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Sternenfeuer

Bild von Nadja_13

Sternenfeuer: Gefährliche Lügen - Amy Kathleen Ryan

zum Inhalt:
Die 15-jährige Waverly lebt auf dem Sternenschiff Empyrean welches sich auf dem Weg zum Planet New Earth befindet. Die Leute an Bord sind von der grösstenteils nicht mehr bewohnbaren Erde geflüchtet. Waverly gehört zu den ersten Kindern die an Bord des Schiffes geboren wurden. Daher wird von ihr erwartet sie schon bald den etwas gleich alten Kirean heiratet, mit dem sie jetzt schon seit fast einem Jahr zusammen ist. Schliesslich muss dafür gesorgt werden, dass die Bevölkerung des Schiffes nicht ausstirbt. Waverly ist sie jedoch nicht sicher, ob sie wirklich schon bereit ist für diesen Schritt. Diese Probleme treten aber plötzlich in den Hintergrund als das Schwesternschiff der Empyrean die New Horizon auftaucht und sie angreift. Bei diesem Angriff wird nicht nur beinahe die gesamte erwachsenen Besatzung der Empyrean getötet und das Schiff schwer beschädigt, zudem werden auch noch alle Mädchen inklusive Waverly entführt und auf die New Horizon gebracht. Für Kirean bedeutet dies ein Kampf ums nackte überleben und Waverly muss einen waghalsigen Plan schmieden, damit sie und die anderen Mädchen ihren Entführern entkommen können. Auch wenn diese behaupten nur das Beste für sie zu wollen...

meine Meinung:
Sternenfeuer unterscheidet sich stark von den anderen Büchern die ich in letzter Zeit gelesen habe. Der wohl grösste Unterschied besteht darin, dass hier die Liebe einmal eine wirklich sehr untergeordnete Rolle spielt. Waverly und Kirean sind zwar schon irgendwie ein Paar, allerdings befinden sie sich den grössten Teil der Geschichte nicht auf demselben Sternenschiff und somit extrem weit von einander entfernt. Ausserdem haben sie wirklich grössere Probleme als die Liebe. Obschon es Waverly manchmal beschäftigt dass sie nicht so sicher ist, ob sie Kirean wirklich liebt und sich zudem auch zu jemandem anderen hingezogen fühlt.

Sowohl Waverly als auch Kirean und eigentlich auch alle anderen Kinder der Empyrean müssen wirklich unglaublich viel durchmachen. Für meinen Geschmack war das Buch manchmal fast ein bisschen zu krass, besonders weil alle wirklich noch Kinder sind, niemand ist über 16 Jahre alt und die meisten sind sogar viel jünger. Zudem war es manchmal fast erdrückend, da es keinen Hoffnungsschimmer gibt, dass alles wieder gut wird. Denn dadurch dass die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Waverly und Kirean erzählt wird, bekommt man mit, was auf beiden Schiffen geschieht. Während Waverly im Buch hofft, dass sie und die anderen Mädchen vielleicht fliehen und zurück zu ihrem eigenen Schiff kommen können und dass dann alles gut wird, weiss man als Leser, dass die Empyrean schwer beschädigt ist und fast alle Erwachsenen tot sind. Als Leser kennt man das Elend welchem beide ausgesetzt sind und man kann sich höchstens entscheiden, welches Schicksal vielleicht ein kleines bisschen weniger schlimm ist.

Das ganze war wirklich ein bisschen viel für mich, die Geschichte war sehr erdrückend. Ein kleiner Hoffnungsschimmer, vielleicht auch ein bisschen Romantik oder sonst irgendetwas was die Atmosphäre auch nur ein kleines bisschen aufgelockert hätte wäre wirklich schön gewesen. So wollte ich manchmal wirklich nicht mehr weiter lesen, weil es mich fast ein bisschen deprimiert hat.

Was der Geschichte meiner Meinung nach auch ein bisschen gefehlt hat, war eine Person, mit der ich wirklich mitfiebern konnte. Denn natürlich taten mir Kirean, Waverly und die anderen Kinder leid, so richtig identifizieren konnte ich mich aber mit niemandem. Auch war mir niemand wirklich sympathisch, es ist schwer zu beschreiben, aber für mich waren alle ein bisschen zu kalt und teilweise brutal, in der Weise, wie sie die anderen Menschen behandelt haben. Man konnte zwar immer erkennen, dass sie gute Absichten haben, gewisse Handlungen haben aber dennoch dafür gesorgt, dass ich mit der niemandem wirklich warm wurde.

Der Geschichte zu gute halten sollte man aber, dass sie wirklich spannend ist. Wer solche sehr düsteren und brutalen Geschichten mag und sich nicht daran stört das es keinen wirklichen Sympathieträger hat und es oftmals schwierig ist Zuversicht zu empfinden, dem wird Sternenfeuer sicher gefallen. Für mich war es vielleicht auch nicht ganz der richtige Zeitpunkt.

Fazit:
Sternenfeuer ist sicher lesenswert, man sollte sich allerdings darauf gefasst machen, dass es nichts für schwache Gemüter ist. Man wird mit einigen schockierenden Dingen konfrontiert, die oftmals etwas Zeit brauchen bis sie verdaut sind. Somit kann man das Buch auch nicht mal nebenbei schnell lesen, obschon die Spannung dafür sorgt, dass man nicht allzu lange daran liest.

7/10*

Buchinfos:
Titel: Sternenfeuer - Gefährliche Lügen
Autor: Amy Kathleen Ryan
Verlag: PAN
Erschienen: 1. März 2012
Seitenzahl: 432 Seiten
Gebundene Ausgabe

Autoreninfos:
Amy Kathleen Ryan wuchs in Jackson im amerikanischen Bundesstaat Wyoming auf. Sie studierte Anthropologie und Englische Literatur in Wyoming und Vermont, bevor sie sich ganz dem Schreiben zuwandte.


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