kinder missbraucht.
Viele Bindungen und Freundschaften scheint sie nicht zu haben, das ändert sich, als sie Thilo beim Yoga kennen lernt und später in eine Selbsthilfegruppe eintritt.
Thilo, alleinerziehender 31-jähirger Vater, der scheinbar einen Kontrollzwang hat. Aber er scheint ein ganz netter zu sein und verguckt sich in Lena.
Dann gibt es noch Anna, von der man nicht viel erfährt, außer dass die als Lara Croft durch die Datingbörsen geistert, immer auf der Suche nach dem nächsten Typen und einer schnellen Nummer? Vielleicht versucht sie ja irgendetwas zu kompensieren?

Das Buch (lbisher nur in elektronischer Form, mittlerweile auch als Taschenbuch erhältlich) beginnt scheinbar harmlos mit Jan und Lenas Flug nach Paris und entwickelt im Laufe kriminalistische Elemente, schon fast an der Grenze zum Psychothriller, wenn es darum geht, was hinter der bildlichen Tür steckt, was für ein dunkles Geheimnis Lenas Familie hütet, was sie nicht schlafen lässt. Und dieses Buch lässt den Leser im wahrsten Sinne des Wortes nicht schlafen, so lange es nicht nicht ausgelesen ist, so voller Hochspannung ist es.

Mit viel Feingespür für die Abgründe und Tiefen der menschlichen Seele hat die Autorin hier ein einmaliges genreübergreifendes Buch geschaffen, dass seinesgleichen sucht. Wer es verpasst ist selbst schuld. Ich hab jede einzelne Seite genossen und kann es nur empfehlen. Selten hat mich ein Buch durchgehend bis zu letzten Seite so gefesselt!


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