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In der Brandwüste

Bild von Nazena

Thomas und seine Freunde sind endlich dem Labyrinth entkommen. Von ihren Rettern werden sie aber bereits kurze Zeit später im Stich gelassen, vor den Fenstern des Schlafsaals wimmelt es auf einmal vom zombieähnlichen Cranks und statt Teresa ist ein fremder Junge in ihrem Zimmer.
Die Lichter müssen erkennen, dass alles nur ein weiterer Test von ANGST ist: wie die Versuchskaninchen sollen sie Prüfungen bestehen- Sinn und Zweck wird ihnen aber nicht mitgeteilt. Da sie keine Wahl haben, folgen sie den Anweisungen und landen in der Brandwüste, wo die Sonne vom Himmel knallt und die Cranks leben. ANGST verspricht den Überlebenden Hilfe und Heilung, aber kann man sich überhaupt noch auf deren Wort verlassen?

Nach dem überschaubaren Labyrinth spielt die Brandwüste in einem Gefängnis anderer Art. Neben den Monstern und Cranks ist die Umwelt ebenfalls ein Feind der Lichter. Naturkatastrophen sind gang und gebe. Noch immer leiden alle unter Gedächtnisverlust, nur Thomas hat ab und an aus dem Zusammenhang gerissene Flashbacks, die ihm aber auch nicht weiterhelfen, sondern eher noch tiefer in die Verzweiflung stürzen.
Man erfährt zwar ein paar wenige Sätze über den Weltuntergang, allerdings wird Thomas recht schnell wieder abgewimmelt und auch Angst erklärt eigentlich nichts Neues. Im Grunde genommen ist der Leser immer noch genauso schlau wie am Ende von Band 1. Band 2 endet zwar mit einem verlockenden "wir werden ihnen die Erinnerungen wiedergeben", aber ich traue ANGST mittlerweile genauso wenig wie Thomas und finde es schade, dass man nur immer wieder vertröstet wird. Natürlich will der Autor die Spannung erhalten, aber Thomas hätte innerhalb des Buches Möglichkeiten gehabt zumindest mit den Cranks längere Gespräche zu führen und hat diese nicht genutzt.
Anscheinend gibt es die Antworten aber auch nicht im abschließenden Band, denn der Autor hat noch ein Prequel vor Band 1 angekündigt, damit man die Zusammenhänge verstehen kann.
Was bleibt? Ein sehr spannendes Buch, das man flüssig wegliest. Allerdings sind mir für ein Jugendbuch viel zu brutale Szenen enthalten. Prüfungen schön und gut, aber einige Sachen dienen nicht dazu etwas aus ihrem Verhalten zu lernen, sondern sind einzig dazu da die Jugendlichen zu foltern. "Notwendige" Grausamkeit, die der Fluss der Geschichte verlangt, ist eine Sache, aber stellenweise hatte ich den Eindruck der Autor hat Vergnügen daran die Gräuel zu beschreiben.
Insgesamt gebe ich trotzdem 4 Sterne, da das Buch wirklich spannend ist und die Geschichte einen regelrecht einsaugt. Trotzdem hätte ich wirklich gerne endlich mal ein paar Antworten.


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