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Das Tal #3 - Der Sturm

Bild von Stephie89

Inhalt
Der Remembrance Day, der Tag, der Toden zu gedenken, beschert den Schülern des Grace Colleges vier freie Tage, die sie außerhalb des Tals verbringen können. Chris hat sein gesamtes Geld gespart damit er diese vier Tage mit Julia allein zusammen in einem Hotel verbringen kann und kann es kaum noch erwarten endlich von da wegzukommen. Doch ein gefährlicher Sturm zieht auf und während alle anderen Schüler und Lehrer das Tal schon längst verlassen haben, warten Chris und Julia sowie Ben und Rose immer noch auf Debbie, mit der sie sich den Leihwagen und damit auch die Kosten dafür teilen.

Der Sturm wird immer schlimmer und als Debbie endlich erscheint und die Gruppe sich auf den Weg machen kann, schneit es schon sehr heftig. Als sie den Pass überwunden haben und die Straße plötzlich stiel bergab geht, verliert Chris die Kontrolle über den Wagen und die Fünf haben einen Autounfall. Es überleben zwar alle, aber Debbies Kopfverletzung scheint schlimmer zu sein, als sie aussieht, denn sie murmelt wirres Zeug und ist geistig nicht mehr richtig anwesend.

Da der Wagen nicht mehr fahrtüchtig ist, müssen sich die Mitschüler zu Fuß zurück auf den Weg ins Tal machen, während die Temperaturen sinken und der Sturm immer heftiger wütet. Doch was im verlassenen College auf sie lauert ist noch weit beunruhigender als die eisige Kälte und die gewaltige Kraft des Sturms …

Kritik
Im dritten Teil der Tal-Serie von Krystyna Kuhn geht es gewohnt spannend weiter und die Autorin schafft es sogar sich noch einmal zu steigern, sodass dieser Band noch mehr überzeugen kann als seine beiden Vorgänger.

Durch den Sturm und seine Folgen sinkt die Zahl der Hauptfiguren und es dreht sich alles um die fünf Schüler, die im College zurück bleiben müssen: Chris, Julia, Benjamin, Rose und Debbie. Die anderen drei Hauptcharaktere, Katie, David und Julias Bruder Robert, treten dieses Mal fast gar nicht auf, da sie lange vor den anderen aufgebrochen und es daher noch rechtzeitig aus dem Tal geschafft haben. Sie tauchen nur zu Beginn und am Ende der Handlung kurz auf.

Die Handlung selbst erstreckt sich auf nur wenige Stunden, nämlich die Zeit, in der die fünf Schüler auf Grund des Sturms und der daraus resultierenden Sperrung der Straße nach Fields, der einzigen Straße, die aus dem Tal hinaus führt, von der Außenwelt abgeschnitten sind.

Da keiner der beiden Sicherheitsmänner, die während der freien Tage für das College verantwortlich sind, auf das Klingeln und Klopfen der Schüler reagiert, müssen sie zunächst versuchen irgendeinen Weg in das Gebäude zu finden, das wie ein Hochsicherheitstrakt verriegelt ist, wenn sie nicht erfrieren wollen. Das allein stellt schon eine große und nicht ganz ungefährliche Herausforderung dar.

Doch damit ist es noch lange nicht getan, denn es stellt sich heraus, dass die eigentlichen Gefahren im Gebäude selbst lauern. Einer der Sicherheitsmänner verschwindet spurlos, ein grausiges Jaulen hallt durch die Gänge und im Kinosaal stoßen sie auf eine DVD mit einem Film über eben jene Studenten, die damals in den Bergen auf mysteriöse Weise verschwanden.

Außerdem verhält sich Debbie seit dem Unfall überaus merkwürdig. Sie meint, jemand hätte es auf sie abgesehen und wolle sie umbringen. Zunächst denken die anderen, sie hätte eine Gehirnerschütterung erlitten und würde einfach nur fantasieren. Aber schon bald müssen sie feststellen, dass wirklich etwas Seltsames im College vor sich geht und jemand ein perfides Spiel mit ihnen treibt. Aber wer? Und vor allem, warum?

Der dritte Band der Reihe ist somit noch fesselnder als die ersten beiden. Von Seite zu Seite wird die Spannung gesteigert und man kann das Buch kaum noch aus der Hand legen. Je mehr die Schüler herausfinden, desto weniger können sie sich einen Reim darauf machen und man wartet gebannt darauf zu erfahren, was es mit diesen Mysterien auf sich hat und wer hinter alle dem steckt.

Auch das Ende ist Krystyna Kuhn sehr gut gelungen. Ein paar Fragen werden aufgeklärt, sodass man endlich etwas mehr über bestimmte Zusammenhänge erfährt, aber es werden auch viele neue aufgeworfen, die einen den nächsten Band gespannt erwarten lassen.

Geschildert wird das Geschehen in diesem Teil hauptsächlich aus den Perspektiven von Chris und Debbie. Dadurch hat man einen guten Überblick über die einzelnen Szenen und die Wechsel zwischen den Blickwinkeln sorgen dafür, dass die Handlung niemals ins Stocken gerät.

Ferner kann man durch die Perspektivwechsel von Band zu Band immer wieder andere, weitere Charaktere besser kennen lernen, was wirklich interessant ist. Man erhält hier zum ersten Mal einen Einblick in die Gedanken sowie Gefühle von Debbie und Chris.

Debbie ist wesentlich verrückter, als man bisher vermutet hat und alles andere als sympathisch. Sie ist hinterhältig, feige, spioniert ihre Mitschüler rigoros aus und denkt immer nur an sich selbst.

Chris dagegen kommt etwas besser weg, auch wenn er ebenfalls nicht unbedingt ein Sympathieträger ist. Man erfährt viel über seine Vergangenheit sowie seine Motive. Außerdem lernt man den wahren Grund dafür kennen, warum er ins Tal gekommen ist. Denn wie wir bereits aus den vorherigen Teilen wissen, ist niemand grundlos am Grace und das gilt auch für Chris, der mehr über die Vergangenheit des Internats zu wissen scheint als die restlichen Schüler. Außerdem lernt man auch seinen Charakter etwas besser kennen, wie er über die anderen denkt und wie er wirklich für Julia empfindet, was ihn zumindest ein bisschen sympathischer macht.

Die Sprache ist wieder genauso jugendlich wie in den anderen Bänden. Gewisse Ausdrücke kommen daher auch öfter vor, sind aber den Situationen, in denen die Schüler sich befinden, angemessen.

Der Band ist wieder in sich abgeschlossen. Der Sturm ist vorüber und man weiß am Schluss auch, wer hinter dem perfiden Spiel gesteckt und was dieser Jemand damit bezweckt hat. Dennoch sind natürlich bei Weitem noch nicht alle Fragen geklärt und es gibt noch etliche Geheimnisse, die genug Stoff für den letzten Band der ersten Season und sicher auch noch für die zweite bieten. Des Weiteren lässt es sich die Autorin auch in diesem Teil nicht nehmen doch noch so eine Art Cliffhanger in die letzten Sätze einzubauen.

Fazit
Der dritte Teil der mysteriösen Serie von Krystyna Kuhn ist noch fesselnder als seine Vorgänger. Die Spannung wird von Kapitel zu Kapitel, von Seite zu Seite gesteigert, sodass man das Buch ab einem gewissen Punkt nicht mehr aus der Hand legen kann.

Einige Fragen werden beantwortet und ein paar Geheimnisse werden gelüftet. Es gibt aber trotzdem noch genug Mysterien aufzuklären und man ist nach diesem Band noch begieriger zu erfahren, was es mit den verschollenen Stundenten von damals auf sich hatte und was die acht Hauptcharaktere damit zu tun haben. Von manchen weiß man es inzwischen schon oder hat zumindest einen Verdacht, bei anderen tappt man noch völlig im Dunkeln. Umso mehr möchte man schon bald den nächsten Teil verschlingen. Denn eins ist klar: Es bleibt definitiv spannend im Tal!


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