----- Teil 6

Bild von DONIMagkeinPink

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Hallo? Hörst du mich? Wie geht es dir? Ich brauchte eine Weile, bis ich mich wieder fasste, und antwortete: „Ja, alles klar. Was ist passiert?“ „Viel“ „Wer bist du?“ „Dein freund“. Viel zu sagen hatte er nicht, doch das war im Moment ziemlich egal. Ich wollte anfangs einfach nur wissen, wo ich war. Ich strengte mich an, und schaffte es endlich, die Augen zu öffnen. Ich sah mich um. Ein älterer Mann mit kurzen Haaren stand vor mir, und musterte mich. Ich hatte ihn noch nie gesehen, aber er hatte mich vorhin als´Freund bezeichnet. Er war der einzige, den ich sah. Sonst sah ich nur noch eine Liege, auf der ich lag. Eine seltsame Arbeit, bei der ich da war. Erst muss ich Werbung machen, dann schlagen sie mich, und jetzt legt man mich auf eine Liege, ganz so als sei ich ein verwundeter Kriegsheld, der gerade aus dem Krisengebiet zurückgekommen ist. Ich brauchte mehr Antworten, um mir einen Reim daraus zu machen, aber der Herr sah nicht aus, als wollte er reden. Er sah mich nur an. Ich hielt dieses Schweigen nicht mehr aus. „Kennen wir uns?“,fragte ich „Nein“,meinte er nur. Super; das hätte ich schon vorher gewusst. Ich hatte erwartet, er hat den nötigen Anstand, und stellt sich vor, aber er tat es nicht. Also schlief ich eine Weile, bis mich ein Anderer ansprach. Ich schaute ihn an. Ein höchstens 19 Jahre alter Junge war es. Ich fragte ihn, wie meinen „Freund“ auch, was passierte. Und er fing an zu erzählen: „Ich fange vorne an: sie sollten nur einen Werbespot vorbereiten, und keinen Mord. Sehen sie sich um! Sehen wir aus wie eine Mafia? Naja, jedenfalls fand ich die Idee großartig, genau wie die Anderen hier.“ „die Anderen hier?“ „Dazu später mehr. Nun, sie haben ihre Idee vorgetragen, und die Bosse hatten logischerweise ein Problem damit. Also hat man sie überwältigt, und anschließend wollte man sie zu einem Psychiater einweisen. Und dann waren da wir. Wir sind die Handvoll Leute, die optimistisch, mutig, oder einfach verrückt genug sind, ihrer Idee nachzugehen. Wir haben sie aus dem Griff der Bossen befreit, und dann nahmen wir die Beine in die Hand. Mit ihrem bewusstlosen Körper war das gar nicht so einfach. Und ich weiß nicht, ob es Glück, Schicksal oder Können war, das uns vor ihnen rettete aber wir sind entkommen. Sie rannten uns nach, über die Straße und durch den halben Wohnblock, und es war zwei Mal richtig knapp. Doch am Ende haben wir uns hier versteckt.“ „und wo sind wir jetzt?“, wollte ich wissen „Wir sind in einem sehr guten Versteck. Ein Kollege erzählte mir davon. Er meinte, sein Sohn hätte dieses Versteck mit seinen Freunden erbaut, und sie würden sich öfter darin treffen. Keine Sorge, das Versteck ist in einem Schacht einer stillgelegten Kohlemine, und hier sucht uns keiner. Aber Vorsicht, die Kinder, und auch die Anderen hier kenne ich teils noch nicht. Sie könnten alles sein. Vom gewöhnlichen Förster bis zum tückischen Spitzel.“ „und was machen wir hier?“, fragte ich. „wir bereiten uns vor. Auf unsere blutige Offensive !“

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