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Buch des Monats 09/12: J.R.R.Tolkien - Der kleine Hobbit

Bild von Anni-Potter

Kurzbeschreibung
Im friedlichen Auenland verbringt der Hobbit Bilbo Beutlin sein wenig abenteuerliches Leben. Bis eines Tages 13 Zwerge und der legendäre Zauberer Gandalf uneingeladen zum Tee kommen -- von da an sind die geruhsamen Tage des behäbigen kleinen Hobbits vorbei. Ohne Hut und ohne Frühstück bricht er mit den Zwergen auf, um in einem fernen Land einen verlorenen Schatz wiederzugewinnen. Doch vorher begegnen sie Elben, Trollen, Orks und Riesenspinnen, durchwandern das Nebelgebirge und den Nachtwald, bis sie schließlich zum Einsamen Berg gelangen, wo der Drache Smaug den Schatz der Zwerge bewacht.

Beginn
Bilbo Beutlin lebt kein gerade spannendes und riskantes Leben im Auenland. Er führt einen mehr oder weniger routinierten Tagesablauf und ist sonst auch nicht der Typ, der sich sofort in das nächstbeste Abenteuer stürzt. Er sitzt nachmittags gerne vor seiner Hobbithöhle, raucht seine Pfeife und lässt sich treiben. Putzt die Höhle, stockt seine Vorratskammer auf und sieht sich sehr interessiert an diversen Karten. Wäre da nicht Gandalfs Überraschungsbesuch, hätte Bilbo keine abenteuerliche und spannende Geschichte in seinen alten Tagen zu erzählen gehabt.

Gefahr
Die Gefahr in dieser Geschichte lauert hinter jeder Ecke. Angefangen davon, dass Bilbo sein Zuhause verlassen muss, um zu den Nebelbergen zu gelangen bis zu der Tatsache, einen nicht ganz dummen und außerdem riesigen Drachen zu überlisten. Währenddessen wird man noch von Trollen, Ogern, Spinnen, dem Elfenvolk, etlichen ekeligen Tieren und einem nicht so unwesentlichen Geschöpf namens Gollum verfolgt, aber alles seine Zeit. Was hat sich Gandalf eigentlich dabei gedacht?, sollten sich nicht nur die Leser sondern auch die Zwerge dabei denken. Einen bequemen und ängstlichen Hobbit uns als Meisterdieb klarzumachen. Wir werden alle sterben. Jedoch glaubt man am Anfang der Geschichte noch gar nicht, was für eine Entwicklung Bilbo hinlegen wird. Wobei ich zugeben muss, ihm der Ring auch etliche Male geholfen hat. Der Ring, den Bilbo in Gollums Höhle gefunden hatte.

Meinung
Bevor ich Der kleine Hobbit wirklich in die Hand genommen und zu lesen begonnen hatte, vergingen an die sieben Jahre. Damals war mir Tolkiens Erzählweise einfach zu lange, detailreich und einfach langweilig. Außerdem war ich nie ein großer Fan der Herr der Ringe Reihe und hatte auch nie vor gehabt, mich damit jemals wieder zu beschäftigen. Bis ich erfahren habe, dass Der kleine Hobbit einen Film bekommen würde. Da ich außerdem endlich meinen ungelesenen Bücherstapel kleiner machen wollte und nebenbei erwähnt eine Beschäftigung für meinen Flug nach London brauchen würde, nahm ich mir das Buch mit und begann zu lesen. Schließlich konnte ich nicht mehr aufhören und war angetan von dem Buch. Ich wollte immer wissen, wie es weiterging...bis das Buch schließlich keine Seiten mehr übrig hatte. Schon lange habe ich kein wirkliches Fantasy Buch mehr in den Händen gehabt und war mehr als froh, dass ich endlich Der kleine Hobbit gelesen hatte. Bilbo Beutlin ist witzig, liebenswert und wunderbar realistisch. Davon abgesehen, dass er ein Hobbit ist und im Auenland lebt und sonst wo. (Außer man nimmt jetzt an, dass sich das Auenland in Neuseeland befindet...) Ich habe mich ab dem Zeitpunkt richtig für ihn gefreut, als er endlich sein Schicksal angenommen und begonnen hatte, sein Waschlappenbenehmen abzulegen um endlich zu kämpfen! Als er Respekt von den Zwergen erlangt hat und sich selbst beweisen konnte. Einfach toll. Nebenbei fand ich den Schreibstil Tolkiens schlussendlich doch nicht so schlimm wie früher, ganz im Gegenteil, er hat mich super gefallen. Das Altenglisch gibt der ganzen Geschichte einen besonderen Flair und macht sie dadurch nur noch einzigartiger, als sie ohnehin ist. (Generell, wie kommt man auf so eine Welt?) Das Einzige, was mich an dem Buch gestört hat war die Namensbenennung der Zwerge. Thorin ging noch, aber Dwalin, Balin, Kili, Fili, Dori, Nori, Ori, Oin, Gloin, Bifur, Bofur und Bombur? Hätten sie alle ähnliche Eigenschaften gehabt, hätte ich das Buch frustriert gegen die Wand geworfen und gehofft, dass die Zwerge sich andere Namen geben. Nur, damit man sie etwas besser auseinanderhalten kann. Aber dadurch, dass sie total verschiedene Charaktereigenschaften besitzen, macht es uns Herr Tolkien doch nicht ganz so schwer. Zu den anderen Charakteren kann ich nur sagen, dass sie nicht leer und lieblos hingestellt wirken, sondern einen rechten Platz in der Geschichte zu haben scheinen. Als könnte ohne sie die ganze Welt um Bilbo Beutlin nicht existieren. Und wenn das geschafft wurde, kann das Buch nicht langweilig sein. Ich persönlich habe mir bereits alle drei Bände der Herr der Ringe Triologie beschafft und werde sie so schnell wie möglich zu lesen beginnen :-)

Fazit
Der kleine Hobbit ist sehr empfehlenswert, besonders für Leser, die gerne Fantasy lesen (Wer hätte das gedacht). Die Geschichte rund um Bilbo Beutlin ist fein gestrickt, humorvoll und höchst mysteriös. Für mich immer wieder wert zu lesen.

Spannung: ★ ★ ★ ★ ★ (5/5)
Humor: ★ ★ ★★ ★ (5/5)
Tiefe: ★ ★ ★ (3/5)
Stil: ★ ★ ★ ★ ★ (5/5)

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