Momentan noch ohne Titel Teil 2.4

Bild von .Alyseia.

Zum Teil 2.3 von keyva

Hi
Das gemeinschaftsprojekt von mir und keyva geht weiter. Ich hoffe es gefällt euch. @keyva Ist es so in Ordnung? Ich ändere das sonst gerne noch.
glg
.Alyseia,
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Louve

Ich stürmte voller Vorfreude in die Hütte, in der Filan lag.
Zu meinem Erstaunen saßen der Mann auf dem Boden und das Mädchen lachend auf der Liege. Vor sich hin schimpfend zog der Wolf seinen Stuhl herbei und sah Filan finster an.
“Mach so was ja nicht noch einmal!“, rief der Mann zornig.
Da brach ich in lautes Lachen auf und die Köpfe der beiden wirbelten zu mir herum, während ich auf sie zu rannte.
Den Mann mit einem Blick streifend, der ihm sagte, dass er gehen sollte, sprang ich auf Filan zu. Ich bückte mich zu ihr hinunter und flüsterte ihr ins Ohr:
“Na kleine Wölfin?“
Filan sah mich erstaunt an und fragte dann ungläubig: “Ich soll eine Wölfin sein?“
Ich nickte, sah sie glücklich an und wollte sie gerade aus dem Bett ziehen, da stockte ich. Sie war ja noch krank und durfte die Liege nicht verlassen.
Ich zog meine Arme wieder ein und mein “Wir müssen ein Fest feiern!“ blieb in der Luft hängen.
“Tut mir leid, aber wir bekommen nur selten Zuwachs, noch dazu so besonderen.“ Filan schien nachzudenken, wobei ich sie nicht störte, dann sprang sie auf. Gerade wollte ich sie wieder zurück schieben, da rief sie: “Zeigst du mir das Dorf?“
Ich jaulte zur Zustimmung laut auf und nahm sie dann bei der Hand, um sie aus der Hütte zu ziehen. Die Tür fiel krachend hinter uns zu und einige ältere Wölfe knurrten mich böse an, doch ich ignorierte sie einfach.
Mit meinem Finger auf eine Hütte zeigend, rief ich: “Das ist mein Zuhause, komm!“
“Das wird sie nicht!“ Eine aufgebrachte Stimme ließ mich zusammenzucken und ich drehte mich langsam um.
Da stand unser Arzt, in seiner vollen Wut. Seine Augen funkelten beängstigend und ich ließ Filans Hand sofort los.
Sie merkte zuerst gar nicht, was los war, dann aber blickte sie besorgt.
Ich schob das Mädchen hinter mich und sah dem Arzt trotzig ins Gesicht.
“Darf man sich nicht mehr freuen, wenn unser Stamm Zuwachs bekommt? Es ist besonders und gehört zu feiern, aber was machst du? Du sperrst sie in eine Hütte ein, aus der sie nicht raus darf!
Aber ihr geht es besser! Meinst du, sonst hätte ich sie rausgeholt, an die Sonne?“
Während meiner aufgebrachten Rede hatten sich viele Wölfe und Menschen zu uns umgedreht und sahen gespannt zu. Mein Gegner kam schnell auf mich zu und sah auf mich hinunter, sodass mein Wolfsinstinkt durchbrach, wie immer, wenn jemand von uns so bedrängt wurde.
Mit zitternden Knien verwandelte ich mich in einen Wolf und drängte Filan an den Zuschauerring, wo sie in Sicherheit war. Wenn der Arzt sich vergaß, würde er mich angreifen, obwohl er nicht wollte.
Ich wandte mich wieder ihm zu und sah gerade noch, wie er sich im gehen in einen Wolf verwandelte, der um einiges größer und stärker als ich war, denn er war auch älter.
Im Stillen stellte sich bei mir eine Angst ein, doch die zeigte ich nicht.
Wie auf ein Kommando schnellte er vorwärts und kratzte mir mit seiner Kralle über den Bauch. Ich stieß ein Schmerzensjaulen aus und blickte auf die Wunde. Helles Blut tropfte aus den Schnitten, die fürchterlich begannen zu brennen.
Ich verkniff den Schmerz und trat wütend vor, biss kräftig in sein Bein, dass er mir wegziehen wollte, was aber nicht gelang.
So hing ich an seinem Bein, während er mir in den Nacken biss. Nicht heftig, aber es schmerzte trotzdem.
Ich ließ ihn los, stieß ihn zur Seite, durchbrach den Zuschauerring und jagte in den Wald. Der Schmerz betäubte meine Gedanken und ich stürmte vorwärts, ohne stehenzubleiben.
Für die anderen Wölfe war meine Reaktion keine Außergewöhnliche, sie wussten, dass ich nicht ernsthaft verletzt war und zurückkehren würde, wenn ich mich abgeregt hatte. Der Arzt würde mir auch verzeihen, denn er hatte mich auch verletzt und er kannte mich.
Wusste, dass ich ein eigenwilliger Wolf war.
Ich hoffte nur, dass Filan mir vergeben würde.
Mit dem Gedanken an sie, rannte ich noch schneller.

Hier gehts zum nächsten Teil.


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