Bis(s) zum Wiedersehen - 1. Kapitel, Teil 1 - Gestürzt

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Anmerkung: "Die Handlung setzt sich einem Monat, nachdem die Cullens die Volturis geschlagen haben. Außerdem ist sie über Bellas Patentante Isadora.

Ich hatte mir überlegt, dass es einen noch mächtigen Vampir als die Volturis geben sollte und eine Frau sein sollte. Außerdem sollte sie mit den Cullens entfernt verwandt sein und wie sie das menschliche Leben achten und schützen. So kam ich, dass Bella einen weiblichen Vampir als Patentante hat und diese (Isadora) sehr stark und sehr alt sein sollte."

„Bist du dir sicher, dass du es tun willst, Mom?“, fragte mich plötzlich Elena besorgt. Überrascht weitete ich meine Augen, schaute vom Buch auf und sah sie an.
Ihre topasgelben Augen waren unergründlich. Angst und Sorge spiegelten sich wieder.
Ich war mir sicher, dass sie, ihre Geschwister und ihre Kinder mit mir kommen und mich beschützen wollen, aber ich hatte es ihnen ausdrücklich verboten. Ich weiß, sie hatten große Angst und Sorge um mich.
Gerührt lächelte ich und legte das Buch weg.
„Elena“, sprach ich sie beruhigend an und ergriff ihre Hand. „Ich bin mir deiner Sorge und der deiner Geschwister und Kinder bewusst und weiß sie zu schätzen, aber ich muss gehen. Nur so kann ich wieder den Frieden in unserer Welt bringen.“, erklärte ich es ihr und lächelte hart. „Ich habe zu lange im Verborgenen gelebt und aus der Ferne beobachtet. Die Volturis haben nun die Grenze überschritten, und ich dulde es nicht mehr weiter.“
Traurig seufzte sie und entnahm ihre Hand.
„Aber Mom…“
Ich legte einen Finger auf ihre Lippen und brachte sie somit zum Schweigen.
„Mach dir keine Sorgen, Elena. Ich werde es heil überstehen. Ich werde euren Bruder zurückbringen, koste es, was es solle. Aber ihr habt im Gegensatz zu mir eine noch schwierigere Aufgabe vor euch. Darauf müsst ihr euch jetzt konzentrieren. Hast du mich verstanden?“
Geschlagen nickte sie und sagte noch zum Schluss: „Versprich mir… nein, versprich uns, dass du so schnell wie möglich nachkommst.“, flehte sie mich an und sah aus, als wäre sie den Tränen nahe. Ich gab ihr zum Abschied einen Kuss auf ihre Stirn und versprach es.
„Wir werden bald eine richtige Familie sein.“, flüsterte ich und sah sie gehen.
Nun war ich allein.
Um mich herum trugen die Leute rote Sachen und wedelten mit roten Fahnen. Eine vierköpfige Familie lief an mir vorbei, deren Mädchen rote Kleider trugen.
Der Tag des Heiligen Markus.
Nostalgisch dachte ich zurück.
Genau an den Tag vor einem Jahr sah ich ihr Gesicht wieder. Sie war das Ebenbild ihrer Mutter. Aber die Augen hatte sie ohne Zweifel von ihrem Vater.
Sie waren wunderschön.
Warme, vollmilchbraune Augen.
Ich konnte nicht glauben, wie schnell die Zeit vergangen war. Erst hielt ich sie noch in meinen Armen, jetzt sah ich sie zu einer schönen jungen Dame herangewachsen wieder.
Ich war ihrer Mutter unendlich dankbar, dass sie mir die Bilder ihrer Hochzeit zugeschickt hatte. Mein größtes Glück war es, sie glücklich sehen zu können.
Sie hatte endlich ihren Gefährten, ihr Glück und ihren Platz auf der Welt gefunden.
Ich werde ihr Glück und das meiner Familie beschützen, wenn es auch bedeuten soll, dass ich mein Leben dafür einsetzen muss.

Als ich aus dem Fahrstuhl austrat, standen bereits vier Wachen vor mir. Überrascht sahen sie mich einen kurzen Augenblick an und wollten mich ergreifen, doch ich wusste dies zu verhindern.
„STOP!“
Angewurzelt blieben sie stehen und ließen mich gewähren. Erschrocken stand die Empfangsdame auf und wollte um Hilfe schreien.
„SCHWEIG!“
Völlig verdattert griff sie an ihren Hals und versuchte einen Ton rauszubringen, doch vergebens. Belustigt lächelte ich sie an und ging an ihr vorbei.
Ich öffnete die großen Türen, die mich zum Saal führte, und schritt ein. Ich sah wie Aro vor Überraschung seine milchigen Augen weitete. Caius knurrte.
„Was für eine Überraschung? Ich habe keine Besucher erwartet.“, begrüßte er mich herzlich. Ich konnte ein Blitzen in seinen Augen sehen.
Wahrscheinlich hatte er das Potenzial in mir erkannt.
Verzückt und neugierig sah er mich an und versuchte zu verstehen, wie ich durch ihre Festung mit den stärksten Wachen der Welt eindringen konnte. Es war mir jetzt klar, dass er nun auch meine Gabe begehrte und mich in seiner Sammlung einfügen möchte.
Verächtlich schnaubte ich und trat näher. Die Wachen reagierten schnell und standen schützend vor den Ältesten.
„Meine Lieben, lass sie näher treten. Ich möchte sie gern erhören.“, sagte er zu ihnen.
Innerlich schauderte ich und versuchte nichts anzumerken. Dann wandte ich heimlich meine andere Gabe ein und manipulierte ihre Erinnerungen und Gedanken.
Ich spürte den Strudel ihrer Erinnerungen auf mich einwirken und die Emotionen, die durch mir flossen. Es fiel mir schwer, diese zu verändern, doch ich musste es tun.
Er merkte kaum mein Zögern und fragte mich dann freundlich: „Nun meine Liebe, darf ich wissen wie dein Name ist?“
„Didyme“, log ich und lächelte spitzbübisch. Ich sah, dass sein herzliches Lächeln auf einmal verschwand. Markus regte sich plötzlich und beugte sich vor.
„Was für ein interessanter Name.“, sagte Aro nur monoton. Caius sah jetzt misstrauisch aus und fragte mich: „Warum bist du hier?“
Nun lächelte ich und sagte gelassen: „Ich bin hier um die Volturis zu stürzen.“
Plötzlich brach er in schallendes Gelächter und fragte mich wieder: „Und wie willst du es anstellen? Du bist allein. Wie willst du gegen uns vorgehen?“
Ich drehte mich zu Jane um, die mich verunsichert ansah, und befahl ihr: „JANE, ZEIG CAIUS, WIE ERNST ICH DAMIT MEINTE.“
Ihr Blick wurde leer und glasig und ich wusste, dass sie unter meine Kontrolle stand.
Sie drehte sich zu ihm um und setzte ihre Gabe ein. Ein markerschütternder Schrei fühlte den Saal gefolgt mit einem lauten Krachen eines gebrochenen Steins. Zufrieden lächelte ich.
Geschockt sprang Aro auf und befahl den Wachen mich zu ergreifen, doch sie sahen ihn nur verwirrt an und wussten nicht mehr, wer er war. Vollkommen geschockt sahen Aro und Caius sie an und drehten sich schließlich zu mir um. Ich lächelte immer noch und sagte dann bestimmt: „MACHT NICHTS DUMMES, DASS ES EUCH SCHADEN WÜRDE.“
In ihre Haltung erstarrt konnten sie sich weder rühren noch bewegen. Sie konnten sich nicht mehr verteidigen und sich schützen. Sie waren ausgeliefert.
Markus war vollkommen überrascht und wusste nicht, was er dazu sagen sollte.
„Markus“, sprach ich ihn nun an. Sofort blickte er auf und sah zu mir.
Mit schnellen Schritten war ich beim ihm und nahm ihn dann liebevoll in meinen Armen.
Endlich habe ich ihn wieder. Meinen süßen Jungen.
Ich hörte wie die anderen Ältesten vor Überraschung und Schock nach Luft schnappten.
Markus regte sich nicht. Er war wie erstarrt.
Ich fühlte mich nicht gekränkt und nahm ihn es nicht übel. Wäre ich an seine Stelle gewesen, würde ich genauso reagieren.
Dann rief Aro zu Markus, er solle mich vernichten, doch ich konnte seine alten Erinnerungen wiederherstellen, die ich ihm vor tausenden von Jahren zu seinen Schutz wegnahm.
Langsam schien er von seiner Starre aufzutauen und Leben kehrte in ihn zurück.
Er löste sich von meiner Umarmung und sah mich mit unglaublich an.
Ich sah die Freude und die Erleichterung in seinen Augen spiegeln. Aber auch der Trauer und die Einsamkeit kehrte wieder zurück.
„Mutter“, flüsterte er. Erfreut und glücklich zugleich lächelte ich und drückte einen Kuss auf seine Stirn.
„Du bist Markus‘ Schöpfer?“, fragte Aro geschockt. Langsam drehte ich mich um und sah ihn verachtend an. Es würde ihn leidtun, dass er sie beinahe vernichtet hätte.
Dann seufzte ich traurig und drehte mich wieder zu Markus.
„Markus“, begann ich und zögerte. Ich wollte nicht, dass er seine Hände wieder einmal schmutzig machen soll und dann es bereut, aber ich kann ihm schwer die Wahrheit verbergen, wo sie die ganze Zeit direkt vor ihm lag.
Markus bemerkte mein Zögern und sah mich verunsichert an.
„Mutter…“
„Willst du immer noch wissen, wer ihr Mörder ist?“, fragte ich endgültig.
Mit erschrockenem Blick sah er mich an, und sein Gesicht verzog vor Zorn.
„Du weißt, wer es ihr angetan hat?“, fragte er mich mit zusammengebissenem Zähnen.
Ich nickte und sagte: „Ich hatte es versucht. Ich hatte noch versucht sie zu retten, aber sie wollte es nicht. – Du weißt, dass ich solch eine Bitte nicht abschlagen kann, Markus.“
Er nickte nur, aber ich konnte hören, wie seine Zähne knirschten.
Aus dem Augenwinkel sah ich Aro verkrampfen. Er wusste, was ihm blühte.
„Wer war es? Wer war das Ungeheuer, dass meine Geliebte tötete?“, schrie Markus wütend und schlug auf seinen Thron. Ein Teil der Lehne zerbrach und landete laut auf den Boden.
„Ich werde es dir erzählen, doch nun…“, und verstummte augenblicklich. Ich wandte mich an Chelsea und stellte ihre ursprünglichen Erinnerungen her.
Verunsichert sah sie sich um und sah ihre Meister erstarrt vor.
„Was ist passiert? Meister?“, fragte sie Aro verwirrt.
„CHELSEA“, sagte ich. Genau wie Jane wurde auch ihr Blick glasig und leer, und sie drehte sich zu mir um. „ERRICHTE DIE URSPRÜNGLICHEN BINDUNGEN DER WACHEN WIEDER HER. KAPPE SIE VON ARO, CAIUS UND MARKUS.“
Ich sah den Schrecken auf ihren Gesichtern geschrieben. Belustigt kicherte ich und stellte dann die Erinnerungen der anderen Wachen wieder her.
Unruhiges Gemurmel ertönte zwischen ihren Reihen. Als sie mich sahen, traten sie zurück und wagten sich nicht mir zu nähern.
Sie wussten, dass ich sehr mächtig war.
„Das ist unmöglich.“, flüsterte Aro und sah mich mit einer Mischung aus Interesse und Angst an. Schließlich blickte ich zu ihm und befahl ihm: „WILLST DU NICHT AUCH ETWAS SAGEN, ARO?“
Er begann zu erzählen.
Der Mord an seiner Schwester. Wann, wo und warum er es tat.
Mit Abscheu sahen seine Wachen ihn an und verloren endgültig ihr Vertrauen und Loyalität
zu ihm. Doch Markus wurde wütend – rasend vor Wut. Ich schickte die Wachen weg und schloss die Tür. Ich blieb hier und wartete ab. Hinter den massiven Toren ertönten furchtbare metallische Schreie gefolgt von einem lauten Krachen und schließlich verstummte alles.
Es war vorbei.


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