Das bedeutet Glück für mich

Das Feuer qualmt, aber wärmt auch, spendet Licht und brennt gleichzeitig in den Augen. Es ist der letzte Abend unserer Fahrt. „Was sollen wir singen?“, fragt jemand in die fröhliche Runde. „Hymn!“ Kommt es von der einen Seite. „Schweinelied!“, rufen die Wölflinge von der anderen Seite und machen schon ein Grunzen. Sofort versuchen beide Seiten, sich zu überstimmen. Letztendlich entscheiden wir uns für Hymn. Genug Gitarren sind schließlich dabei. Und schon wird in die Seiten geschlagen und wir beginnen zu singen:
Valley’s deep and the mountains so high,
If you want to see God you’ve got to move on the other side.
You stand up there with your head in the clouds,
Don’t try to fly near God, you might not come down.
Ich spüre eine wohlige Wärme in mir aufkommen. Es ist so schön, am Feuer zu sitzen, davon gewärmt zu werden, zu singen in einer großen Gemeinschaft, mit allen Freunden, die schon wie eine Familie für mich geworden sind. Was würde ich wohl machen, wenn ich nicht zu den Pfadfindern gegangen wäre? Würde ich zu Hause sitzen, Fernsehen oder Lesen und all diese tollen Momente verpassen? Praktisch mein halbes Leben verpassen? Ich kann es mir gar nicht mehr vorstellen.
Das Lied neigt sich dem Ende zu.
Don’t try to fly dear God, you might not come down.
Der letzte Gitarrenton verklingt. Eine kurze Pause und sofort reden alle wieder wild durcheinander. „Was sollen wir jetzt singen?“ Sofort kommen Liedwünsche von allen Seiten und die Gitarre beginnt wieder zu Spielen. Ich schließe kurz die Augen und eine Träne rinnt mir über die Wange, so glücklich bin ich in diesem Moment.
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