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Buch des Monats 10/12: Donna Freitas - Wie viel Leben passt in eine Tüte?

Bild von Eloa

Ein iPod mit Liedern, ein Foto mit Pfingstrosen, ein Kristallherz, Buntstifte, ein Papierstern, ein Papierdrachen.
Das alles befindet sich in der schlichten braunen Papiertüte mit der Aufschrift „Roses Survival Kit“, die Rose am Tag der Beerdigung ihrer Mutter findet. Es ist ein letztes Geschenk an Rose – und der Beginn einer Reise. Zögernd lässt Rose sich darauf ein. Jeder Gegenstand scheint sie dabei auf seltsame Art zu Will zu führen. Schon bald merkt sie, dass sie mehr für den zurückhaltenden Jungen empfindet. Doch dann geschieht etwas, das Roses und Wills aufkeimendes Glück tief erschüttert. Ob ihre Mutter ihr auch für diese Situation etwas hinterlassen hat?

Ein bewegender und doch leichtfüßiger Roman über den Schmerz des Abschiednehmens und den Zauber eines Neuanfangs.

Klappentext:
Rose ist erst 16, als ihre Mutter an Krebs stirbt. Danach ist nichts mehr so, wie es vorher war.
Ihr Bruder studiert in einer anderen Stadt, ihr Vater ertränkt seinen Kummer in Alkohol, und Rose zieht sich immer mehr zurück, hört bei den Cheerleadern auf, geht nicht mehr mit Freundinnen aus. Musik, früher aus ihrem Leben nicht wegzudenken, wird für sie mit einem Mal unerträglich, und die sonst so vertraute Nähe zu ihrem Freund Chris schnürt ihr plötzlich die Luft ab.
Doch dann beschließt sie, nach und nach die Botschaft zu entschlüsseln, die ihre Mutter ihr mit dem Survival Kit hinterlassen hat. Beim Pflanzen der Pfingstrosen lernt sie Will kennen. Er hat vor einigen Jahren seinen Vater verloren und scheint als Einziger nachvollziehen zu können, wie Rose sich fühlt. Mit seiner Hilfe findet Rose heraus, was ihr wirklich wichtig ist im Leben. Und sie merkt, wie stark sie sein kann, selbst als ihre Welt erneut droht, in tausend Scherben zu zerbrechen.

Inhalt des Buches:
Einen Menschen zu verlieren ist schmerzhaft und unerträglich. Als Roses Mutter den Kampf gegen den Krebs verliert, kann das niemand so richtig fassen. Weder Rose noch ihr Bruder Jim, ihr Vater oder all die anderen Menschen, die ihre Mutter so geschätzt hatten.
Roses Mutter war mit ihrer freundlichen, beschwingten Art im ganzen Ort beliebt gewesen. Jeder kannte sie und ihre blühende Fantasie; mit ihren Survival Kits für die Eltern ihrer Schulkinder hatte sie schon vielen geholfen über den Trennungsschmerz hinwegzukommen.
Ein solches Survival Kit ist nach ihren Tod die einzige Verbindung, die Rose zu ihrer Mutter noch hat.
Doch Rose versteckt dieses besondere Geschenk. Es tut zu sehr weh; so wie alle Erinnerungen an damals ihr wehtun. Deshalb zieht sie sich zurück; keine Partys, keine Freunde, kein Spaß, keine Musik. Auch ihr Freund Chris kann ihr aus dem Loch, in das Rose sich verkrochen hat, nicht mehr helfen.
Aber ein Anderer kann es. Ein Junge, den Rose schon so lange kennt, mit dem sie jedoch noch kein einziges Wort gewechselt hat. Ein Junge, mit dem sie plötzlich mehr gemein hat als sie je für möglich gehalten hätte – Will.
Mit seiner Hilfe gelingt es Rose langsam Stück für Stück ins Leben zurückzukehren und ihre Trauer zu akzeptieren.
Fragt sich, ob Wills und Roses Liebe zueinander der Trauer, auf der sie gebaut ist, standhalten kann …

Meine Meinung:
Eine berührende Geschichte über Verlust, Trauer und den Kampf um eine Zukunft, die dem Leser unter die Haut geht.
Die Handlung ist bis ins kleinste Detail liebevoll ausgeschmückt und in einer klaren, schnörkellosen Erzählweise geschrieben, wobei ihr dabei zum Glück jeglicher Ansatz einer typischen Highschoolgeschichte fehlt.
Dadurch wirkt die Geschichte so echt und gefühlvoll.
Die Autorin hat es geschafft zwei Geschichten – die eine über Verlust und Überwindung, die andere über eine junge Liebe – zu einem wunderbaren Gesamtwerk zu verweben, das weder zu traurig noch zu kitschig ist.
Sondern einfach perfekt.
Man merkt, dass auch eigene Gefühle der Autorin miteingeflossen sind, sodass aus dem Buch eine wahre Lebens-Geschichte geworden ist.
Außerdem finde ich es einfach genial, dass die Songs aus Roses Playlist die Kapitelüberschriften im Buch sind.
Mein Fazit: Ein Buch, das noch nach der letzten Seite mit seiner ernsthaften Leichtigkeit berührt und verzaubert.

Die Autorin:
Donna Freitas wurde in Rhode Island geboren, studierte Spanisch und Philosophie und hat einen Doktortitel in Theologie. Neben ihrer Tätigkeit als Professorin an der Boston University veröffentlichte sie mehrere Sachbücher zum Thema Jugend und Religion und schreibt für bekannte Zeitungen und Magazine, darunter das Wall Street Journal, die Washington Post und Newsweek.
„Wie viel Leben passt in eine Tüte?“ ist ihr erster Jugendroman in deutscher Übersetzung.

Das Cover:
Das Cover ist wirklich eine süße Idee und etwas Besonderes. Nur leider muss ich gestehen, dass es den diesjährigen Sommerurlaub nicht unbeschadet überstanden hat. ;)

Allgemeine Daten:
Titel: Wie viel Leben passt in eine Tüte
Originaltitel: The Survival Kit
Seitenzahl: 400
Preis: 18,95€
Verlag: Gabriel Verlag
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Aus dem Englischen von Christine Gallus
ISBN: 978-3-522-30312-5
Empfohlenes Lesealter: ab 16 Jahren

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