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Nachricht von dir-wehe dem der sich eine Liebesgeschichte erhofft

Bild von thekittenhasclaws

Erstmal möchte ich erst einmal sagen wie sehr ich mich auf die Lektüre dieses Buches gefreut habe, vor allem, da die LP sehr vielversprechend klang. Doch erstens es kommt anders, zweiten als man denkt. Der Klappentext, der Titel und das Cover ließen mich auf eine schöne kitschfreie Liebesgeschichte hoffen a la Emmi und Leo (das ich übrigens kurz DANACH gelesen habe, Rezi folgt ^^), aber weitgefehlt. Ein kruder Genremix erwartete mich stattdessen. Nun muss man allerdings sagen, dass man dem Autor das bei weitem nicht anlasten kann, aber ich fühle mich vom Verlag, doch ein wenig hinters Licht geführt. Naja egal vllt wird es ja richtig gut, dachte ich mir, bei anderen Autoren waren solche Genremixe überraschende Kunstgriffe gewesen. Alles beginnt damit, dass Jonathan und Madleine ihre Handys am JFK-Flughafen vertauschen. Das wäre nicht weiter schlimm wenn Jonathan ein gebürtiger Franzose nicht in San Francisco und Madleine ein in Paris lebende Engländerin wären. Sobald sie den Irrtum bemerken wollen sie die Handys per Post wieder austauschen. Nachdem verschiedene Faktoren dies jedoch verzögern, packt beide jeweils die Neugier und sie "schnüffeln" in den Handys des anderen herum. Dabei zeigt sich, dass beide viel mehr zu verbergen haben als es zuerst den Anschein hat.
Die Ausgangstellung hört sich gut an?Ist es aber nicht. Der SMS-Kontakt zwischen den beiden ist amüsant aber das ist eher eines der seltenen positiven Dinge, die man über den Roman sagen kann. Jonathan knackt einfach so einen strenggeheimen Ordner der Ex-Polizistin in dem er durch einen kogenialen Geistesblitz auf das Passwort kommt, dass sich nebenbei als das zufääällige Bindeglied der beiden heraustellt. Das sollte sich übrigens nicht als der einzige Geistesblitz heraustellen, dank dem Jonathan alle möglichen Menschen nebst dem FBI in ihre Schranken verweist. FBI?Spoiler Alert jap FBI, denn ein englischer, in Madleine verknallter Gangster, ein vermisstes Mädchen, das schein(bar)tot ist, mehrere Drogenkartelle und allerlei Zufälle und Parallelen in ihrer beider Leben sind in diese Sache involviert. Madleine hingegen bringt mit ihren Polizistinnenfähigkeiten zu denen anscheinend 'Verdächtigen' anturnen und dann mit GHB ausknocken gehört. Den Grund für Francescas (Ex von Jonathan) Betrug findet sie ohne weiteres raus, der übrigens jeglicher Logik entbiehrt. Der Ex-Sterne-Koch Jonathan der nie über die Trennung von seiner Ex hinweggekommen ist, verliebt sich sofort in Madleine nach dem sie sich gefühlte 5 Sek kennen?! Die verlobte Madleine hingegen informiert ihren 'Zukünftigen' über nichts und sagt ihm nichteinmal, dass sie sich von ihm trennen will/getrennt hat. Beide Protagonisten sind ausgesprochen sympathisch-Jonathan fühlt sich seinem Schwager haushoch überlegen und ist nicht nur herablassend sondern regelrecht arrogant, doch um politisch korrekt zu bleiben und weil sein Sohn den Onkel so mag betont
er stets was für ein 'lieber Trottel' dieser Kerl names Marcus doch ist. Madleines hingegen hat einen japanischen Angestellten, der für sie ihr Blumengschäft führt und den sie nach Belieben schlecht behandeln kann. wow wo treiben diese beiden nur ihre ganzen Bimbos auf und WARUM lassen sie sich das gefallen. Achja Madleine hat sogar 2, wir dürfen ihren "Verlobten" hust nicht vergessen.
Was mich aber fast noch mehr ärgerte sind die ach so glaubwürdigen Parallelen zwischen ihrer beider Leben. Achtung Spoiler Jonathan&Madleine: gescheiterter Selbstmordversuch, Verkehrsunfall (einmal Auto und einmal Motorradunfall), die je nachdem bemühten Versuche ein Kind zu bekommen (zumindest in ihrer jeweiligen Beziehung), grenzenlose Naivität, ihre maßlose Arroganz und "Depressionen/Selbstmitleidstouren".
Die Auflösung des Falles war ja mal *** ehm Banane, was für ein Geniestreich von Jonathan und das Ende erst-ich sag nur Jobangebot... Die Geschichte unlogisch und vor allem überkonstruiert zu nennen wäre leicht untertrieben.
Noch etwas was mich kurz gestört hat, aber das liegt eher am Übersetzer-Bob, der Schwamm heißt auf deutsch Spongebob, Schwammkopf-das heraus zufinden bedarf nicht das Genie eines Jonathan Lempereur.
Wieder eines dieser Bücher, das trotz andere Erwartungen großartig hätte sein können, wenn, ja wenn das Wörtchen wenn nicht wäre. Vor einer 1-Sterne Bewertung rettet nur der sehr angenehme und ansprechende Schreibstil Mussos, wegen dem ich vllt irgendwann einen seiner "reinen Liebesromane" lesen werde. Und die Tatsache, dass 'Der Skorpion' von Lisa Jackson z.b um einiges schlechter war.


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