noch titellos Teil 4

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Als ich sie auf mich zukommen sah verschlag es mir die Sprache…
Eine Gruppe von 3 Jugendlichen, ein Mädchen und zwei Jungen – die aussahen als seien sie eben einem Teenie-Film entsprungen. Das Mädchen war schätzungsweise 1,72 groß, hatte strahlend blaue Augen und eine blonde Kurzhaar Frisur, die sehr an P!NK erinnerte. Ihr Mund, ihre Nase und ihr Körper entsprachen genau den amerikanischen-Schönheits-Idealen, sie hätte meiner Meinung nach als Model arbeiten können. Die beiden Jungs waren genau nach meinen Geschmack, sie wirkten geheimnisvoll und ich musste zugeben, ich stand drauf. Sie waren beide an die 1,85 groß und wirkten, neben dem zierlichen Mädchen, ziemlich Muskulös. Ich war kurz davor auch die beiden mit Stars zu vergleichen, ich muss zugeben das ich dazu neigte, aber da es langsam albern wurde verkniff ich es mir… Ich spürte ein Piksen in meiner Seite. „Hallo. Hallo?“ Erst jetzt merkte ich, dass das Mädchen redete. Als mich schon wieder etwas in die Seite pikste, realisierte ich, dass sie mich meinte. „Oh, Hey. Hallo!“, erwiderte ich etwas verwirrt nach dem ich so abrupt aus meinen Gedanken gerissen worden war. Das Mädchen redete weiter, „Hi, wir wollten uns vorstellen. Ich bin Chloe und das“, sie deute auf die beiden Jungs neben sich, „sind Nic und Davis.“ Also stellte ich mich auch vor, „Hi. Ich bin Jessica, aber bitte nennt mich Jess.“ Der Junge der mir von Chloe als Davis vorgestellt worden war, sagte: „Wir wollten nur wissen ob du und er“, er nickte in die Richtung meines Bruders, „vielleicht heute Nachmittag mit uns abhängen wollt?“ Ohne meinen Bruder nach seiner Meinung zu fragen, versuchte ich so beiläufig wie möglich zu sagen: „Gerne. Wenn wir Zeit finden.“ „O.K, dann bis später, wir treffen uns so gegen 16.30 Uhr in der Lounge. Bye!“ Bevor ich dazu kam etwas anzumerken oder zu antworten waren sie schon verschwunden…

Als ich schon wieder ein Piksen in meiner Seite spürte, drehte ich mich genervt um. „Was?“, motzte ich. Als ich mich umgedreht hatte und bemerkte, dass es mein Bruder war, starrte ich ihn an und verdrehte genervt die Augen. „Muss du mich immer aus meinen Gedanken reißen?“, schnaufte ich ihn weiter an. „Sorry, Schwesterherz!“, sagte er sarkastisch und ergänzte, „wir können endlich auf unser Zimmer, kommst du nun, oder stehst du hier jetzt den ganzen Tag beleidigt rum?“ Unter seinem missbilligenden Blick fühlte ich mich unwohl, also stolzierte ich einfach erhobenen Hauptes an ihm vorbei. Warum schafften es die Beiden immer wieder, dass ich mich schuldig oder schlecht fühlte, wenn ich nur einmal lauter wurde. Still schlenderte ich hinter meiner Mom her, die kurz davor aufgeregt auf meinen Bruder eingeredet hatte.

Unser Zimmer mit der Nummer 1322, war riesig. Ein großes Badezimmer, ein Gästebad ohne Dusche, ein großer Wohnbereich mit zwei Sesseln, sowie einer Zweisitzer Chaoch und einem 45 Zoll Plasma Fernseher, nein ich hatte nicht auf den ersten Blick erkannt das es ein 45 Zoll Fernseher war, aber ich hatte die Zimmer Info gelesen und ja, da steht sowas drin. In allen Räumen, außer im Gästebad gab es durchschnittlich zwei Luken von denen man die Weiten des tiefblauen Atlantiks sehen konnte. Es gab zwei Schlafzimmer mit Kingsize Betten. Sofort sicherte ich mir eins, sodass mein Bruder und meine Mom sich eins teilen mussten. Schnell räumte ich meine Sachen in den Schrank und ging zurück in den Wohnbereich. „Jess, wollen wir uns zusammen das Schiff ansehen?“ „Mom, ich würde gern nur wir haben schon“, ich sah auf die Uhr an der Wand und stellte, erleichtert darüber nicht unnötig Zeit mit meiner Mutter verbringen zu müssen, fest das es schon 16.15 Uhr war, „Paul und ich wollten um 16.30 Uhr, das ist in 15 Minuten, zusammen mit Chloe, Nic und Davis abhängen.“ Ich schaute sie entschuldigend an und betete dass sie mir glauben würde. „Paul?“ Fragend schaute sie ihn an. „Ich, naja schon, aber ich will nicht mit!“ „Jess, du darfst nur gehen wenn du deinen Bruder mit nimmst! Nicht, dass er mir immer im Weg sitzt wie Zuhause. Und bevor du nur ein Wort sagst von wegen ich kann auch alleine gehen, blablabla… Spar dir die Zeit und nimm ihn einfach mit und von dir“, sie drehte sich um und schaute Paul drohend an, „will ich genauso wenig hören!“ Erschöpft von unserer langen Reise ließ sie sich auf einen der Sessel fallen. Paul zuckte gelangweilt mit den Achseln und ging zur Tür. Eigentlich wollte ich etwas sagen, aber ich wollte Mom nicht noch mehr belasten, also ging ich, Augenrollend an ihr und meinem Brüderchen vorbei, raus aus unserem Zimmer. Paul schlenderte langsam hinter mir her. „Jess, wart` mal kurz.“ „Was ist?“ „Könntest du, nur so lange wir hier sind, versuchen Mom nicht immer so auf die Palme zu bringen!“ „Ich… ich weiß nicht“, sagte ich gespielt. „Ach, bitte, komm schon. Hast du eben gesehen wie sie sich endlich wieder mal entspannen konnte, nachdem sie sich Luft gemacht hatte!“ Er sah mich flehend an. „Ja, ja. Ich werd mein Bestes geben, aber ich kann nichts versprechen. Außerdem, warum ist es dir so wichtig?“ „Und warum ist es dir so egal?“

Mist. Das war eine gute Gegenfrage. Wenn ich ehrlich bin, wusste ich selbst nicht so genau warum es mir, auf gut deutsch gesagt „am Arsch vorbei ging“. Ich meine, natürlich fühlte ich mich mies, da ich ja ihre Tochter und sie meiner Mom war, aber ich hab meinen Dad immer schon mehr gemocht. Er war nie so streng gewesen und er hat mich nie angeschrien.

Da ich nicht wusste was ich antworten sollte, ging ich Achsel zuckend an ihm vorbei in die Lounge. Als ich eintrat sah ich Chloe und die Anderen, aufgeregt tuschelnd, in einer Ecke stehen. Verlegen räusperte ich mich. Schlagartig verstummten sie und drehten sich zu uns um. „Hi, ich bin Paul“, stellte sich mein Bruder vor, nachdem ungefähr eine Minute unbehagliches Schweigen geherrscht hatte. „Hi, Süßer“, kam es von Chloe, die ihn zur Begrüßung umarmte. Die Jungs, wie sollte es anders sein, umarmten ihn nicht und gaben ihm einfach nur einen ´High-Five´ zur Begrüßung. Sie schauten uns übertrieben erwartungsvoll an. Irgendwie hatte ich ein schlechtes Gefühl bei der Sache. Endlich begann Nic zusprechen, „Seid ihr bereit?“ Verblüfft schaute ich ihn an. „Wofür?“, fragte mein Bruder vorsichtig. Die drei sagten im Chor, „Das werdet ihr noch früh genug sehen“, und warfen sich mysteriöse, viel sagende Blicke zu.

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