Wer braucht schon drei Bodyguards?-Auch wenn sie noch so heiß sind. Teil 27

Ich drehte mich um und schaute den Jungen, dessen orangenes Augenpflaster total lächerlich aussah, wütend an. Doch streckte nur seinen Arm aus, zeigte auf meinen Hintern und meinte rotzfrech:
„Du hast da ein Kaugummi am Arsch kleben, du Trottel.“ Und dann kicherte er noch lauter und rannte weg.
Jetzt konnte sich Dante nicht mehr halten vor Lachen und kugelte sich fast am Boden. Angeekelt suchte ich das Kaugummi, zog die eklige, klebrige Masse, die schon Fäden gezogen mit spitzen Fingern ab und warf es die Treppe runter, hoffentlich fiel es dem Jungen auf den Kopf. Dann wischte ich mir die Finger an der Hose ab und fauchte Dante an:
„Du bist so ein Arsch, hältst es nicht für nötig mir mal zu sagen, dass ich da ein Kaugummi habe und lachst dich auch noch ganze Zeit schlapp darüber. Toller Freund!“
Erbost stiefelte ich die Treppen hoch und tat so, als hörte ich Dante nicht, der versuchte sich bei mir zu entschuldigen.
Endlich waren wir oben angekommen und ich suchte nach meinem und Zoeys Zimmer.
Ein Flur bog links ab und einer rechts und ich entschied mich kurzfristig einfach mal für rechts. 678. Wo war dieses verdammte Zimmer 678? Ich hörte Dante hinter mir herrufen, doch ich lief trotzdem weiter. Vielleicht hätte ich doch den anderen Flur nehmen sollen. Also drehte ich mich um und ging einfach an Dante vorbei, der mir entgegen kam. Als ich gerade in den anderen Flur einbiegen wollte, hielt Dante mich zurück. „Jetzt bleib doch einfach mal stehen, du sturer Esel. Wir sind in der falschen Etage, es geht noch eins höher.“
„Aber da war keine Treppe mehr“, meinte ich trotzig.
„Die Treppe geht ein paar Meter entfernt weiter, keine Ahnung warum.“
Ach verdammt, ich hatte mich mal wieder total lächerlich gemacht.
Also gingen wir noch eine Etage höher und die erste Tür, die uns ins Auge sprang war – 678. Na toll.
Ich riss Fabio den Schlüssel aus der Hand, öffnete die Tür und meine Wut war wie weggeblasen.
Wow! Das Zimmer war fantastisch. Die hintere Wand war komplett verglast, leicht schräg und bot eine wunderbare Aussicht auf den Hafen. Eine Tür führte nach draußen auf den Balkon, auf dem eine orangefarbende Hängematte im Wind leicht schaukelte.
Als ich einen Schritt in das Zimmer machte, bemerkte ich das riesige, gemütliche Sofa und ließ mich erst Mal zwischen die flauschigen roten Kissen fallen. Es war ein anstrengender Tag gewesen.
Fabio kam heran und trug Zoey, die mittlerweile schon wieder eingeschlafen war, zu dem luxuriösen riesigen Bett und legte sie dort sanft ab. Zufrieden seufzte sie und kuschelte sich in die dunkelrote Bettdecke ein.
Dann verließ er geräuschlos das Zimmer. Mir fielen auch schon langsam die Augen zu und ich überlegte, ob ich mich auch schlafen legen sollte, denn das Bett sah wirklich bequem aus. Als ich einen Blick auf die große Uhr warf, stellte ich überrascht fest, dass es schon halb vier nachts war.
Ich zog mich aus, voraussichtlich ließ ich aber das T-Shirt an. Nicht das es nachher wieder zu dem Theater von gestern Morgen kam. Dann ließ ich mich auf das andere Ende des Bettes fallen, also möglichst weit weg von Zoey.
Schnell übermannte mich die Müdigkeit und ich glitt ins Land der Träume.
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