Du bist nur ein Teil der Welt (Prolog)

Ich möchte gar nicht so viel zu diesem Text sagen. Möglicherweise wird es mein neues Buchprojekt, vielleicht auch nicht.
Es ist etwas ernster und ich freue mich sehr über Rückmeldungen!
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Prolog
Es gibt Momente, in denen du schreien musst. Doch dann wirst du gelähmt, irgendetwas hindert dich daran. Irgendetwas in deinem Innern, das sich mit allen Mitteln gegen einen Schrei sträubt. Und obwohl du weißt, dass das, was gerade passiert, falsch ist, lässt du es zu. Vielleicht aus Angst. Vielleicht, weil du glaubst, du könntest nicht anders. Doch man hat immer eine Wahl. Immer die Möglichkeit, einen Weg zu wählen. Selbst ein stummer Schrei ist besser, als zu lauthals Schweigen. Doch was nützt das schon, wenn man sich für das Schweigen entschieden hat?
Sie glauben, ich bin schuld. Ich sehe es an ihren Blicken, das leichte Naserümpfen, während sie sich beschämt abwenden. Ich weiß, was sie denken. ‚Zum Glück ist mir das nicht passiert. Sie ist ja selbst schuld. Sie hätte besser aufpassen sollen.‘
Sie sollten nicht vorschnell urteilen. Auch ihnen wird eines Tages etwas widerfahren, das sie für immer verändert. Vielleicht finden sie eine andere Bezeichnung dafür, vielleicht bemerken sie es vorerst gar nicht, vielleicht werden sie daran zugrunde gehen. Egal, wie es kommt, jeder von uns hat doch im Leben seinen Tag Null.
Tag Null. Die Geburt meines neuen Ichs. Der Tag, der mein Leben für immer veränderte.
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