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Remember

Bild von Cora.

Roland Jungbluth
Arena Verlag
14,99€
379 Seiten

Geschichte:
Annabel findet sich ohne Erinnerungen an ihre Eltern in einer Irrenanstalt wieder. Mit ihr sind dort Eric, George und Michael, 3 Jungen, die sie aus ihrer Schule kennt. Auch sie haben keinerlei Erinnerungen an ihre Eltern. Doch an alles andere können sich alle 4 erinnern. Nach kurzer Zeit sind sie davon überzeugt, dass irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Doch Dr. Parker wirkt nicht so, als würde er ihnen etwas verheimlichen. In den Gesprächen mit ihnen ist er immer freundlich und offen und informiert sie über den Stand der Erforschung ihrer Krankheit.
Als den vieren jedoch eine weitere Patientin rät, nach dem Haus mit den gelben Fenstern zu suchen, weil sie dort Antworten finden würden, und Annabel kurz darauf eine Fotografie von eben diesem Haus findet, ist für sie klar: Sie müssen dort hin. Nicht nur das: Michael kennt das Haus. Es ist das Ferienhaus seiner Eltern.
In einer waghalsigen Aktion türmen die 4 aus der Anstalt, sie entkommen nur knapp, die Wachhunde der Anstalt und 2 Aufseher sind ihnen auf den Fersen. Nachdem sie sich eine Nacht lang in der Stadt versteckt haben, fahren die 4 raus aus der Stadt in das Dorf, in dem das Haus liegt.
Kaum sind sie dort, geht mit Michael eine seltsame Veränderung vor. Der sonst ruhige und besonnene Junge schmeißt die Verbündeten in einem Wutausfall aus einem der Zimmer. Erst als er Annabel später erzählt, was los ist, gewinnt er den Mut, es auch den anderen zu sagen. In dem See, der neben dem Haus liegt, ist vor einem Jahr seine kleine Schwester Rebecca ertrunken.
Die erste Nacht wird von einem schrillen Telefonklingeln gestört. Und das, obwohl es hier gar kein Telefon geben dürfte. Als Michael abnimmt, hört er eine Stimme, die ihnen sagt, sie sollen auf dem See suchen. Die vier, zwischen denen sich in der Zwischenzeit eine Freundschaft entwickelt hat, die nur George, den seltsamen Einzelgänger ausschließt, machen sich auf die Suche.
Auf dem Dach des Hauses finden sie einen Umschlag, in dem ein Schlüssel liegt. Auf dem Schlüssel steht die Zahl 11 und die Buchstaben LSS. Wo ist das Schloss dazu?
Kurz später werden sie fündig. Nach einem gehörigen Schreck über die Wasserschüssel mit der Kalbsleber darin, die sie in der Nacht auf dem Küchentisch finden, lösen sie das Rätsel, das auf einem Blatt dabei steht und finde heraus: Liverpool Street Station. Dort muss das Schließfach sein. Auch, wenn es ihnen widerstrebt, nach London zurückzufahren, machen sie sich am nächsten Tag auf dem Weg.
Im Laufe der nächsten Tage finden sie Rätsel über Rätsel, es wird von einer Stunde auf die nächste Herbst, und das, obwohl es zuvor Hochsommer gewesen ist. George verschwindet am Bahnhof. In den Nächten suchen die schlimmsten Albträume die Jugendlichen heim.
Was ist da los? Ist das alles überhaupt real?

Cover:
Das Cover ist in reinem schwarz-weiß gehalten, nur ein grünes Auge wölbt sich daraus hervor. Der Buchtitel steht in großen, schwarzen Buchstaben in drei Silben geteilt mittig drauf und nimmt fast die Hälfte des Platzes ein. In kleineren, aber ebenfalls schwarzen Buchstaben findet man den Namen des Autors rechts in der unteren Ecke. Das schwarz-weiße Karomuster, das sich über den gesamten Platz zieht, zieht die Aufmerksamkeit auf sich.
Eigene Meinung:
Ich war gefesselt von diesem Buch und wollte nicht mehr mit lesen aufhören. Die Charaktere sind unglaublich gut getroffen, man empfindet die Gefühle mit und entwickelt Seite für Seite die gleiche Abneigung für George, wie auch Annabel, Michael und Eric.
Alles ist sehr genau beschrieben, aber nicht so genau, dass es langweilig wird.
Alle paar Kapitel findet sich ein Teil eines Interviews mit einem gewissen Nicholas Hill, der über eine neuartige Forschung der Gehirnstruktur erzählt.
Auf diese Weise fügen sich, Kapitel um Kapitel, die Informationen zusammen, und man erhält ein immer dichteres Bild der Sachlage.
So begeistert ich von dem Buch war: Der Schluss ist unglaublich schlecht. Das ganze Buch hindurch wird man von einer Art Hoffnung getragen, von einer Art eigener Vorstellung, wie es weitergehen wird. Vielleicht hat der Autor genau das gewollt. Doch am Ende wird einem ein Schluss aufgedrückt, der einfach nur schlecht ist und dem ganzen Buch einen negativen Beiklang gibt. So verschwinden Dinge, die man sich vorgestellt hat, alle Handlungen werden einfach mehr oder weniger verändert. Hätte ich die Wahl, würde ich die letzten 10 Seiten einfach ungelesen machen und aus dem Buch rausreißen.


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