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Schrödinger, Dr. Linda und eine Leiche im Kühlhaus - Jan de Leeuw

Bild von Lisa_94

Buchrückentext:
Was tun, wenn man eines Morgens die Mutter tot im Schlafzimmer findet, der Vater nicht greifbar ist und die geliebte kleine Schwester sich schon unbändig auf ihren Geburtstag freut? Jonas versucht zu retten, was zu retten ist: Er befördert seine Mutter kurzerhand ins Kühlhaus, behauptet, sie sei verreist, und übernimmt ihren Job als Kummerkastentante Dr. Linda. Alles könnte irgendwie gutgehen - wäre da nicht Heleen. Denn die steht plötzlich vor der Tür, um sich bei Dr. Linda über ihre seltsamen Ratschläge in Sachen Liebe zu beschweren.

Der Inhalt:
Als Jonas seine Mutter tot im Schlafzimmer auffindet ruft er nicht etwa die Polizei oder einen Arzt, nein, er verstaut sie erst einmal im Kühlhaus und versucht, das Leben weiterzuleben, als wäre nichts geschehen. Er übernimmt den Beruf seiner Mutter, um nirgends den Verdacht zu erregen, dass irgendetwas nicht stimmt und erzählt überall, wo Fragen nach dem Verbleib seiner Mutter aufkommen, sie sei verreist.
Es würde alles gut gehen, wären da nicht die 16-jährige Heleen, die, unzufrieden mit einer Antwort auf ihren Brief an Dr. Linda, beim Haus des Protagonisten auftaucht, und die neugierige Nachbarin Frau Ernestin.

Meine Meinung:
Zum Cover: Das Cover gefällt mir sehr gut, vor allem, da sich Bezüge zum Buch herstellen lassen. Das Atom, das sich auf Jonas Physikbegeisterung zurückführen lässt, die Katze Schrödinger, der Brief, den seine Mutter hinterlässt, …

Zum Inhalt: Jan de Leeuw hat mit dieser Geschichte ein Buch geschrieben, das fesselt. Es lässt sich sehr flüssig lesen, auch wenn einige Handlungen der Protagonisten nicht recht nachzuvollziehen sind.
Sehr gut gefällt mich auch, wie das Buch beginnt: Der Leser wird direkt angesprochen und mit einer scheinbar ganz anderen Geschichte konfrontiert. Wenn man dann jedoch feststellt, dass die Person, die einen da anspricht, seine eigene Geschichte erzählt, ist man umso gespannter auf das Buch.
Als die eigentliche Handlung dann beginnt ist man erst einmal geschockt von Jonas Verhalten, doch im Laufe des Buches wird immer mehr Licht ins Dunkel gebracht.
Das Ende des Buches ist …, nun ja, nicht so leicht zu bewerten. Am besten lässt sich das mit den Worten des Erzählers ausdrücken: “Du möchtest mich noch vieles fragen. Meine Geschichte ist so voller Kisten und Schachteln und Türen, dass du nicht recht weißt, wo du am Ende gelandet bist. Du weißt nicht einmal, ob du mit dem Ende zufrieden bist.“

Fazit:
Das Buch behandelt ein Thema, dass einen nicht kalt lässt, vor allem wenn man bedenkt, wie gefühllos Jonas eigentlich an den Tod seiner Mutter herangeht.
Trotz einiger fragwürdiger Handlungen ist das Buch zu empfehlen, da es fesselt und eine gelungene Abwechslung zu der aktuellen Literatur bietet.

Fakten zum Buch:
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-31127-6
Seiten: 156
Preis: 5,95 €

Zum Autor:
Jan de Leeuw, geboren 1968, in Aalst, Belgien, ist Psychologe. Schreiben wollte er schon immer. Seine Bücher wurden mehrfach ausgezeichnet und erhielten eine hervorragend Presse.


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