Bestimmt- Gefangen zwischen zwei Welten Teil 11

Bild von Marina Elizabeta

Hey ihr Leser!
Hab gleich mal weiter geschrieben. Der erste sichtbare Widerstand von Marina gegenüber ihrer Eltern ;)
Viel Spaß.

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„Hallo Dimitri. Kate“, sagte Jakow freundlich.
Ich musste wie ein Fisch geglotzt haben, denn Melli verpasste mir einen kräftigen Tritt gegens Schienbein und ich presste die Lippen fest zusammen, um nicht zu jammern.
„Du kennst meine Eltern?“
Er nickte und schaute nervös zu mir und dann wieder zu meinen Eltern. „Sie haben mich für dieses Internat empfohlen. Wir kennen uns eigentlich nur flüchtig“, gab er zu.
Mein Vater klopfte ihm auf die Schulter. „Wie ich sehe, kennen sie unsere Tochter Marina schon.“
Lieber Gott! Bitte mach, dass sie nichts von Kevin, meinem Verlobten, erzählen. Im Stillen schickte ich dieses Gebet nach oben.
„Ja. Wir haben uns heute Morgen im Zug kennengelernt. Da wusste ich aber noch nicht, dass ihr Vater Dimitri, von dem sie erzählt hat, sie waren.“
Mein Vater nickte und warf mir einen empörten Blick zu, als ihm die Geschichte mit meiner Flucht wieder einfiel „Dann dürften sie wissen warum sie geflohen ist. Die Sache mit ihrer Verlobung.“
Warum betete ich überhaupt? Hatte ja so oder so keinen Sinn gehabt. Hätte mein Vater nicht einfach die Klappe halten können? Am liebsten hätte ich ihm sein Mund mit Sekundenkleber zugekleistert.
Der Schock stand Jakow ins Gesicht geschrieben. Er drehte sie starr zu mir. „Du bist verlobt?“
Ich knurrte. Und zwar richtig. „Nein. Ich werde gezwungen, aber ich werde niemanden heiraten! Mein enorm zurückgebliebener Vater muss ja unbedingt an die Regeln festhalten, die zu seinen Lebzeiten galten. Obwohl wir inzwischen im 21. Jh. Leben!“ Ich funkelte wütend und warf meinem Vater einen hasserfüllten Blick von der Seite zu.
Meine Mutter seufzte. „Liebes. Das haben wir doch nun schon ein paarmal durchgekaut. Lass es uns darauf beruhen. Kevin kommt übrigens heute Abend zum Essen. Du solltest dir etwas…nicht so auffälliges anziehen.“
Zornesröte schoss mir ins Gesicht und ich schrie wütend: „Ach aber ihr dürft einfach zusammen sein, weil ihr euch liebt? Das ist unfair. Nur weil Papa nicht auf seine Familie aufpassen konntest darfst er jemanden heiraten, den er wirklich liebt?!“ Ich sah zu meinem Vater, dem das von mir angeschnittene Thema keinesfalls gefiel. Seine eh schon so blasse Haut wurde wenn möglich noch weißer und er erstarrte. Meine Mutter zog scharf die Luft ein, weil die Sache mit Vaters alter Familie eine Sache war, die absoluttabu war. Sofort fühlte ich mich schlecht, weil er doch eigentlich gar nichts dafür gekonnt hatte, dass sie ermordet wurden. Der Vampir und Magier Clan war deutlich in der Überzahl gewesen. Das war wirklich gemein von mir. Das sagte zumindest eine Stimme in meinem Kopf. Doch die andere war immer noch wütend und dachte nur an sich selbst. „Ihr verpfuscht mein ganzes Leben. Ihr könnt mich nicht kontrollieren. Das ist mein Leben und ich kann tun und lassen, was ich will!“ Ohne jegliche Vorwarnung drehte ich mich zu Jakow, sah ihn kurz herausfordern an, stellte mich auf die Zehenspitzen und küsste ihn. So sehr ich konnte. Und er küsste mich. Er schlang sogar seine Arme um meine Taille, verstärkte seinen Griff und presste mich fester an sich. Er musste sich ein ganzes Stück zu mir runter beugen, da ich so klein war und er aber locker 1,85m groß. Diesen Kuss würde ich nie wieder vergessen. Das wusste ich von dem Moment an, als sich unsere Lippen trafen. Er war lang und atemberaubend schön. Ich genoss diesen Augenblick vollkommen. Energie und Verlangen, nach mehr durchströmte mich und ich hob beinahe ab. Ich fühlte den Wind, der um uns herum stärker und wilder wurde und wusste, sofort das ich das war, da ich die Elemente nun einmal nicht kontrollieren konnte.
Tausende von Gefühle und Empfindungen prasselten auf mich ein und mir wurde klar, dass ich für immer bei Jakow bleiben wollte. Aber warum? Es war falsch von mir. Und es war auch nicht richtig, ihn in all das reinzuziehen. Das war nicht gerecht.
Doch um meinem dramatischen Abgang den Kick zu geben, drehte ich mich auf dem Absatz um und rauschte an meinen Eltern vorbei, ohne sie auch nur anzusehen.
Bevor ich um eine Ecke in den nächsten Gang ging, sah ich ein letztes Mal zu Jakow. Er war sichtlich durch den Wind, was ihn vermutlich vor meinen aufgeregten Eltern retten würde. Aber ich sah ihm an, dass er es eindeutig nicht bereute den Kuss erwidert zu haben. Ich lächelte und bahnte mir einen Weg durch die langen Flure.
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Bitte immer Kommentare schreiben. Wie ihr es findet und Rechtschreibfehler etc. Ich bin für alles offen.
Teil 12


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