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Vladimir Tod hat Blut geleckt

Bild von Stephie89

Inhalt
Vladimir Tod hat es nicht leicht. Er muss sich nicht nur mit den normalen alltäglichen Problemen eines High School Schülers, wie z.B. die Noten oder die Schikanen durch andere Mitschüler, auseinander setzen, sondern auch sein wahres Wesen vor allen anderen verbergen, denn Vladimir ist ein (Halb)Vampir. Nur seine Tante Nelly, bei der er auch lebt seit seine Eltern vor drei Jahren auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen sind, was ihn sehr mitgenommen hat, und sein bester Freund Henry wissen, was Vlad wirklich ist.

Das Leben als Halbvampir ist alles andere als einfach. Vladimir muss sich regelmäßig mit Sunblocker eincremen um seine Haut vor den gefährlichen Sonnenstrahlen zu schützen, muss seine Eckzähne verbergen, die wachsen wenn er sich aufregt oder Hunger hat, muss sein Schulessen mit Blutkapsel präparieren und darf auf keinen Fall mit Knoblauch in Berührung kommen. Durch seine blasse Haut und seine stets schwarze Kleidung wird er außerdem ständig zum Opfer der dummen Sprüche von Tom und Bill, die anscheinend nichts lieber tun als Vlad zu demütigen.

Als wäre das nicht alles schon schlimm genug, wird Vladimirs Klassenlehrer Mr. Craig, der jedoch weit mehr als nur ein Lehrer für ihn war, plötzlich vermisst. Um ihn während seiner Abwesenheit zu vertreten, kommt ein neuer Lehrer an seine Schule: Mr. Otis. Dieser ist nicht nur optisch ein komischer Kauz, sondern scheint noch etwas anderes im Schilde zu führen und weit mehr über Vladimir zu wissen als dem lieb ist …

Kritik
Der erste Band der insgesamt 5-teiligen Serie um den Halbvampir Vladimir Tod ist zwar ziemlich kurz geraten, aber dennoch sehr gut gelungen. Auch Heather Brewer hat ihre ganz eigene Art von Vampiren kreiert und vor allem einen Protagonisten geschaffen, der sich von den zur Zeit so beliebten und verbreiteten Vampir-Schönlingen unterscheidet.

Vlad ist zwar auch nicht von der gefährlichen Sorte, aber auch nicht der Göttergleiche, dem alle Frauen zu Füßen liegen – ganz im Gegenteil! Er ist sehr schüchtern und ein totaler Außenseiter. Von einigen männlichen Mitschülern wird er schikaniert und als Grufti bezeichnet, die meisten Mädchen schauen ihn nicht einmal an.
Doch einen Freund hat Vladimir: Henry. Er ist, im Gegensatz zu Vlad, sowohl bei den anderen Jungs als auch den Mädchen sehr beliebt, hält aber trotzdem stets zu seinem besten Freund, auch wenn sie nicht immer einer Meinung sind, und akzeptiert Vladimir so, wie er ist.

Die einzige andere Bezugsperson in Vlads Leben ist seine Tante Nelly, mit der er aber eigentlich gar nicht richtig verwandt ist, denn es handelt sich dabei nur um die beste Freundin seiner Mutter. Er war jedoch von klein auf häufig mit ihr zusammen und nach dem überraschenden Tod seiner Eltern ist sie alles, was Vlad neben Henry noch an Familie hat.
Nelly ist sehr nett, liebenswürdig und kümmert sich um Vladimir so gut sie nur kann. Unabhängig von seinem Wesen als Halbvampir will sie ihm unbedingt ein ganz normales Leben ermöglichen. Leider ist sie aber auch sehr naiv und zu gutgläubig, was einen an einigen Stellen leicht nerven kann, wenn sie ihren Ziehsohn deswegen nicht richtig ernst nimmt.

Im ersten Teil der Pentalogie entdeckt Vladimir langsam, dass er wohl doch nicht der einzige (Halb)Vampir auf der Welt ist und dass es einiges gibt, was Nelly und seine Eltern ihm verschwiegen haben. Als er schließlich das Tagebuch seines Vaters entdeckt, erfährt er mehr über Vampire und den Ort, von dem sie stammen: Elysia. Das Tagebuch, in das man zwar nur kurze, dafür aber sehr interessante und tolle Einblicke erhält, wirft aber auch ein paar neue Fragen auf, die es in den folgenden Bänden noch zu klären bedarf und die mit Sicherheit noch sehr interessant werden.

Während Vladimir zu Beginn der Handlung noch keine Ahnung davon hat, dass das Verschwinden seines Lieblingslehrers etwas mit ihm zu tun hat, wird man als Leser schon im ersten Kapitel mit der Nase darauf gestoßen. Das mindert die Spannung allerdings nicht, weil man sich deswegen von Anfang an fragt, wer da hinter Vladimir her ist und warum.

Der Vertretungslehrer Mr. Otis gibt dem Leser ebenfalls einige Rätsel auf. Was weiß er wirklich über Vladimir? Was hat er mit all den Geschehnissen zu tun? Ist er nun gut oder doch böse? Jedes Mal, wenn man sich dann eine Meinung über ihn gebildet hat, wird diese kurz darauf wieder völlig umgekehrt, sodass man bis zum Schluss gar nicht mehr weiß, was man glauben und wem man trauen kann.

Zum Ende wird es dann noch einmal richtig spannend, sodass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Ein paar Fragen werden beantwortet, andere bleiben offen und bieten somit den Stoff für die folgenden Bände, auf die man nun gespannt wartet.

Der Schreibstil von Heather Brewer ist sehr humorvoll und lässt sich leicht und flüssig lesen. Die meisten Kapitel sind aus der Sicht von Vladimir geschildert, wodurch man ihn sehr gut verstehen und sich gut in ihn hinein versetzen kann. Vor allem sein Sarkasmus bringt einen oftmals zum Schmunzeln oder sogar zum laut Auflachen.
Daneben gibt es aber auch Kapitel aus der Sicht von Vladimirs Verfolger, die einen stets daran erinnern, dass irgendwo in der Nähe eine Gefahr auf ihn lauert und so zum weiter lesen animiert.

Fazit
Vladimir Tod hat Blut geleckt ist ein wirklich gelungener und witziger Serienauftakt mit tollen, neuen Ideen, dessen Fortsetzung man auf jeden Fall auch zur Hand nehmen wird um mehr über Vladimir und sein außergewöhnliches Leben zu erfahren.


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