style="display:block"
data-ad-client="ca-pub-7783397286425302"
data-ad-slot="3580846517"
data-ad-format="autorelaxed">

Bodyfinder

Bild von Stephie89

Inhalt
Von außen betrachtet wirkt die 16-jährige Violet Ambrose wie ein ganz normales Mädchen. Ihre Familie und ihr bester Freund Jay wissen es jedoch besser, denn Violet hat eine ganz besondere Gabe von ihrer Großmutter geerbt: Sie kann tote Wesen aufspüren, die gewaltsam ums Leben gekommen sind. Sie findet sie durch deren Echo in Form irgendeiner Sinneswahrnehmung, das diese Wesen dann ausstrahlen und Violet so zu sich rufen.
Zunächst fand Violet nur tote Tiere, die sie dann auf ihrem eigenen kleinen Friedhof begraben hat. Doch schon mit gerade mal 8 Jahren fand Violet die Leiche eines jungen Mädchens, das ermordet wurde.

Nach diesem schrecklichen Erlebnis, das ihr viele Alpträume bescherte, spürte Violet lange Zeit nur noch die Echos von Tieren auf. Aber nun, acht Jahre später, hat Violet wieder ein totes Mädchen entdeckt, wodurch sie natürlich sofort weiß, dass es ermordet wurde, auch wenn es dafür noch keine Hinweise gibt. Als jedoch noch andere Mädchen spurlos verschwinden, vermutet auch die Polizei, dass ein Serienmörder in der unmittelbaren Umgebung sein Unwesen treibt. Dieser arbeitet allerdings so perfekt und ohne irgendeine Spur zu hinterlassen, dass es wohl nur Violet gelingen kann ihn zu finden, denn auch dem Mörder haften die Echos seiner Opfer an …

Kritik
Bodyfinder ist ein Jugendbuch, das vor allem durch die gelungene Mischung aus spannendem Thriller und romantischer Liebesgeschichte gepaart mit unheimlich sympathischen Charakteren überzeugen kann.

Mit Jay und Violet hat Kimberly Derting zwei wirklich liebenswerte Figuren geschaffen, die man sofort ins Herz schließt und nicht so schnell wieder vergisst. Ihre Liebesbeziehung unterscheidet sich auch von denen aus anderen, ähnlichen Jugendbüchern, denn sie verlieben sich nicht Hals über Kopf ineinander oder auf den ersten Blick. Ihre Liebe zueinander entsteht langsam und entwickelt sich aus einer tiefen Freundschaft heraus, die sie schon jahrelang miteinander verbindet.
Jay und Violet waren schon im Kindesalter die besten Freunde und haben Freude und Leid immer miteinander geteilt. Deswegen zählt auch Jay zu den wenigen Personen, die um Violets Gabe wissen. Sie verstehen einander blind und sind dabei noch so süß zusammen, dass man regelrecht neidisch auf sie wird und sich auch eine solche Freundschaft wünscht.

Im letzten Sommer hat Violet nun auch romantische Gefühle für ihren besten Freund entwickelt, weiß aber nicht so recht, wie sie damit umgehen soll. Einerseits würde sie Jay gerne noch näher kommen, andererseits will sie aber auf keinen Fall ihre gemeinsame Freundschaft aufs Spiel setzen indem sie ihm Gefühle offenbart, die er vielleicht nicht erwidert.
Da die Geschichte hauptsächlich aus Violets Sicht erzählt wird, weiß man als Leser zunächst nicht, wie Jay dazu steht und ob er Violets Gefühle erwidert oder nicht, sodass man ihre Sorgen sehr gut nachvollziehen kann. Umso gespannter wartet man während der Handlung also darauf zu erfahren, wie Jay wirklich zu seiner besten Freundin steht und ob Violets Gefühle nur einseitig sind oder ob er dasselbe für sie empfindet.

Neben dieser schönen Liebesgeschichte, kommt aber auch der Handlungsstrang um die Mordserie nicht zu kurz. Nachdem man zunächst noch hofft, dass es sich bei dem Mädchen, das Violet zuerst findet, um einen Einzelfall handelt, erhärtet sich schon bald der Verdacht, dass es sich tatsächlich um einen Seriemörder handeln muss. Immer mehr Mädchen verschwinden spurlos und die – verständlicherweise – besorgten Eltern möchte ihre Töchter, darunter auch Violet, am Liebsten überhaupt nicht mehr allein aus dem Haus lassen.

Die Polizei versucht natürlich mit allen Mitteln den Täter aufzuspüren. Der arbeitet jedoch leider so perfekt und präzise, dass er keine Spuren hinterlässt. Da Violet nicht länger tatenlos herumsitzen kann, will sie nun mit Hilfe ihrer Gabe versuchen den Täter selbst ausfindig zu machen. Diese Suche ist allerdings nicht so einfach, wie Violet sich das vorgestellt hat und sie muss aufpassen nicht selbst in das Visier des Täters zu geraten.

Zum Ende hin nimmt die Spannung noch einmal zu und als man schon glaubt die Auflösung erreicht zu haben, überrascht die Autorin noch einmal mit einer unerwarteten Wendung. Ab diesem Punkt ist die Handlung so fesselnd, dass man erst am Ende des Epilogs wieder erleichtert aufatmen kann.

Im Grunde ist die Handlung in sich abgeschlossen und verlangt nicht nach einer Fortsetzung. Im Interview am Ende des Buches, das im übrigen ein wirklich tolles Extra darstellt, erfährt man jedoch, dass es noch ein weiteres Buch um Jay und Violet geben wird, das man sich nach diesem tollen Roman auf keinen Fall entgehen lassen wird.

Besonders positiv hervorzuheben ist auch noch der sehr bildliche Schreibstil von Kimberly Derting. Dabei beschreibt die Autorin vor allem die Mimik und die Reaktionen der Figuren, sodass man sich die einzelnen Szenen sowie das Verhalten und die Emotionen der Charaktere besonders gut vorstellen kann.

Außerdem sind auch die wenigen Szenen aus der Perspektive des Mörders gut gelungen und ermöglichen einen kleinen Einblick in die Denk- und Vorgehensweise des Täters. Der teilweise dadurch entstehende geringe Wissensvorsprung sorgt noch einmal zusätzlich für Spannung, weil Kapitel aus seiner Sicht sehr kurz gehalten sind und nur einen kleinen Ausschnitt darstellen, man aber natürlich wissen möchte, was es genau damit auf sich hat oder wer ihm dieses Mal zum Opfer gefallen ist.

Fazit
Bodyfinder ist ein äußerst gelungenes Debut, das eine schöne Liebesgeschichte und einen packenden Thriller gut miteinander kombiniert und es so schafft, den Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln.


0