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Final Cut

Bild von Janama

Der Thriller Final Cut aus der Feder des deutschen Autors Veit Etzold ist ein fesselndes Werk, das einen erst wieder aus den Bann lässt, nachdem man es fertig gelesen hat. Obwohl ich in Punkto Spannung ein bissel nörgeln muss, mecker ich hier aber auf hohem Niveau!
Denn es ist unglaublich toll geschrieben und man verliert sich regelrecht zwischen den Seiten. Dennoch finde ich es nicht unbedingt sehr spannend, dies kann aber auch daran liegen, dass man bereits sehr früh weiß wer der Täter ist und auch weshalb er die Morde begeht. Auch am Schluss , trotz einer wirklich gut eingefädelten Finte, kommt bei mir nicht das mit fiebern auf. Ich betrachtete es regelrecht als 3. unbeteiligte Person aus dem Hintergrund^^ Auch Kommissarin Clara Vidalis kann mich nicht wirklich zu ihrer „Besten Freundin“ machen. Deswegen erlebe ich die Geschichte aus ihrer Sicht und nicht aus der meinigen….(ich hoffe man kann verstehen was ich damit meine) Was ich wiederrum mehr als brillant finde sind die 3 verschiedenen , abwechselnden Perspektiven aus denen erzählt wird. So kann man nicht nur Claras Sicht der Dinge miterleben , sondern auch die des schmierigen und recht unsympathischen Showmasters und sogar die Sichtweise des Mörders wird aus seiner Warte erzählt.

An sich finde ich jedoch die Morde nicht ganz soooo spektakulär, wie von Fr. Vidalis immerzu hingestellt. Hallo? Schließlich ist sie eine Kommissarin und hat schon einige andere Fälle bearbeitet die sicherlich genauso brutal und schrecklich waren…warum also dann diese Schockiertheit nach dem ersten erhaltenen Video , indem man nur sieht wie er jemanden die Kehle durchschneidet? Aber darüber lässt sich streiten^^ Auch die Story an sich finde ich nichts Neues. Dass ein Irrer mithilfe des Social Networks , wie z.B. Facebook und anderen Datingplattformen auf Opferjagd geht, finde ich nicht sehr originell.
Schließlich ist jedem klar, dass ein Mensch dadurch sehr viel „nackter und angreifbarer wird“ als im normalen Leben. Doch was will mir das Buch damit sagen? Dass ich mich nicht mehr in der gefährlichen Welt des Internets aufhalten sollte? Tja, ich sehe das ganze so: Wenn dich einer auf dem Kicker hat und das Schicksal es so vorsieht, wird er dich auch ohne diese Netzwerke sicherlich finden und dich umbringen^^ Aber die ganze : das Internet ist so gefährlich Masche finde ich persönlich ja etwas zu weit hergeholt. Okay, schwarze Schafe gibt es immer, davon kann mir aber auch eins nachts im Parkhaus begegnen, grins. Trotz diesem Aspekt der mich etwas milde gesagt schmunzeln lässt, finde ich das Buch echt klasse und lesenswert!

Sehr gekonnt nimmt der Autor auch die Formen der heutigen Castingformate auf die Schippe. Und er selber führt in seinem Buch die TV Show: Shebey ein^^ Was es damit genau auf sich hat, solltet ihr lieber selber lesen  Ebenso was der tragische Mord von Claras kleiner Schwester mit dem Mörder zu tun hat. Wer einen guten Thriller lesen möchte ist hier sehr gut bedient. Natürlich sollte er die versteckten Misstöne gegenüber dem Internet und der Castingsshows übersehen.^^


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