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Meto

Bild von Nazena

Meto lebt mit 63 anderen Jungen im "Haus". Sie werden jeden Tag gedrillt, haben einen strikten Tagesplan und werden sorgfältigst von den Cäsaren überwacht. Als Strafe dient der Kühlraum.
Keiner der Junge weiß, was mit ihm geschieht, wenn er zu groß geworden ist. Die Jungen verschwinden. Meto wagt es einmal trotz Verbot einen der Soldaten anzusehen, obwohl er wie alle in seiner Gegenwart die Augen geschlossen halten müsste.
Meto wird als einem der ältesten ein Neuzugang zugewiesen, Crassus, dem er die Regeln erklären soll und für dessen Fehler er bestraft wird, so lange die Mentorenschaft anhält. Als er deshalb in den Kühlraum gesperrt wird, begegnet er dort wieder Remu, den Verrückten, der dort ganz alleine lebt. Remu macht seltsame Andeutungen und Meto wird immer neugieriger: Was sind das für seltsam aussehende Soldaten? Wohin gehen die älteren Kinder? Meto lässt sich nicht unterkriegen und stellt Nachforschungen an, die für ihn überaus gefährlich werden können, denn die Cäsaren haben ihre Augen und Ohren überall...

"Meto" hat mich ziemlich schnell gefesselt. Die Jungen sind einem rigiden Diktat unterworfen, lehnen sich dagegen aber nur heimlich mit winzigen Regelübertretungen auf. Nur wenige sind nicht ganz so lethargisch. Ich fand die Schilderung des Hauses und des Tagesablaufes sehr gelungen. Man konnte sich gut vorstellen, wie klaustrophobisch der Ort ist. Man kann nichts vermissen, was man nicht kennt. Keiner der Jungen erinnert sich an ein vorher, doch als Meto die Grenzen seiner Welt aufgezeigt werden, will er sie überschreiten.
Leider ist man am Ende des ersten Bandes nicht sehr viel schlauer. Einige Sachen, die Meto erst entdecken musste, waren dem Leser trotz des gleichen Wissensstandes schon vorher klar. Auf die wirklich großen Fragen werden allerdings keine Antworten gegeben. Man weiß nicht, wie die Welt bestellt ist und warum jemand so viel Zeit und Mühe in das Haus investiert, wenn sich die Jungs durchaus gegenseitig beim Inch-Spiel umbringen (wie Rugby auf allen vieren, nur ungleich rabiater). Das Buch ist verhältnismäßig kurz und man hat es schnell durch, will aber gerne wissen, wie es weitergeht. Zwischendurch gab es einige kleine Logiklücken und Spannungsflauten, insgesamt hat mich das Buch aber überzeugt. 4/ 5 Sterne.


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