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Sorry, das haben wir nicht!

Bild von Tatze

Kann man in Muskat eigentlich Muskatnüsse kaufen? Oder in Russland Russisch Brot? Wo wird eigentlich Danziger Goldwasser hergestellt und essen Engländer wirklich Englischen Kuchen? Diese und noch viele andere Fragen werden in "Sorry, das haben wir nicht" beantwortet.

Man muss vorweg sagen, dass es nicht nur um die Produkte geht, die nach Orten benannt wurden. Es geht um die Orte selbst, um ihre Vor- und Nachteile, um die Atmosphäre, die Menschen und die Erlebnisse der Autorin. Und davon gibt es eine ganze Menge. Das Buch entführt einen in jeden nur erdenklichen Teil der Erde und erzählt von kulinarischen, aber auch von anderen Abenteuern. Es ist also vor allem ein Reisebericht.
Erstmal zum Cover: Gut finde ich es, dass es relativ schlicht gehalten wurde, mit schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund. Die Eistüte mit dem Würstchen passt meiner Meinung nach aber nicht wirklich zum Buch und spricht mich auch nicht wirklich an. Dazu kann ich nur sagen: Das Buch ist wesentlich besser als das Cover es vielleicht verspricht.

Den Schreibstil fand ich aber wirklich gut. Er war ziemlich locker und oft auch kritisch, manchmal aber auch voller lobender Worte. Man erkennt recht gut, was die Autorin von dem jeweiligen Ort hält, und ich finde, dass es bei einem Reisebericht genau darum geht.
An manchen, aber nur an wenigen Stellen, ist mir das Lesen manchmal schwer gefallen, aber das war eher die Ausnahme.
Die Autorin verrät aber nicht nur durch den Schreibstil etwas über sich. Manche der Geschichten sind wirklich sehr perönlich, was dem Buch eine besondere Note verleiht und dafür sorgt, dass das Geschriebene auch in Erinnerung bleibt.

Ein weiterer Vorteil des Buches ist, dass man wirklich unglaublich viel lernt. Man erfährt die Entstehungsgeschichte des Toast Hawaii, wie die Orange nach Jaffa gekommen ist, ob man Türkischen Honig in ein Flugzeug mitnehmen darf und noch viele andere interessante Dinge.

Mein Fazit: Dieses Buch ist eine tolle Sammlung von Erfahrungsberichten aus verschiedenen Orten. Man lernt unheimlich viel und bei mir hat es die Reiselust geweckt. Außerdem merkt man, dass nomen est omen nicht immer stimmt. Insgesamt also absolut empfehlenswert.


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