style="display:block"
data-ad-client="ca-pub-7783397286425302"
data-ad-slot="3580846517"
data-ad-format="autorelaxed">

Laura Brodie - Stimmen in der Nacht

Bild von Seitenakrobatin

Zum Inhalt (Klappentext):
Eine harmlose Studentenparty in einer kleinen amerikanischen Universitätsstadt endet mit einem Ausbruch von Gewalt im Haus der Dozentin Emma. Ihre kleine Tochter Maggie hat alles mit angesehen.
Zehn Jahre später kommen die Erlebnisse von damals wieder hoch: Maggie, inzwischen fünfzehn, wird von alten Albträumen gequält, hat Probleme in der Schule, schwänzt den Unterricht. Sie selbst weiß nur, dass ihr ihre neue Mathelehrerin, die ihr nie ins Gesicht sieht, unheimlich ist. Warum löst Grace, die Lehrerin, die altbekannten Ängste in Maggie aus, die längst überwunden schienen? Und was ist vor zehn Jahren wirklich geschehen?

Meine Meinung zum Buch:
Ich muss gestehen, dass mich >Stimmen in der Nacht< nicht wirklich umhauen konnte. Es ist gut, aber es hat was gefehlt, dass ich hätte sagen können: Ja, so ein Buch würde ich immer wieder lesen.

Was mir gut am Schreibstil von der Autorin gefallen hat war, dass ich den für sehr angenehm hielt. Flüssig und ausdruckstark, wäre die passende Beschreibung dafür. Sie hat vieles ins kleinste Detail ausgeführt, dass sie mich an manchen Stellen aus Interesse weiterlesen lies und an anderen kam es mir vor als ob sich die Kapitel unnötig in die Länge zog, ohne jeden Grund und Bedeutung für die weitere Geschichte.

Die Charaktere, die im Buch die meiste Zeit durchleuchtet werden sind Emma, Maggie und Grace (Sandra). Diese drei sind die Säulen des Buchs. Wenige Auftritte durften Graces Freund Kyle und Bekannter Jacob einnehmen, obwohl die nicht unwichtig waren.
Am besten hat mir Maggie gefallen. Obwohl sie noch so jung ist versucht sie mit dem Stress der auf sie einprasselt auf ihre Art umzugehen. Sie gehört zwar zu den ruhigeren Mädchen, wirkte dennoch und vielleicht deshalb sympathisch.
Das Bild das ich von Grace habe ist wiederum schlechter. Eine Erwachsene Frau, die Probleme mit einer Schülerin hat geht doch auf sie zu und redet mit ihr, anstatt diesem Mädchen aus dem Weg zu gehen. Diesen Erwachsenenzug hätte die Autorin Grace gerne mitgeben können.
Was die Charaktere betrifft sind die meisten wirklich so interessant dargestellt, dass man gegen die nicht sagen kann, wenn man einige kleine Schönheitsfehler außenvorlässt.

Ich weiß nicht was ich von der kompletten Geschichte halten soll. Laura Brodie versucht am Anfang den Leser in eine andere Richtung zu führen. Führt in an der Nase herum. Das kann ein Buch besonders machen, aber ich war ziemlich verwirrt, als man mir am Ende des zweiten Abschnitts etwas auf den Tisch serviert hat, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet habe. Und ein klein wenig hatte ich das Gefühl, die Autorin musste das machen, ansonsten wär sie mit dem Buch nicht weitergekommen.
Die Vergangenheit spielt eine große Rolle, was leider vergessen wir ist die Gegenwart. Es gibt so viele Rückblenden, dass der Erzählstrang immer wieder unterbrochen und zu einer anderen Zeit fortgesetzt wird. Der Vorteil dieses Erzählstils ist, dass jede Sicht vom Leser gelesen und wahrgenommen wird.
Das Ende ist mir zu flach. Es wurde alles aufgedeckt und der Leser kann damit zufrieden sein, aber trotzdem ließ der Gedanke mich nicht los, dass Laura Brodie etwas aufbauschen wollte, indem plötzlich gequälte Katzen vorkamen und Beweisen, dass der Unfall gerechtfertigt war. Und die Person, die das nahe gehen sollte, ließ das kalt. Merkwürdig.
Eine Frage ist dann leider offen geblieben und wird auch nicht geklärt werden. Wird Grace sich der Aufgabe stellen?

Mein Fazit:
Für zwischendurch ist >Stimmen in der Nacht< geeignet, wer sich aber mehr Spannung von einem Buch erwartet wird damit nicht glücklich.

3 Punkte (von 5)


0