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Stephen Chbosky - Vielleicht lieber morgen

Bild von Anni-Potter

Kurzbeschreibung
Charlie ist sechzehn, er ist in seinem ersten Jahr in der Highschool und hat die Probleme, die man in diesem Alter so hat: mit Mädchen, mit der Schule, mit sich selbst. Zumindest scheint es so zu sein. Doch in den Briefen, die er an einen unbekannten „Freund“ schreibt, wird deutlich, dass Charlie eine ganz besondere Sicht auf die Welt hat: Er beobachtet die Menschen um sich herum, fragt sich, ob sie ihr Leben so leben, wie sie es möchten, und versucht verzweifelt, seine eigene Rolle in all dem, was wir Leben nennen, zu begreifen.

Beginn
Zuallererst erfahren wir, dass Charlie, der Protagonist dieser Geschichte, Briefe an einen gewissen „Freund“ schreibt. Charlie selbst hat bisher nur gewisse Eigenschaften von ihm mitbekommen, die ihn als guten Zuhörer qualifizierte. Er erwähnt, dass sich vor einem Jahr sein bester Freund in der Middle School umgebracht hatte und Charlie bald sein Freshman Year an der High School beginnen wird. Außerdem starb seine Tante Helen vor geraumer Zeit, eine weitere Tatsache, mit der der Freshman zu kämpfen hat.

Gefahr
Der Leser merkt jedoch, dass Charlie nicht so ist wie jeder gewöhnliche 15 – Jährige. Er liest und schreibt unheimlich gerne, raucht und hängt mit seinen Senior - Freunden Sam und Patrick ab. Die Art, wie sich Charlie verhält, lässt den Leser misstrauisch machen, dass vielleicht mehr hinter den Protagonisten steckt, als es anfangs den Anschein hat. Das wiederkehrende Thema „Tante Helen“ lässt nicht mehr von der Geschichte ab und taucht am Ende des Buches in voller Wucht auf. Im Verlauf der Briefe weist Charlie darauf hin, mit ihm könnte etwas nicht stimmen, es bedrückt und macht ihn fertig, doch wieso, kann er nicht sagen.

Meinung
Wahrscheinlich ging es mir nur so, aber ich musste das Buch zweimal lesen, um langsam immer mehr an Eindrücke zu gewinnen. Beim ersten Mal lesen war das Buch für mich ganz nett, das Ende schockierend, tief erschütternd und verstörend. Nach dem zweiten Mal habe ich dann immer mehr Details und Tiefgründigkeit mitbekommen, die ich zuvor verpasst habe (oder auch nur deswegen, weil ich das Buch während einer Autofahrt gelesen habe?). Wie auch dem sei, Vielleicht lieber morgen dreht sich vor allem um ein großes Thema: Erwachsenwerden und wie man damit fertig werden kann. Sex, Drugs & Rock n’ Roll, die erste Liebe, Freunde an einer neuen Schule finden...Alles ist dabei und wird hervorgeholt. Da das Buch 1999 herauskam, ist es vielleicht nicht mehr auf dem neuesten Stand unserer Generation, ist aber auf jeden Fall sehr Lesens – und Empfehlenswert. Eine große Message wird dabei unterstrichen, die ich sehr unterstütze: Anderssein ist nicht schlimm, es macht einen aus und lässt eine Person von einer anderen unterscheiden. Die Charaktere wirken echt, man kann sich mit ihnen identifizieren und das ist meiner Meinung das Wichtigste an diesem Buch und an Büchern generell. Nebenbei erwähnt kommt der gleichnamige Film sehr bald in die Kinos – der Trailer dazu war auf jeden Fall vielversprechend, die Besetzung ist gut – also ich werde ihn mir auf jeden Fall ansehen und das Buch so oft es geht herumreichen, damit es jeder lesen kann.

Fazit
Vielleicht lieber morgen ist ein Buch, welches zumindest jeder Jugendliche gelesen haben sollte. Wieso? Es behandelt wichtige Themen, scheut sich nicht vor dem Anderssein und ist nebenbei erwähnt nicht einmal ein dicker Wälzer.

Spannung: ★ ★ (2/5)
Humor: ★ (1/5)
Tiefe: ★ ★ ★ ★ (4/5)
Stil: ★ ★ ★ ★ (4/5)


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