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Wassermanns Zorn

Bild von Janama

Der Thriller „Wassermanns Zorn“ vom deutschen Autor Andreas Winkelmann ist ein überzeugend spannender und packender Roman, der mich mit einem fesselnden Schreibfluss gehörig in Atem hielt und mich mit einigen gut gelegten Fährten geradezu auf die falsche Spur brachte. Nur um dann festzustellen dass ich gehörig auf dem Holzweg lag^^
Obwohl das Ende an sich geschlossen, jedoch offen in der Interpretation ist , finde ich dies sehr gut gemacht, und es beinhaltet dadurch ein Fortsetzungspotenzial. Also ich würde eine etwaige Fortsetzung sehr gerne lesen:-)
Auch die verschiedenen Erzählperspektiven der einzelnen Charaktere trugen dazu bei, dass die Seiten wie im Flug vergingen.
Der Autor hat wirklich sehr interessante Protagonisten entworfen, die alle sehr unterschiedlich sind und jeder den ein oder anderen erlebten Schicksalsschlag mit sich herumträgt. Als erstes hätten wir hierzu den überaus sympathischen Taxifahrer Eric , der mit seiner tollen Art einfach das Herz des Lesers im Nu erobert. Obwohl er an der Krankheit: Narkolepsie leidet (wer nicht weiß was das ist , ihr könnt beruhigt sein, ich wusste es vor diesem Buch auch nicht) lässt er sich nicht von der Krankheit kleinkriegen und mutiert zum heimlichen Helden der Geschichte. Auch Lavina, eine junge Frau die schon einiges durchgemacht hat, wie z.B. ihr Beruf als Prostituierte oder auch den grausamen Mord an ihrer Freundin vor einigen Jahren , ist sehr toll beschrieben worden. Man fiebert mit ihr geradezu mit, denn sie wird vom Wassermann verfolgt….. Da sie in das Beuteschema des Wassermanns fällt, der Prostituierte im Wasser ertränkt. Warum? Rache!

Weshalb jedoch und an wem, werde ich nicht verraten. Wunderbar wurden auch die einzelnen Szenen des Wassermanns dargestellt, und in den Passagen indem aus seiner Sicht der Todestanz mit seinem Opfer im Wasser beschrieben wird, sind fast poetisch angehaucht  Fehlen bei den Darstellern darf natürlich auch nicht der unsympathische, frauenfeindliche und korrupte Kommissar Stiffler, der nicht gerade ein Vorbild ist, wie auch die frisch ausgelernte Polizistin Manuela feststellen muss, nachdem sie seiner Führung unterstellt wird. Bald schon entdeckt sie einige Ungereimtheiten und Lücken in seinem Beweismaterial zu den Morden des Wassermanns und bald muss sie sich fragen, was der wirkliche Grund dafür ist warum er bei den Ermittlungen so schlampig arbeitet….
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Immer noch im Unklaren bin ich mir was wirklich damals mit der Schwester vom „Wassermann Mörder“ geschehen ist.
Hier gehen die Meinungen auch in der Leserunde bei Lovelybooks etwas auseinander. Ich jedenfalls tendiere hierzu eher auf Unschuldig….jedoch ist die Beweislage nicht allzu deutlich^^
Ein Thriller, den ich wirklich jedem empfehlen kann, der auf eine spannende Wasserjagd gehen möchte und dabei keine Angst vor tiefen Gewässern hat :-) Zum Glück halte ich mich generell von Seen fern, nun weiß ich auch endlich warum^^


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