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Hunger nach weniger

Bild von Amarylie

Gibt es perfekte Menschen?

Inhalt:
Anne macht eine Diät durch. Denn sie ist der Meinung, dass sie Fett und unattraktiv ist und ihre eigene beste Freundin nennt sie Mollig. Sie versucht von ca 60 Kg auf 47 Kg zu kommen oder gar mehr. Nach und nach wird aus der normalen Diät mehr als eine gewöhnliche Diät, denn sie tut Sachen, die kein normaler Mensch sich selbst antun möchte. Wird sie aus der Sache wieder rauskommen?

Meinung:
Wie ihr seht ist die Inhaltsangabe nicht viel, denn es liegt daran, dass das Buch nicht sehr dick ist und nur 197 Seiten hat. Daher möchte ich euch auch nicht all zu viel vom Inhalt des Buches erzählen.
Die Protagonistin ist unsicher und besitzt kein selbstbewusst sein, da sie mollig ist. Jeden Tag sieht sie ihre kleinere Schwester, die das Gegenteil von ihr ist, denn Sofie ist schlank, schlau und wie es aussieht auch das Lieblingskind der Familie. Auch ihre beste Freundin sieht perfekt aus mit ihrer schlanken Figur. All das führte dazu, dass sie selbst ebenfalls so sein wollte wie die anderen, denn wer liebt schon ein dickes Mädchen und schon gar nicht ihr Schwarm, oder? Denn das denkt sie, also fängt sie an eine Art Diät zu machen, die nicht ganz normal ist. Sie hungert sich jeden Tag durch und nachdem ihre Eltern erfahren hatten, dass sie eine Art Diät macht, verbieten sie es ihr. Aus Neid gegenüber den schlanken, macht sie heimlich ihre Diät weiter, denn wieso dürfen andere perfekt aussehen, aber sie nicht? Denn sie denkt, dass sie später, wenn sie schlank ist, ebenfalls zu den ganzen anderen gehören kann und wird ganz paranoid.

Das Thema an sich finde ich echt interessant, die Tatsache, wie andere die keine perfekten Maßen besitzen, über solch eine Sache denken. Denn die Magersucht ist schließlich nicht natürlich. Was mich an Hunger nach weniger gestört hatte, war, dass es zu langatmig war. Es drehte sich immer nur um Essen und davon, wie sie sich weigert auf die Waage zu stellen oder es dann doch zu tun, auch wenn ich es auch verstehen kann, denn schließlich mehr es bei der Magersucht nur um das Essen, aber dennoch fand ich es etwas langweilig.
Ihre Art zu denken war etwas argwöhnisch auf mich. Sie wollte immer, dass ihre Freundin immer mehr isst, damit sie selbst schlanker wird und ihre Freundin dicker. Sie wollte einfach perfekter als ihre beste Freundin, die sie schon seit Kindergarteinzeit kannte. Ich konnte mich nicht so gut in ihre Lager versetzen wie bei anderen Büchern, aber dennoch habe ich an manchen Stellen die Luft anhalten müssen,

Was ich interessant fand, war die Art, wie sie an ihre Diät ranging, die natürlich zu Magersucht führte. Ich habe noch nie gewusst, dass manche auch an Tabletten gegen Abführmittel gegen Verstopfung denken. Und natürlich hatte die Protagonistin keine Verstopfungsprobleme, sondern den Drang all ihr Essen wieder heraus zu bekommen.
Das war verstörend zu lesen, wie die Protagonistin sich immer mehr in die Sache hinein versetzt und immer mehr von den Tabletten nahm, da bei Beipackzettel dieses stand:

Bei Überdosis Gewichtsverlust möglich.

Somit kam es auch schon mal vor, dass sie mehr als zwanzig (!) Tabletten auf einmal zu sich nahm. Da der Fokus auf Anne gerichtet ist, erfährt man, wie sie sich mit der Diät konfrontiert, wie schlimm es jeden Tag ist und wie schlimm es nach und nach wurde. Die Tatsache, dass sie sich wegen ihres Körpers mal geritzt hatte, war schon heftig. Natürlich kommen noch weitere Aspekte in dem Buch zum Vorschein, die ich euch jedoch nicht sagen werde, da ihr es eventuell noch lesen wollt.

Das Cover ist schlicht gehalten worden und daher mag ich es wirklich sehr. Das Debütbuch hingegen wurde nicht so schlicht gehalten:

Die Geschichte beruht auf eigenen Erfahrungen, nur die Personen sind frei erfunden.
Die Kapiteln werden in Monaten eingestuft. Es fängt im September an und endet im August, also beinahe ein Jahr.

Autor:
Jessica Antonis wurde in Leuwen/Belgien geboren und hat drei jüngere Schwestern. Ihre Leidenschaft galt schon immer dem Schreiben. Es war ihre Mutter, die sich auf die Idee brachte, ihre eigenen Erfahrungen mit der Magersucht in einem Roman aufzuarbeiten. So entstand Hunger nach weniger.

Fazit:
Ich fand das Buch nicht ausgezeichnet mit fünf Sternen, da es für mich etwas langweilig wurde. Zwar war das Thema interessant und zum überlegen verleitet, dennoch muss ich sagen, dass ich es nur denen Empfehlen würde, der sich mit Magersucht auseinander setzten möchte und über die Begebenheiten und Folgen all dessen erfahren wollen.

Weitere Infos:
Autor: Jessica Antonis
Titel: Hunger nach weniger
Verlag: Ueberreuter
ISBN: 978-3-8000-5651-4
Preis: 9,95 Euro


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