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TimeRiders 01. Wächter der Zeit

Bild von gaensebluemche

Klappentext:
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Liam O’Connor hätte 1912 an Bord der Titanic sterben sollen.
Maddy Carter 2010 in einem Flugzeug über Amerika.
Saleena Vikram 2026 bei einem Brand in Mumbai.

Doch Sekunden vor dem Tod der drei taucht ein mysteriöser Mann auf und reicht ihnen die Hand – nun sind sie Agenten einer streng geheimen Organisation, die nur eine Aufgabe hat: die Welt vor der Zerstörung durch Zeitreisende zu schützen. Schon der erste Auftrag bringt das Team in große Gefahr. Liam, Maddy und Sal müssen sich bewähren und das gegen einen mächtigen Gegner. Sein Ziel: die Weltherrschaft!

Über den Autor:
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Alex Scarrow war zuerst Rockgitarrist, danach Grafiker und beschloss dann, Computerspiele zu entwickeln. Schließlich wurde er erwachsen und begann zu schreiben. Er ist Autor zahlreicher erfolgreicher Thriller und mehrerer Drehbücher. Am meisten Spaß aber macht es ihm, Romane für junge Erwachsene zu schreiben, in denen er auch Ideen aus seinen Computerspielen umsetzen kann. Er lebt in Norwich, zusammen mit seinem Sohn Jacob, seiner Ehefrau Frances und zwei sehr dicken Ratten.

Allgemeines zum Buch:
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„TimeRiders 01. Wächter der Zeit“ umfasst 461 Seiten und gliedert sich in 93 Kapitel, die mit durchschnittlich fünf Seiten sehr kurz sind. Dadurch liest sich das Buch trotz seines Umfangs recht schnell. Am Ende des Buches findet sich eine Leseprobe aus dem zweiten Band der Reihe „TimeRiders 01. Tödliche Jagd“, der Anfang des Jahres im Thienemann Verlag erschienen ist.

Geschrieben ist das Buch aus der Sicht eines allwissenden Erzählers in der Vergangenheitsform. Da „Wächter der Zeit“ ein Zeitreiseroman ist, springt der Leser mit so gut wie jedem Kapitel auch in der Zeit. Die Handlung spielt in den Jahren 1912, 1941, 1956, 1963, 2001, 2010, 2066, wobei der größte Teil der Handlung in den Jahren 2001 und 1956 spielt. Es finden zusätzlich auch Sprünge zwischen verschiedenen Handlungsorten statt, hauptsächlich spielt das Buch aber in New York und den USA allgemein. Dadurch, dass die einzelnen Kapitel jeweils mit einer Jahreszahl und einer Ortsangabe überschrieben sind, lassen sich die vielen Sprünge in Raum und Zeit aber problemlos nachvollziehen.

„TimeRiders 01. Wächter der Zeit“ ist im September 2011 als Taschenbuch mit Klappbroschur im Thienemann Verlag erschienen. Die Originalausgabe erschien unter dem Titel „TimeRiders“ bei Puffin Books, an imprint of Penguin Group, London. Übersetzt aus dem Englischen wurde das Buch von Cornelia Panzacchi.

Das Cover des Buches ist sehr auffällig gestaltet und passt hervorragend zum Inhalt des Buches. Besonders gut gefällt mir, wie Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft in diesem Cover aufeinandertreffen.

Meine Meinung zum Buch:
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Zunächst möchte ich erst einmal loswerden, dass dieses Buch mich total überrascht hat. Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut sein würde. Ich bin mit sehr geringen Erwartungen an den Roman herangegangen, habe mir nicht allzu viel davon versprochen. Aber ich wurde positiv überrascht! „TimeRiders 01. Wächter der Zeit“ hat mir wirklich sehr gut gefallen.

Größtenteils liegt dies daran, dass das Buch sehr unkompliziert geschrieben ist. Es liest sich leicht und flüssig – ist eben ein Jugendbuch. Es beinhaltet eine Vielzahl an Dialogen, die den Lesefluss erleichtern und zugleich durch ihren feinen Humor für eine gute Unterhaltung sorgen. Dazu überzeugen auch die Charaktere vollends. Liam, Maddy, Sal, Bob, Foster – sie alle sind sehr unterschiedlich, aber allesamt bildhaft und echt heraus gearbeitet. Jeder Charakter hat seine Eigenheiten, Schwächen und Stärken. Mit jeder Figur hat sich der Autor Mühe gegeben und sie wachsen dem Leser schnell ans Herz. Sie bleiben nicht nur oberflächlich, sondern ihnen wurde Tiefe verliehen. Es sind oft Kleinigkeiten, die sie zu etwas Besonderem machen. Und es macht vor allem Spaß, zu beobachten, wie sich ihre zwischenmenschlichen Beziehungen zueinander entwickeln und verändern. Zu Beginn des Buches sind sie sich alle fremd, was unter anderem daran liegt, dass sie alle aus verschiedenen Zeiten stammen. Im weiteren Verlauf des Romans werden sie aber zu Freunden. Es ist sehr schön, das zu verfolgen.

Zum Anderen konnte mich vor aber auch die Handlung überzeugen. Vor allem deshalb, weil sie hervorragend konstruiert ist. Über Zeitreisen zu schreiben, ist vermutlich nicht einfach, da man dem Leser viele Hintergrundinformationen liefern muss. Zum Beispiel darüber, wie Zeitreisen möglich geworden sind, wie sie vonstatten gehen, welche Auswirkungen sie haben. Und hier hat der Autor Alex Scarrow wirklich ganze Arbeit geleistet! Die Handlung ist durchweg logisch konstruiert und bleibt dabei nachvollziehbar. Die Zusammenhänge werden verständlich beschrieben und so bleibt beim Leser keine Frage offen. Alles passt und ergibt Sinn. Vor allem hat mir gefallen, wie authentisch der Autor die verschiedenen Zeiten beschrieben hat. Das Buch umfasst ja eine Zeitspanne von über hundert Jahren, aber Alex Scarrow hat die Besonderheit eines jeden Jahrzehnts herausgearbeitet und zeigt Möglichkeiten auf, wie die Zukunft aussehen könnte.

Es ist aber keine sehr schöne Zukunft, die den Leser erwartet. Der Autor hat die Geschichte völlig neu erfunden und so kommt es, dass Deutschland den Zweiten Weltkrieg gewonnen hat und die Weltherrschaft komplett an sich gerissen hat. Es ist nicht sehr schön, davon zu lesen, aber natürlich bieten diese geschichtlichen Hintergründe einfach viel Potential und so verwundert es nicht, dass sich der Autor diesen Aufhänger für sein Buch gewählt hat. Aber auch andere historische Ereignisse kommen zur Sprache, unter anderem die Angriffe auf das World Trade Center oder das Attentat auf John F. Kennedy.

Eine Gruppe von Menschen, die in den Tod geblickt haben, wird rekrutiert zu Wächtern der Zeit. Sie leben in einer Zeitschleife und achten auf Veränderungen, die in winzigen Kleinigkeiten bestehen können oder auch in großen Ausmaßen stattfinden können. So beginnt das Buch und eine Handlung nimmt ihren Lauf, die mit einigen überraschenden Ereignissen aufwartet.

Die Handlung spielt zu einem sehr großen Teil während der Zeit des Zweiten Weltkrieges und dementsprechend grausam sind manche Szenen. Es fliegen durchaus schon mal Körperteile durch die Luft und auch an spritzendem Blut mangelt es nicht. Dem Autor ist aber zugute zu halten, dass entsprechende Szene sehr kurz gehalten sind und nicht zu sehr ins Detail gegangen wird. Ein Schwerpunkt der Handlung liegt auf Kampfszenen, die mir nicht so gut gefallen haben. Die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges werden anschaulich dargestellt, aber mir war es teilweise zu viel des Guten. Unter anderem spielt das Buch sogar in einem Gefangenenlager. Natürlich sorgt das für Authentizität, aber ich mag davon nicht so gerne lesen. Dazu werden Kriegstaktiken und Kampfstrategien erörtert, die für mich eher ermüdend waren. Hierin liegt aber auch mein einziger Kritikpunkt und das ist sicherlich Geschmackssache.

Mein Fazit:
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Ein sehr guter Reihen-Auftakt, der vor allem durch seine sympathischen Charaktere und die authentische Handlung überzeugt.


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