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Mit dir an meiner Seite

Bild von Stephie89

Inhalt
Drei Jahre lang hat Ronnie ihren Vater Steve nun schon nicht mehr gesehen oder mit ihm gesprochen und jetzt soll sie den gesamten Sommer bei ihm verbringen. Ihr kleiner Bruder Jonah ist davon total begeistert, Ronnie allerdings nicht. Sie kann ihm einfach nicht verzeihen, dass er seine Kinder nach der Trennung von Ronnies Mutter einfach verlassen hat und weggezogen ist. Aus diesem Grund hörte sie auch auf Klavier zu spielen und zu komponieren, denn das war etwas, das sie immer gemeinsam mit ihrem Vater getan hatte.

Ihre Mutter lässt sich jedoch nicht umstimmen und so hat Ronnie gar keine andere Wahl. Sie ist jedoch fest entschlossen so wenig Zeit wie möglich mit ihrem Vater zu verbringen, was sie schon gleich nach ihrer Ankunft deutlich macht. Nach der eher unfreundlichen Begrüßung bleibt sie nämlich nicht beim Haus ihres Vaters, sondern erkundet sofort die Gegend. Dabei trifft sie sowohl auf Will, dem sie von da an nicht mehr aus dem Kopf geht, als auch Blaze, mit der sie sich anfreundet.

Diese Freundschaft ist jedoch zum scheitern verurteilt als auch Blaze's Freund Marcus Interesse an Ronnie zeigt. Aus Eifersucht steckt Blaze Ronnie in einem Musikgeschäft heimlich ein paar CDs in die Tasche, sodass sie schließlich verhaftet wird.
Gleichzeitig sorgt dieses Ereignis jedoch auch dafür, dass Ronnie ihrem Vater endlich wieder näher kommt und eine Beziehung zu ihm aufbaut, denn er ist der einzige, der ihr glaubt, dass sie unschuldig ist, auch wenn sie in New York schon einmal wegen Ladendiebstahls vor Gericht musste.

Außerdem verbringt sie immer mehr Zeit mit Will und beginnt sich in ihn zu verlieben. Schon nach kurzer Zeit bereut sie den Besuch bei ihrem Vater nicht mehr und es scheint ein wundervoller Sommer zu werden.

Ronnies Glück hält jedoch nicht lange an und sie erfährt schließlich, warum sie und ihr Bruder Jonah eigentlich wirklich den Sommer bei Steve verbringen sollten.

Kritik
Mit dir an meiner Seite ist ein weiteres Beispiel dafür, wie sehr Bücher den Leser berühren können. Nach den Andeutungen im Prolog ahnt der Leser noch nicht, was später auf ihn zukommt und lässt sich zunächst völlig unbefangen auf die Geschichte ein. Diese beginnt sechs Monate vor dem Prolog und handelt von dem Sommer, den Ronnie bei ihrem Vater verbrachte und wie sehr sie sich in dieser kurzen Zeit verändert hat.

Ronnie ist eine sehr sympathische und realistische Figur. Am Anfang ist sie ein dickköpfiger, rebellierender Teenager und macht was sie will, ohne Rücksicht auf andere. Im Laufe der Geschichte reift sie jedoch zu einer jungen Frau, die einsieht, dass nicht nur andere, sondern auch sie selbst Fehler macht.
Es ist schön zu beobachten, welche Entwicklung Ronnie mit der Zeit durchmacht und wie sich nicht nur ihr Charakter, sondern ihre ganze Lebenseinstellung verändert. Sie lernt ihren Vater neu kennen und baut wieder eine Beziehung zu ihm auf. Auch mit ihrem kleinen Bruder will sie etwas mehr Zeit verbringen.
Außerdem verliebt Ronnie sich in diesem Sommer zum ersten Mal und verbringt daher viel Zeit mit Will, der sich ebenfalls in sie verliebt hat. Beide sind ziemlich verschieden, ähneln sich in gewissen Punkten aber auch sehr. Will entdeckt schon nach kurzer Zeit, dass mehr hinter Ronnie steckt als ihr Äußeres den Anschein erweckt und auch Will ist nicht nur der fröhliche Sunny-Boy, für den Ronnie in zunächst gehalten hat. Er hat in der Vergangenheit einen schweren Schicksalsschlag erlitten und ist Ronnie später eine große Stütze, weil er genau weiß, wie sie sich fühlt. Das macht auch ihn zu einer sehr lebensnahen Figur.

Insgesamt sind die meisten Charaktere sehr facettenreich und interessant. Dazu gehören neben Ronnie und Will vor allem Marcus, Blaze und auch Ronnies Vater. Alle tragen eine Last auf ihren Schultern und haben Gründe für ihr handeln, die sich dem Leser nicht immer sofort erschließen. So fragt man sich mehrmals, warum Blaze sich von Marcus immer wieder so schlecht behandeln lässt oder warum Steve jeder Konfrontation mit seiner Tochter aus dem Weg geht. Erst nach und nach erfährt man die jeweiligen Beweggründe und beginnt das Handeln der Figuren zu verstehen.

Die Handlung wird aus verschiedenen Erzählperspektiven geschildert. Dadurch lernt man die verschiedenen Charaktere besser kennen und kann sich gut in sie hinein versetzen. Abwechseln wird das Geschehen aus der Sicht von Ronnie, Will oder Steve erzählt, sodass man vor allem deren Gedanken und Gefühle besser verstehen und nachvollziehen kann. Einige Kapitel werden auch aus der Sicht von Marcus geschildert, der zwar eine unsympathische, dafür aber auch ziemlich interessante Figur ist.

Da man am Anfang eines jeden Kapitels immer gleich erfährt, aus wessen Sicht der jeweilige Abschnitt geschildert wird, kann man sich als Leser sofort auf die Handlung einlassen, ohne erst überlegen zu müssen, um wessen Gedanken es sich gerade handelt.

Der Schreibstil von Nicholas Sparks ist sehr bildhaft und besonders emotional. Immer wieder schafft er es den Leser zu berühren. Vor allem im letzten Viertel des Buches sollte man unbedingt Taschentücher bereithalten und sich darauf einstellen, dass man das Lesen wegen unklarer Sicht auch mal kurz unterbrechen muss.

Fazit
Nicholas Sparks hat mit diesem Roman ein weiteres Werk geschrieben, dass dazu fähig ist tiefe Gefühle im Leser auszulösen und ihn sehr zu berühren. Die unterschiedlichen Charaktere sind sehr interessant und vor allem Ronnies Entwicklung ist schön zu lesen.

Mit dir an meiner Seite ist ein wundervoller und emotionaler Roman, der einem zeigt, wie wichtig es manchmal ist sich selbst und anderen zu verzeihen und Fehler wieder gut zu machen, denn nicht immer bleibt einem dafür so viel Zeit, wie man vielleicht denkt.


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