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Feuer und Glas

Bild von Nadja_13

Feuer und Glas: Der Pakt - Brigitte Riebe

zum Inhalt:
Seit dem verschwinden ihres Vaters, dem Feuerkopf Leandro, der Glasbläser war, lebt Milla zusammen mit ihrer Mutter bei ihrer Tante. Sie betreiben zusammen eine kleine Gaststätte Namens ippocampo. Milla mag ihre Tante Ysa und eigentlich geht es ihr und ihrer Mutter gut, doch obschon seit dem Verschwinden ihres Vaters schon fünf Jahre vergangen sind, vermisst sie ihn noch immer und kann nicht glauben dass es für immer weg ist. Deshalb ist sie auch jedes Mal ganz aufgeregt wenn eine Handelsflotte aus Konstantinopel nach Venedig zurückkehrt, da sie hofft dass ihr Vater an Bord ist. Bei einer solchen Gelegenheit sieht sie Luca zum ersten Mal und die blaue Aura die ihn umgibt fasziniert sie total. Später erfährt sie dass er zu den Wasserleuten gehört und somit so etwas wie ein Feind ist, schliesslich gehört Milla selbst zu den Feuerleuten. Dennoch fühlt sie sich von ihm angezogen und auch die anderen Wasserleute die sie kennen lernt kommen ihr nicht wie Feinde vor. Doch als ein Krieg Venedig bedroht und alle plötzlich hinter der gläsernen Gondel her sind, muss sich Milla entscheiden wem sie mehr vertraut, den Feuer- oder den Wasserleuten? Denn nur sie kann mithilfe eines Briefes ihres Vaters die gläserne Gondel finden und Venedig retten...

meine Meinung:
Irgendwie mag ich Bücher die in Venedig spielen total, was vermutlich an dem besonderen Zauber der Stadt liegt. Deshalb habe ich mich auch an Feuer und Glas herangewagt, denn das Buch war für mich etwas nNues. Einerseits ist das Buch zwar schon ein Fantasyroman, was ich normalerweise lese, andererseits spielt es vollständig im 16. Jahrhundert. Wenn ein Buch, welches ich lese, in der Vergangenheit spielt, dann normalerweise nur weil es um Zeitreisen geht. Daher hatte ich zu Beginn Angst, dass ich Probleme haben könnte mich im Buch zurecht zu finden, da man im 16. Jahrhundert ja schon ein bisschen anderes gelebt hat als heute.
Diese Angst hat sich allerdings als unbegründet herausgestellt, denn das Milla weder ein Handy noch ein Ipod besitzt und es auch sonst keine elektronischen Geräte gibt ist so ziemlich der grösste Unterschied, der mir zur heutigen Zeit aufgefallen ist und diese Tatsache hat mich kein bisschen gestört.

Auch die Sprach ist der heutigen Zeit angepasst und die Geschichte ist somit sehr angenehm zu lesen. Nur selten werden Begriffe gebraucht, die man aus der heutigen Zeit nicht kennt, diese sind allerdings am Ende des Buches erklärt. Dort findet man zudem auch noch ein historisches Nachwort und eine Zeittafel, so erfährt man was wirklich wie in der Geschichte beschrieben vorgefallen ist und was ein bisschen abgeändert wurde.

Die Autorin hat Venedig wunderschön in Szene gesetzt und die Atmosphäre der Geschichte ist absolut magisch. Nachdem das Buch beendet hatte hätte ich am liebsten sofort eine Reise nach Venedig angetreten.
Der historische Aspekt hat mir wirklich überraschend gut gefallen. Frau Riebe hat es geschafft die Ereignisse zu dieser Zeit mit den magischen Elementen zu einer Geschichte zu verweben, die einzigartig und wirklich zauberhaft ist. Nachdem ich ein paar Seiten gelesen hatte und richtig in die Geschichte eingetaucht war konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen, da es so spannend war.

In der Geschichte kommen keine magischen Wesen wie Vampire oder Werwölfe vor. Es sind vielmehr die Feuer- und die Wasserleute, die für den magischen Teil der Geschichte verantwortlich sind. Diese haben nämlich eine sehr starke Bindung zu ihrem Element und können mithilfe diesem Dinge zu Stande bringen, die ein normaler Mensch niemals könnte, wie sogar Häuser einstürzen zu lassen. Milla selbst weiss zu Beginn der Geschichte nichts über diese besonderen Fähigkeiten, sie weiss auch nicht das die Feuer- und die Wasserleute dadurch dass sie so unterschiedlich sind Feinde sind. All dies und vieles mehr entdeckt man zusammen mit Milla während der Geschichte und man kommt auch dem Geheimnis der gläsernen Gondel auf die Spur. Zudem erfährt man auch wie nur die Feuer- und die Wasserleute zusammen mithilfe der Gondeln Venedig retten können.

Der grösste Teil der Geschichte ist aus der Sicht von Milla erzählt, es gibt aber auch Abschnitte die aus der Sicht von anderen Personen, die eine wichtige Rolle in der Geschichte spielen, erzählt werden. Dadurch weiss man immer ein bisschen mehr als Milla selbst, was die Geschichte jedoch nur noch spannender macht. Oft habe ich mit Milla mitgefiebert und gehofft dass sie die richtige Entscheidung trifft.

Milla war für mich eine dieser Protagonistinnen, die ich direkt ab der ersten Seite mochte, obschon ich nicht wirklich sagen könnte weshalb. Vielleicht weil sie noch immer daran glaubt, dass ihr Vater zurückkehren wird, obschon sonst schon alle den glauben daran aufgegeben haben, sie gibt die Hoffnung nicht auf. Mein erstes Gefühl hat mich nicht getäuscht, Milla ist wirklich eine sehr sympathische Protagonistin. Sie ist selbstständig und intelligent und so war es wirklich ein Vergnügen mit ihr zusammen herauszufinden was es mit dem Brief ihres Vaters auf sich hat und sich mit ihr auf die Suche nach der gläsernen Gondel zu begeben. Sie ist zwar sicher nicht perfekt, schliesslich ist sie menschlich, aber ist klug genug um ihre eigene Meinung zu haben und Leuten nicht einfach blind zu vertrauen.

Auch die Liebesgeschichte zwischen ihr und Luca hat mir Aufgrund dieser Tatsache sehr gut gefallen. Denn obschon sich Milla sofort zu Luca hingezogen fühlt verliebt sie sich nicht einfach Hals über Kopf in ihn und macht dann alles was er sagt. Die beiden kommen sich eher langsam näher und es gibt auch immer wieder Hindernisse, die sich ihnen in den Weg stellen. Dennoch kann man bald erkennen, dass die beiden wie füreinander geschaffen sind, glücklicherweise gerät die Liebesgeschichte aber nie zu sehr in den Vordergrund, sondern sie ist wie ein süsses Extra, dass man neben der spannenden Geschichte geniessen kann.

Doch neben Milla und Luca gibt es auch noch eine andere Person, die für die Geschichte eine wichtige Rolle spielt und hinter der mehr steckt als es am Anfang den Anschein hat. Diese Person ist Marco, und obschon ich ihn nicht wirklich sympathisch fand ist er doch sehr interessant und er trägt viel dazu bei, dass die Geschichte so spannend ist, wie sie ist.

Das Cover ist wirklich wunderschön und ich habe mir Milla wirklich fast so wie das Mädchen, welches darauf abgebildet ist, vorgestellt. Dadurch dass im Hintergrund Venedig zu sehen ist, weiss man, wenn man das Buch anschaut, auch sofort wo die Geschichte spielt. Im Innern des Buches gibt es dann auch noch eine Art Karte von Venedig am Anfang des 16. Jahrhunderts zu sehen, welche wirklich wunderschön und sehr detailliert gemacht ist. Auch der Titel, Feuer und Glas - der Pakt, passt zur Geschichte.

Fazit:
Eine spannender und überraschender Roman, in dem historische und fantastische Elemente toll miteinander verwoben wurden. Dazu gibt es auch noch eine sympathische und kluge Protagonistin und eine süsse Liebesgeschichte. Eine klare Leseempfehlung, ich bin schon gespannt wie es im zweiten Teil mit Milla, Luca und den anderen weiter gehen wird.


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