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Grave Mercy- Novizin des Todes

Bild von Nazena

Ismae soll zwangsverheiratet werden, doch als ihr "Ehemann" die Narben auf ihrem Körper sieht, will er die vermeintliche Hexe loswerden. Ein Priester des alten Glaubens rettet sie und sie wird über Umwege zum Kloster von St. Mortain gebracht, wo sie als Tochter des Todes zur Assassine ausgebildet wird. Doch schon bei ihrem ersten größerem Auftrag gibt es Verwickelungen: die Franzosen wollen die Bretagne übernehmen, die Fürstin ist noch minderjährig und ihr Bruder Duval, dem sie rückhaltlos vertraut, ist eventuell ein Verräter. Ismae soll Duval als "Kusine" an den Hof begleiten und herausfinden, ob seine Loyalität wirklich der Herzogin gilt. Um die Scharade aufrechtzuerhalten, müssen beide viel Zeit miteinander verbringen. Das Kloster hat Ismae auf vieles vorbereitet, aber nicht darauf, dass sie sich in eins ihrer Opfer verlieben könnte...
"Grave Mercy" ist ein Fantasyroman, der mit erstaunlich wenig Fantasy auskommt und eher als historischer Roman betrachtet werden kann. Auch wenn Ismae sehr naiv ist und demzufolge ihr Verständnis der Politik nicht das Beste, liegt neben der Liebesgeschichte der Hauptaugenmerk auf den politischen Intrigen und Fallstricken. Ismae sieht manchmal das Zeichen des Todes, was auf langer Strecke fast das einzige Fantasymerkmal war. Über die historischen Hintergründe weiß ich nicht genau Bescheid, insofern kann ich nichts zur Genauigkeit der Darstellungen sagen, aber mitunter hat es mich ziemlich genervt seitenweise "was-wäre-wenn" über Fürsten und potenzielle Ehemänner für die Fürstin zu lesen.
Ismae ist etwas seltsam. Sie akzeptiert das Kloster und ihre Arbeit dort fast von Anfang an und sieht Männer bald als eine Art Mensch zweiter Klasse. Beliebtestes Gesprächsthema (eigentlich EINZIGES Thema) unter den Novizinnen: wie viele hast du umgebracht und wie. Alles andere ist Nebensache...
Auch wenn sich die Geschichte stellenweise sehr zieht, war der Roman insgesamt gut zu lesen. Alles in allem gebe ich 3,5 von 5 Sternen.


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