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By the time you read this, I´ll be dead

Bild von Cora.

Julie Anne Peters
Kosmos Verlag
232 Seiten
12, 95€

Geschichte:
Nach zwei gescheiterten Selbstmordversuche, wobei der letzte damit endete, dass sie eine Halsmanschette tragen muss und nicht sprechen kann (Ammoniak und Bleichmittel sind halt nicht so das Beste für die Stimmbänder), hat Daelyn jetzt vor, sich wirklich endgültig umzubringen. Und zwar mit einer effektiveren Methode, als allen anderen, die sie bisher angewendet hat. Im Internet stößt sie auf eine Seite, die sich Durch-das-Licht.com nennt, und die Menschen, die sich selbst umbringen wollen, Hilfe und Anregungen gibt. Daelyn meldet sich an, und stimmt zu, das Leben in 23 Tagen zu beenden. Ihr kann es eigentlich nicht schnell genug gehen, am liebsten würde sie das morgige Datum eingeben. Doch das geht nicht. Der Mindestzeitraum liegt bei 23 Tagen, da kann auch Daelyn nichts dran ändern.
Nur, warum will Daelyn sich ermorden? Nun, seit ihrer Kindheit ist sie ein Mobbingopfer. Früher war sie dick und übergewichtig. Ein wunderbarer Grund, jemanden zu mobben, nicht wahr? Als hätte man allein mit seinem Gewicht nicht schon genug zu schaffen, nein, da müssen auch noch ein paar andere kommen, und sich drüber lustig machen.
Die Tage schreiten voran und voran. Daelyn ist mir Vorbereitungen beschäftigt, wie sie sich umbringen soll, wo und so weiter. Doch da ist noch Santana, den sie auf der Bank in der Schule, wo sie immer auf ihre Mutter, die sie jeden Tag von der Schule abholt, um jede Möglichkeit eines Selbstmords zu verhindern, wartet, kennenlernt. Er redet mit ihr, obwohl sie ihm nie antworten kann. Er macht Witze, er gibt nicht auf und er lässt sie bei sich zu Hause warten, bis ihre Mutter sie abholt. Er leiht ihr sogar seinen Laptop. Was sie damit will, weiß er nicht, doch für sie ist es die einzige Möglichkeit, weiterhin auf Durch-das-Licht.com zugreifen zu können. Ihre Eltern haben nämlich eine Netzwerküberwachung eingeschaltet, damit Daelyn nicht auf Selbstmordseiten gehen kann.
Die Zeit rückt näher und näher und Daelyn bereitet sich mehr und mehr darauf vor. Sie entsorgt die meisten ihrer Sachen, liest ihre Lieblingsbücher noch einmal und zu guter Letzt versucht sie, Nähe und Freundschaften zu meiden.
Doch damit allein ist es doch noch nicht getan, oder?

Cover:
Das Cover ist in zwei Teile geteilt. Das untere Drittel ist schwarz und in weiß steht in Schreibmaschinenschrift der Titel des Buches und in rot, und etwas modernerer Schrift steht der Name der Autorin darunter. Das obere Drittel ist mit einem Bild von einem Mädchen, das sich in seinem Bett zusammengerollt hat. Über das Bild verteilt sind Ausschnitte aus der Seite Durch-das-Licht.com, die wieder in Schreibmaschinenschrift in schwarz geschrieben sind.

Eigene Meinung:
Positives:
-Das Thema ist ein Jugendthema, das möglicherweise viele Jugendlichen beschäftigt, beziehungsweise über das schon viele mal nachgedacht haben.
- Die Geschichte ist fesselnd geschrieben und es werden viele Dinge nicht immer sofort preisgegeben, sodass man sich selbst Fragen stellt und den Sachen auf den Grund gehen will.
- Daelyn erzählt immer wieder was aus ihrem früheren Leben und über Dinge, die sie zu ihrem Selbstmord bewegen, so erhält man einen gewissen Einblick in ihre Gedanken.
Negatives:
- Das Buch endet, meiner Meinung nach, ziemlich abrupt, aber irgendwie passt es auch dazu.
- Der Buchtitel passt nicht so richtig zum Buch. Es wird nirgendwo irgendein Schriftstück erwähnt, welches Daelyn für irgendjemanden schreibt. Aber vielleicht soll es das Ganze auch nur autentischer machen, also quasi so, dass Daelyn dieses Buch als Abschiedsbrief geschrieben hat und derjenige, der es jetzt liest, liest eben ihren Abschiedsbrief. In dem Moment, in dem man es liest, ist Daelyn schließlich tot.

Also, Alles in Allem überwiegen die Pluspunkte, sehr schönes Buch!
Und vielen Dank an den Kosmos-Verlag für das Rezensionsexemplar!


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