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Das göttliche Mädchen

Bild von Nadja_13

Das göttliche Mädchen - Aimée Carter

zum Inhalt:
Zusammen mit ihrer Mutter zieht Kate in die Kleinstadt Eden. Es ist der letzte Wunsch von Kates todkranker Mutter. Kate ist alles andere als glücklich über diesen Umzug und hat auch nicht vor nach dem Tod ihrer Mutter dort zu bleiben, sowieso kann sie sich nicht vorstellen wie sie nach dem Tod ihrer Mutter weiterleben könnte. Ihre Mutter bedeutet ihr alles. Deshalb stimmt sie auch zu als der mysteriöse Henry, der auf unerklärliche Weise sogar Menschen aus dem Tod zurückholen kann, ihr anbietet ihre Mutter am Leben zu erhalten wenn sie von nun an sechs Monate im Jahr bei ihm auf seinem Anwesen zu verbringen. Doch das ist einfacher gesagt als getan denn wie sich herausstellt ist Henry niemand anderes als der griechische Gott Hades und um sein Wintermädchen zu werden und ihre Mutter zu retten muss Kate zuerst sieben Prüfungen bestehen. Als wäre das nicht genug gibt es auch noch jemand der anscheinend verhindern wird das Kate den Winter überhaupt überlebt...

meine Meinung:
Die Kurzbeschreibung von Das göttliche Mädchen hat mich sofort angesprochen. Ich bin ein grosser Fan von Geschichten, die die griechische Mythologie in unsere Zeit hineinversetzen, da ich die ganzen Götter und Mythen total interessant finde. Dazu kam die Sache mit den sieben Prüfungen, die mich erwarten liess, dass die Geschichte total actionreich und spannend werden würde. Nun ja ich hatte leider falsch gedacht. Über die griechische Mythologie habe ich eigentlich nichts Neues erfahren, denn das einzige was die Geschichte mit dieser zu tun hat ist, dass sie von Hades und den anderen Göttern handelt, auch wenn diese nicht unbedingt viel mit den Göttern in der Mythologie gemeinsam haben. Was mich aber noch fast mehr enttäuscht hat ist die Tatsache dass es sich bei den sieben Prüfungen nicht um gefährliche Kämpfe oder knifflige Rätsel handelte. Nein, die meisten Prüfungen bemerkt man nicht einmal sondern man wird erst am Schluss über sie aufgeklärt. Kate wird nämlich auf die sieben Todsünden geprüft, die soviel ich weiss eigentlich nichts mit der griechischen Mythologie zu tun haben.

Nun kann man sich auch schon denken, dass Kate natürlich ein total vorbildlicher Mensch ist. Sogar wenn ihr jemand wirklich böse mitspielt ist sie dieser Person gegenüber noch immer fair und denkt gar nicht daran sich zu rächen oder ähnliches. Dass sie von Henry eigentlich so gut wie entführt und auf seinem Anwesen festgehalten wird, obschon sie dort im Luxus lebt, stört sie auch nicht gross. Sie lässt es ruhig über sich ergehen, da sie ja ihrer Mutter helfen möchte. Wobei ihre Mutter eigentlich nur länger am Leben erhalten und nicht gerettet wird. Sie beginnt sogar sich zu Henry hingezogen zu fühlen und ihn toll zu finden. Sie verliebt sich in ihn, anstatt ihn, wie es ein normaler Mensch tun würde, zu hassen. Leider fand ich diese Entwicklung ausgesprochen unglaubwürdig. Hass scheint Kate sowieso nicht zu kennen. Insofern passt der Titel Das göttliche Mädchen eigentlich perfekt, denn irgendwie ist sie zu perfekt um menschlich zu sein. Andererseits könnte man sie wohl auch einfach als unglaublich naiv bezeichnen. Ich konnte ihre Handlungen und Gedanken grösstenteils wirklich nicht nachvollziehen, weshalb es mir auch nicht wirklich Spass gemacht hat die Geschichte aus ihrer Sicht zu erleben. Sogar als sie am Ende der Geschichte erfährt das sie eigentlich die ganze Zeit über von den Göttern getäuscht wurde flippt sie nicht aus, sondern nimmt es einfach so hin.

Auch die anderen Personen die in der Geschichte eine wichtigere Rolle spielen, hierbei handelt es sich hauptsächlich um Götter, konnten mich nicht wirklich überzeugen. Die Figuren waren einfach zu klischeehaft und ihre Persönlichkeiten haben, meinem Gefühl nach, oft nicht wirklich zu den Göttern gepasst die sie darstellen sollten. Da die Götter auch noch andere Namen hatten war ich wirklich froh das es hinten im Buch eine Liste gibt auch der steht welche Figur welchen Gott darstellen sollte. Auch habe ich mich oft gefragt ob die Götter wirklich nichts Besseres zu tun haben als sich auf dem grossen Anwesen, auf dem auch Kate lebt, herumzutreiben.

Wenn man allerdings von meinen Erwartungen an die Geschichte absieht, und es einem nicht stört das die Prüfungen nur so nebenbei ablaufen und die Götter absolut nicht göttlich sind, ist die Geschichte eigentlich nicht schlecht. Dadurch das es jemand auf Kate abgesehen hat und sie ständig in der Angst leben muss vergiftet oder auf eine andere Art getötet zu werden, baut sich eine Spannung auf und man rätselt automatisch mit, wer der Bösewicht sein könnte. Leider musste ich mich bei der Auflösung mal wieder fragen wie blöd die Götter eigentlich sein können.

Der Schreibstil hat mir eigentlich ziemlich gut gefallen, da er ziemlich einfach gehalten aber dennoch angenehm zu lesen ist. So hatte ich das Buch, obschon es mich alles andere als begeistert hat, ziemlich schnell durchgelesen.

Die Grundidee der Geschichte gefällt mir immer noch gut. Ich denke man hätte wirklich mehr daraus machen können. Vielleicht hätte mir das Buch auch besser gefallen wenn ich gewusst hätte was mich erwartet und nicht eine vollkommen andere Geschichte erwartet hätte. Wenn man ohne grosse Erwartungen an die Geschichte herangeht und keine tiefgründige Geschichte erwartet kann man sicher durchaus gut unterhalten werden.

Das Cover des Buches gefällt mir, zumindest farblich, sehr gut. Nur das Gesicht des Mädchens ist irgendwie komisch, aber wenn man nicht so gut hinsieht fällt das nicht auf. Der Titel passt (leider) ziemlich gut zum Buch, in mehreren Hinsichten.

Fazit:
Ich war wirklich schwer enttäuscht von dem Buch weil es meinen Erwartungen nicht im Geringsten gerecht wurde. Wenn man aber ohne diese Erwartungen an die Geschichte heran geht, könnte sie einem möglicherweise gefallen. Allerdings nur wenn man sich nicht an der zu perfekten Protagonistin und der grösstenteils wenig actionreichen Story stört. Ob ich die Fortsetzung lesen werde ist fraglich.

4/10*

Buchinfos:
Titel: Das göttliche Mädchen
Autor: Aimée Carter
Verlag: Mira Taschenbuch
Erschienen: 10. Mai 2012
Seitenzahl: 298 Seiten
Taschenbuch

Autoreninfos:
Aimée Cater wurde 1986 in Michigan geboren, wo sie heute noch lebt. Bereits mit elf Jahren hat sie
angefangen, Romane zu schreiben. Sie geht gern ins Kino, spielt mit ihren Hunden und liebt es, jeden Morgen das Kreuzworträtsel in der Zeitung zu lösen.


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