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Todd Strasser - Wish u were dead

Bild von Seitenakrobatin

Zum Inhalt (Klappentext):
>>Bis jetzt habe ich nichts davon geschrieben, dass ich bestimmten Leuten den Tod wünsche, aber allmählich hab ich die Schnauze voll. Ich habe keine Lust mehr, nett zu sein. ich habe keine Lust mehr, irgendjemanden etwas vorzumachen. Diese Leute machen mir das Leben zur Hölle und ich wünschte, sie wären tot.
Lucy steht ganz oben auf meiner Liste. Ihr könnt euch nicht vorstellen, was das für ein Scheißgefühl ist, wenn sie mich anstarrt, als wäre ich irgendeine ekelhafte Kanalratte. ich hasse dich, Lucy. Ich hasse dich wirklich aus tiefstem Herzen. Du bist die Nummer eins auf meiner Liste. Ich wünschte, du wärst tot.<<

Meine Meinung zum Buch:
Der Klappentext spiegelt einen Blogeintrag einer Schülerin wider, die in der Schule gemobbt wird. Diese versucht sich Luft zu machen, indem sie ihren Blog mit den regelmäßigen Einträgen, wie diesen füllt.
Wie der Autor die verschiedenen Erzählstränge zusammen führt, hat mich sofort angesprochen. Es gibt drei verschiedene Perspektiven. Die Hauptperspektive ist die von Madison. Ihre Geschichte wird erzählt, die so schön sein könnte, wenn es nicht jemand auf die In-Clique der Schule abgesehen hätte, zu der sie auch zählt. Und, die beiden anderen sind kurze Einblicke in das Gefühlsleben einer Bloggerin und die andere Sicht geht auf die Unterhaltung des Täters mit seinen Opfern zurück. Diese sind deutlich zu erkennen - die Schriftart ändert sich und hebt sich so von der normalen ab. Diese Ansichten kommen zwar nur selten vor, aber eine angenehme Abwechslung bieten sie dennoch.

Die Charaktere sind übliche Teenager, die ihre kleinen Probleme haben und versuchen die Schulzeit so gut es geht rumzubekommen. Sie präsentieren sich und machen diejenigen runter die nicht mit ihnen mithalten können. Madison ist in der Hinsicht etwas anders. Ihre Eltern haben Geld und sie gehört in diese beliebte Gruppe, hat aber trotzdem ein Herz für die Schüler die von der In-Clique nicht beachtet werden.
Obwohl sie die Hauptperson war und sich so gut wie alles um sie gedreht hatte, habe ich sie nicht gemocht und nicht gehasst – sie war einfach da.
Courtney, die Freundin von Madison, war mir sehr unsympathisch und ihre Rolle im Buch habe ich ihr nicht abgekauft. Schon gar nicht als ich gelesen habe, dass sie das komplette Haus der Eltern für sich hat und das der Normalzustand sei. Ganz anders war dann Tyler, der Junge in den sich Madison verliebt hatte. Seine Art war ruhige und war geheimnisvoll. Er war alleine für sich, hatte sich nicht der Norm angepasst, sondern sein eigenes Ding durchgezogen. So was gefällt mir.

Wenn man aus der Teenager-Zeit raus ist und seinen Weg langsam geht, dann ist diese Sicht der Dinge oft sehr amüsant - Mädchen lernt Jungen kennen, die beiden scheinen sich zu mögen, aber keiner von beiden wagt sich den ersten Schritt zu machen. Ich hatte manchmal diesen ohhhh-wie-süß Gedanken, als ich Madisons klägliche Versuche verfolgt habe eine “Beziehung“ zu Tyler aufzubauen. Ob diese Liebelei nun unbedingt sein musste lasse ich dahingestellt. Es hat die Geschichte nicht gebremst, war ihr aber auch nicht sonderlich hilfreich.

Am Ende wurden die Personen mir zu sehr dazu gedrängt, das Buch zum Abschluss zu bringen, dass es unnatürlich rüberkommt. Es tauchte plötzlich eine Person auf, die es das ganze Buch über zu geben schien aber kein Gesicht hatte. Vertraut man einer fremden Person, wenn um einen rum das gewohnte Leben zusammenbricht? Na ja, genau das ist passiert.

Der Grund, warum der Täter das alles tat, ist mir ein Rätsel. Diese Lappalie so aufzubauschen und deshalb einen Serienkiller zu erschaffen ist schon lächerlich.
Der Schluss ist mir zu sehr gestellt und hat nichts mehr von der anfänglichen Geschichte, die mir gut gefallen hatte.

Mein Fazit:
Ein Buch das zum Anfang hin seine Stärken hatte und zum Ende hin langsam abbaute.

4 Punkte (von 5)


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