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I bet you'll die

Bild von Nadja_13

I bet you'll die - Thomas Feibel

zum Inhalt:
In der Play-Zone, auch P-Zone genannt, bestimmt das Spielen das Leben. Wer gewinnt bekommt Gints, welche sogleich die neue Währung darstellen. Ohne zu spielen geht somit nichts mehr. Für die junge und talentierte Soni gibt es nur ein Ziel, sie will zum besten Spieler der P-Zone, zum MEISTER, werden. Dahin ist sie auch auf dem besten Weg, als sie vom Staatschef der P-Zone einen Auftrag erhält, der zu ihrem endgültigen Durchbruch führen könnte, zugleich aber auch ein ziemlich grosses Risiko birgt. Doch Soni wäre nicht eine der besten Spielerinnen, wenn sie kein Risiko eingehen würde...

meine Meinung:
Ganz ehrlich ich bin schwer enttäuscht von I bet you'll die. Der Klappentext klang für mich wirklich viel versprechend, ein bisschen wie eine etwas andere Dystopie. Auch nachdem ich das Buch jetzt gelesen habe, finde ich die Grundidee noch immer toll, die Umsetzung hingegen finde ich alles andere als gelungen. Das Buch nur etwa 222 Seiten und die Schrift ist zudem noch ziemlich gross. Das Problem dabei ist jetzt aber, dass im Buch unglaublich viel geschieht, zudem gibt es auch viele Nebenhandlungen. Dies hat dann leider dazu geführt, dass ich die Geschichte sehr verwirrend fand, da beim Tempo der Handlung auch fast keine Zeit für irgendwelche Erklärungen blieb.

Irgendwie fühlte ich mich während der ganzen Geschichte so, als würde ich Soni und der restlichen Charaktere hinterher rennen und ihnen gleichzeitig tausende von Fragen zu rufen, wovon mir aber keine einzige beantwortet wird. Dennoch war die Geschichte irgendwie spannend und ich habe sie beinahe innerhalb eines Tages lesen. Das Ende des Buchs war dann aber irgendwie total ein Schock für mich. Ich weiss jetzt nicht, ob es noch eine Fortsetzung geben wird, aber das Ende war total offen, keine Frage wurde beantwortet, nichts. Ehrlich gesagt konnte ich nicht einmal verstehen war genau geschah, aber plötzlich war das Buch fertig und ich war ratlos, was jetzt genau geschehen war. Plötzlich steht da einfach Game Over und das wars dann.

Man erfuhr leider auch ziemlich wenig darüber, wie die P-Zone funktioniert. Es wird zwar einmal kurz in groben Zügen erklärt, wie sie entstanden ist, aber wie sie wirklich funktioniert erfährt man leider nicht, dass meiste muss man sich selbst zusammen reimen. Neben der P-Zone gibt es allerdings auch noch eine andere Zone, nämlich die Mother-Zone, auch M-Zone genannt. Diese hat sich gebildet, weil die Frauen nicht sehr überzeugt von der P-Zone waren und ihre Kinder von der Spielsucht fern halten wollten. Auch Soni ist dort aufgewachsen, allerdings liebt sie das Spielen und in der M-Zone ist Spielen strengstens verboten, weshalb sie sich dort auch ganz und gar nicht wohl gefühlt hat. Die beiden Zonen sind auch verfeindet. Über das System der beiden Zonen erfährt man meiner Meinung nach aber viel zu wenig.

Womit ich auch so meine Probleme hatte war der Schreibstil. Die Bewohner der P-Zone haben nämlich die Angewohnheit ihre Gefühle zu sagen, anstatt zu zeigen, also ein bisschen wie in Computerspielen. Eigentlich fand ich diese Idee ja wirklich interessant, aber bei Lesen hat es ein bisschen gestört und zudem hat es die Personen noch unnahbarer gemacht, als sie teilweise sowieso schon herüberkamen, sie wirkten ziemlich kalt.
Was mich aber noch mehr genervt hat war, dass es eine Gruppe von Personen, gennant Stunachi, gab, welche man einfach bei besten Willen nicht verstehen konnte. Ihre Sätze gaben einfach absolut keinen Sinn und so konnte ich leider nicht verstehen was sie gesagt haben, was ich auch als ziemlich störend empfunden habe.

Auch die Charaktere konnten mich leider gar nicht überzeugen. Besonders Soni wirkt sehr unsympathisch, arrogant und auf sich selbst fixiert. Oft hält sie sich für besser als alle anderen und sie kommt sehr kalt rüber. Ich konnte mich leider absolut kein bisschen mit ihr identifizieren und auch meine anfängliche Hoffnung, sie würde sich vielleicht im Verlauf der Geschichte ändern, wurde enttäuscht. Ich habe mich während dem Lesen ständig über sie genervt.
Der einzige sympathische Charakter, der ganzen Geschichte, war Kenjo, Sonis bester (und einziger Freund), der von ihr aber nur Rabe genannt wird, weil er immer Pech hat. Für mich hat ihn seine etwas tollpatschige Art aber sehr liebenswürdig gemacht, auch wenn ich beim besten Willen nicht verstehen konnte, weshalb er mit Soni befreundet ist und was er an ihr hat.

Fazit:
Trotz der, meiner Meinung nach, tollen Grundidee und einigen spannenden Ansätzen, hat mir I bet you'll die leider nicht gefallen. Ich fand die Umsetzung der Idee überwiegend schlecht, die Geschichte verwirrend und die Charaktere extrem unsympathisch.

3/10*

Buchinfos:
Titel: I bet you'll die
Autor: Thomas Feibel
Verlag: Sauerländer
Erschienen: 1. Februar 2012
Seitenzahl: 222 Seiten
Broschiert

Autoreninfos:
Thomas Feibel, geboren 1962, ist der führende Journalist zum Thema »Kinder und Computer«. Er leitet das »Büro für Kindermedien« in Berlin und publizierte u.a. im Spiegel und in DIE ZEIT. Außerdem ist er Autor des jährlich erscheinenden Standardwerks »Der Kindersoftware-Ratgeber«. Gemeinsam mit der Zeitschrift »spielen und lernen« gibt er den Deutschen Kinder-Software-Preis TOMMI heraus, welcher innovative und herausragende Kindersoftware-Titel auszeichnet. Er hat bereits zahlreiche Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht. Weitere Infos unter www.feibel.de


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