style="display:block"
data-ad-client="ca-pub-7783397286425302"
data-ad-slot="3580846517"
data-ad-format="autorelaxed">

Jürgen Rath - Nordhörn: Ein Nordsee-Krimi

Bild von Seitenakrobatin

Zum Inhalt (Klappentext):
Nicht gerade eine Traumaufgabe für Aushilfsarchivar Steffen Stephan: das verlotterte Archiv der Inselgemeinde Nordhörn auf Vordermann bringen. Im Winter. Auf einer sturmumtosten Nordseeinsel, auf der das Wirtschaftswunder auch 1959 immer noch nicht angekommen ist. Wenn wenigstens die Einheimischen etwas zugänglicher wären. Aber nein, irgendwie scheint sich hier jeder davor zu fürchten, dass Stephan im Archiv etwas Belastendes entdeckt. Als er erfährt, dass sein Vorgänger vor drei Jahren unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen ist, wird ihm langsam mulmig. Doch als pflichtbewusster Beamter macht Stephan unbeirrbar weiter. Bis die Verbindung zum Festland vom Eisgang unterbrochen wird und die Feindseligkeit in offene Gewalt umschlägt. Stephan wird gejagt. Auf einer Insel!

Meine Meinung zum Buch:
>Nordhörn< konnte mich bis zum Ende nicht vollends überzeugen. Es gab verschiedene Sachen die mich gestört haben. Der Titel verrät zwar, dass das Buch sich um einen Nordsee-Krimi handelt, aber mit den ganzen Schiffen, Kutter, Fähren konnte ich überhaupt nichts anfangen. Und viele Stellen drehen sich nun einmal nur um dieses Thema. Ab einen bestimmten Punkt war es für mich nur noch ermüdend und ich habe abgeschaltet wenn sich das Thema angekündigt hat.
Was dafür zu kurz kam, für meinen Geschmack, war die Insel selber. Ich hätte mehr über die Landschaft erfahren wollen um mir ein genaues Bild machen zu können. Oft musste ich erraten wie diese wohl aussieht (die Karte auf der ersten Seite war in dem Fall nicht sehr hilfreich).

Wer es mir angetan hat, waren die meisten Inselbewohner. Ich habe sie gemocht. So stelle ich mir viele vor. Natürlich haben sich viele weiterentwickelt und haben sich auf Besuch eingestellt, aber vieles wird auch heute noch so sein wie 1959. Jeder kennt jeden und bei einem Glas Bier oder einer Tasse Kaffe/Tee wird über die Nachbarn gelästert, weil sie diese doch nicht leiden können wie sie vorgeben. Wahrscheinlich ist das nur ein Vorurteil von mir, aber den Gedanken darf ich ja haben.
Steffen war für mich der nette Mann von nebenan. Eher zurückhaltend, darauf bedacht alles ordentlich und richtig zu machen. Seine Arbeit rückte im lauf des Buchs immer weiter in den Hintergrund und das Verbrechen um seinen Vorgänger, wie auch seine “Unfälle“ in den Vordergrund.

Positiv ist mir aufgefallen dass der Autor sich die Mühe gemacht hat und eine Karte der Insel angelegt hat, mit den Hinweisen wo was zu finden ist. Auf den letzten Seiten bekommt der Leser auch verschiedene Begriffe aus der Schifffahrt erklärt, was dann das eine oder andere mal hilfreich war.

Mein Fazit:
Ein Buch das durch seine Spannung sowie der düsteren Atmosphäre lebt und wegen den wenigen Seiten ein netter Krimi für zwischendurch ist.

3 Punkte (von 5)


0