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Die Bibel nach Biff

Bild von Ronaldog

Die Bibel nach Biff ~ Christopher Moore

Inhalt:
In den vier Evangelien wurde viel weggelassen. Was ist mit Jesus ganzer Kindheit?
Diese Frage wird beantwortet von seinem besten Freund Levi bar Alphaeus genannt Biff.
Unter der strengen Aufsicht von Raziel, der es sich währenddessen vor dem Fernseher gemütlich macht, schreibt Biff die wahre Geschichte um Christus auf.
Er erzählt, dass Jesus, hier Josua, was die griechische Übersetzung des hebräischen Jeshua ist, nicht immer der unschuldige und fromme Messias war, von dem uns erzählt wird.
Biff selbst hat es Faust dick hinter den Ohren, doch ist er immer für seinen Freund da. Er versucht ihn sogar über das Phänomen Frauen aufzuklären, denn denen darf sich auf keinen Fall nähern.
Josua und Biff verbringen einen großen Teil ihres Lebens bei den drei Weisen aus dem Morgenland, wo Josua eine Menge lernt, was ihm später als Messias hilfreich sein wird, Biff sich aber meist durchschummelt, denn er will seinen Freund auf keinen Fall alleine lassen.
Auch erzählt er, wie sie die Apostel und Jünger Josuas fanden und sie ihren Glauben festigten.
Dabei wird Josua als recht lockerer Typ beschrieben, dem sein Vater allerdings über alles geht.
Viele bekannte und typische Bibelgeschichten werden aufgenommen und in einer witzigen Art wiedergegeben, aber keinesfalls verhöhnt.

Meinung:
Moore wagte sich an ein großes Projekt heran, das er erfolgreich meisterte. Seine Art die Geschichte um die beiden Freunde zu erzählen ist unvergleichlich witzig.
Man hat alle paar Minuten etwas zu lachen oder zu schmunzeln.
Die Bibelgeschichten, die hier aufgenommen werden, erzählt er etwas anders, als sie in der wahren Bibel stehen (z.B. Das Abendmahl). Trotz allem findet man viel von den richtigen Geschichten wieder und ich finde es erstaunlich, wie die Anwesenheit dieses erfundenen Charakters Biff die Situation auflockert und ihr etwas besonderes verleiht.
Man sucht vergeblich nach allzu ernsten Stellen und seine gesamte Vorstellung von Jesu wird in seinen Grundfesten erschüttert. Allerdings verhöhnt sein Buch keineswegs den Glauben, im Gegenteil, ich finde für jemanden wie mich, der selten in die Kirche geht, gibt es in dieser Lektüre viel zu erfahren.
Auch Moores Idee mit den Reisen zu Kaspar, Melchior und Balthasar sind einfach nur genial und bringen einen oft zum Lachen.
Im Großen und Ganzen kann ich das Buch nur weiterempfehlen. Es ist eine großartige Comedy-Lektüre, die wohl den Humor von jeden mehr oder weniger trifft.
Eine gewisse Spur von Perversität liegt schon in der Geschichte, doch es passt einfach gut. Wer allerdings mit solchem Humor gar nicht klar kommt sollte das Buch besser nicht in die Hand nehmen.
Auf jeden Fall ist es eins der besten Bücher, die ich je gelesen haben.

Zum Autor:
Christopher Moore ist ehemaliger Journalist und lebt heute in San Francisco, Karlifornien und Kauai, Hawaii.
Er wurde 1957 in Toledo, Ohio geboren und ist hauptberuflich Schriftsteller.
Seine Werke haben internationalen Erfolg.
Außerdem ist er mein persönlicher Lieblingsautor. ;)


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