politische Diskussion

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Politikerversammlung von 10 Parteien im Parlament.
1.Vorsitzender: Ich bitte um Ruhe! Wir haben noch einige Themen zu besprechen. Das Volk wird langsam unruhig, da sie endlich Entscheidungen und Neuerungen sehen wollen. Also sollten wir jetzt mal anfangen.
Stille
1.Vorsitzender: Erstens: Abschaffung von Atomkraftwerken. Was spricht dafür und was dagegen?
Die Grünen: Auf jeden Fall dafür. Wir haben es gerade erst in Japan mal wieder gesehen, was die Atomkraftwerke anrichten können. Umweltverschmutzung, Menschen und Tiere sterben, die Gegend ist verstrahlt. Das können wir nicht weiter verantworten. Wir sollten sie alle abschaffen, denn immerhin gibt es genug Möglichkeiten mit Hilfe der Natur für Energie zu sorgen, die wir nutzen können wie z. B. die Kraft des Wassers oder des Windes.
Die Linken: Wir sollten erst mal nur eins still legen und sehen, ob das überhaupt gut geht. Ob der Strom von den Anderen ausreicht, ob die Gefahr sinkt, usw. Wenn das ohne Probleme ausreicht, könnten wir noch über ein zweites nachdenken.
Die Grünen: Was für ein Blödsinn. Was bringt uns einer weniger? Dann haben wir immer noch Hunderte weitere. Was ist mit dem radioaktiven Abfall der tagtäglich entsteht? Der braucht Tausende von Jahre bis er seine Radioaktivität verliert. Wir lagern das Zeug schon in Holzfässern unter der Erde. Ihr wisst wie oft die schon undicht geworden sind und das verstrahlte Zeug in verschieden Gewässer gelangte. Wenn das mal raus kommen würde, was dann los wäre. Oder auch das wir für viel Geld das Zeug den Russen geben, weil sie ja genug Platz in ihrem Land zum lagern haben. Aber eins sollte euch klar sein, dass Volk wäre entsetzt wenn es das wüsste und irgendwann haben die Russen auch kein Platz mehr.
Unruhiges Gemurmel.
NPD: Woher soll das Volk das alles denn erfahren? Die Medien laufen nur mit unserem Einfluss. So lange wir nicht die Erlaubnis geben, wird es auch nicht ausgestrahlt. Es ist alles gut so wie es ist. Jeder hat Strom, wenn er ihn braucht und das noch sehr günstig. Mit den natürlichen Mitteln, könnte der Strom nicht so günstig verkauft werden.
Die Grünen: Ach wirklich?! Und das, wo doch alles frei verfügbar ist. Nur mal so als Nebeninfo, Wind und Wasser kostet nichts. Das gibt’s überall.
NPD: Und was ist mit den Maschinen die wir entwickeln müssen, damit wir den Kram aus der Natur nutzen können? Die Forscher, die bezahlt werden müssen und die Labore? Kostet das etwa nichts?
Die Grünen: Das wäre einmalig. Der Rest kostet uns nichts mehr.
NPD: Und die Wartungen, die Arbeiter und alles was dazugehört.
Die Grünen: Die Leute bekommen den Strom ja nicht umsonst.
CDU: Das geht hier alles nur hin und her. Ich sag euch jetzt mal wie wir das machen. Alle Atomkraftwerke bleiben. Es gäbe nur wieder zig Arbeitslose, wir müssten die Steuern erhöhen, weil naturfreundliche Energieträger entwickelt werden müssten und das gäbe nur Gemaule. Also lassen wir alles beim Alten, über Japan wird nichts mehr in den Nachrichten übertragen und dann haben die Leute eh wieder vergessen, wie eigentlich ihr Strom aus der Steckdose kommt. Den radioaktiven Abfall fliegen wir auf den Mond, da wohnt eh niemand, den das jucken würde. Problem gelöst.
Zustimmendes Kopfnicken.
1.Vorsitzender: Also gut, wer ist für diesen Vorschlag? 8! Wer ist dagegen? 2! Gut, dann werden wir das umsetzen.
Nächster Punkt: Die vielen Ölkatastrophen. Immer mehr Öl landet in den Meeren, aufgrund von Schiffsunglücken, Explosionen, Fehler bei Bohrungen, usw. Wir brauchen da Lösungen. Ideen?
Die Grünen: Ist doch klar! Wir müssen aufhören mit Öl zu arbeiten. Autos sollten eh zu Elektroautos werden. Am besten sollten sie noch mit Solarenergie oder ähnlichem laufen. Zum Heizen haben wir noch viele andere Möglichkeiten und für den Rest finden wir auch Lösungen, wenn wir erst mal alles genau durchdenken, wird uns mit Sicherheit auffallen, dass wir vieles gar nicht brauchen.
Die Linken: Stimmt, der Umwelt zuliebe sollten wir das Umsetzen. Die zig Millionen Tiere und Pflanzen, die jährlich sterben, die Wasserverschmutzung. Das geht alles zu weit. Die Benzinpreise, die wir immer mehr erhöhen, obwohl wir das Öl für wenig Geld bekommen. Wozu das alles? Damit unsere Ausflüge und sonstiger Schnickschnack finanziert werden kann. Wir sollten das Volk nicht mehr so ausbeuten.
Schlechte Gewissen steht im Raum.
NPD: Wieso sollten wir darauf verzichten. Wir arbeiten sehr hart das ganze Jahr über, während andere nichts besseres zu tun haben, als den ganzen Tag vor der Glotze zu sitzen und sich von uns bezahlen zu lassen. Es ist unser gutes Recht, dass wir uns ab und zu Exklusivitäten gönnen.
Die Grünen: Ach ja, können wir uns das wirklich leisten? Das wir die Leute ausbeuten und das nur für uns? Das wir die Gelder teilweise um das 300 Fache erhöhen, obwohl es eigentlich für uns kaum was kostet.
CDU: Alles Blödsinn. Du schweifst vom Thema ab. Hier kommt der Masterplan zu dem richtigen Thema! Alles bleibt natürlich so wie es ist. Das wird viel zu teuer, wenn wir das Umstellen, wie z. B. Elektroautos. Das zahlt doch kein Mensch, damit haben wir auch nichts gewonnen. Nee nee! Wir lassen das so, aber wir können dem Volk, das ja Neuerungen sehen will, erzählen, dass wir zum Schutz der Umwelt eine Bohrinsel aufgegeben haben, weil es sonst zu riskant gewesen wäre. Natürlich müssten wir deswegen die Benzinpreise steigen lassen, aber ja nur der Umwelt zuliebe. Dafür bekommen wir alle unsere neuen Porsche schon ein halbes Jahr früher. Na., wie ist das?
Freudige Gesichter.
1.Vorsitzender: Okay, klingt doch verlockend. Wer ist dafür? 8! Dagegen? 2! Mehrheit ist für den Masterplan. Weiterer Punkt: der Überschuss an Plastikmüll. Vorschläge?
Die Grünen: Plastik reduzieren, wenn nicht sogar abschaffen.
NPD: Wer hätte das gedacht? Das wäre ja mal ein ganz neuer Vorschlag!
Die Grünen: Das muss ja auch mal einer sagen, immerhin wird mittlerweile alles in Plastik verpackt, sogar wir Menschen mit unserer Polyesterkleidung. Überall liegt Plastik rum. Pflanzen werden zugemüllt, Tiere fressen es und sterben dran, wir Menschen atmen es ein, trinken sogar draus, essen es und werden krank. Gemüse und Obst, das eigentlich gesund sein soll, ist in Plastik verpackt. Es fehlt eigentlich nur noch, dass wir jede Schraube in einer Packung einzeln in Plastik verpacken, warum auch immer. Die Lebensmittel und vor alles das Wasser muss mit extra Stoffen verarbeitet werden, damit sie in den Plastikgeschmack nicht annehmen. Und jetzt mal ehrlich, gesund können diese Stoffe nicht sein.
Es hat einfach Überhand genommen und wir müssen schnellst möglich handeln, bevor die Welt in eine Plastiktüte gepackt wird und wir alle keine Luft mehr bekommen.
CDU: Nichts da! Wie stellst du dir das vor? Alles in Papiertüten verpacken? Da gehen wieder viel mehr Bäume drauf, jetzt denk doch mal ökologischer. Es bleibt wie es ist. Immerhin hat sich noch keiner drüber beschwert, dass er Plastikflaschen, anstellt von Glasflaschen schleppen muss oder dass die Kleidung billiger geworden ist. Im Gegenteil, die Menschen sind uns dankbar dafür. Also keine Frage, das bleibt so. Ich wäre jetzt mal für einen Kaffee mit einem Stück Praliné Torte, sonst noch jemand?
1.Vorsitzender: Machen wir es kurz. Wer ist dafür, dass wir in der Plastiksache vorerst nichts unternehmen? 8! Dagegen? 2! Wer ist für den Vorschlag mit Kaffee und Kuchen? 10! Alles klar, Zeit für Pause.
Lockere Stimmung. Alle Politiker verlassen den Raum.
2.Vorsitzender zum 1.: Die Neue von den Grünen will es aber wissen. Die ist ziemlich aufdringlich und mischt sich meiner Meinung nach zu viel in das ein, was wir uns all die Jahre so schön aufgebaut haben.
1.Vorsitzender: Stimmt, als ob die Umwelt das bisschen nicht wegstecken könnte.
2.Vorsitzender: Wir müssen aufpassen, dass sie damit nicht an die Öffentlichkeit geht, das gibt nur wieder zu viel Aufruhr.
1.Vorsitzender: Ja, wir sollten ihren Entuiasmus etwas stoppen, mit so was ähnlichem wie die Gutenbergs-Plagiats-Affäre oder so.
2.Vorsitzender: Ja, ich werde mir was einfallen lassen. Lust auf Kuchen?
1.Vorsitzender: Da fragst du noch? Ich dachte, dass die gar nicht mehr aufhören zu reden.
2.Vorsitzender: Na dann los!
Sie verlassen ebenfalls den Saal.